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Nullpunktspannsystem für die Fünf-Seiten-Bearbeitung

06.09.2007
Die Sonderlösung des Nullpunktspannsystems von Röhm für ein Hedelius-Bearbeitungszentrum überzeugt durch sechs in den Dreh-Schwenktisch mit Abmessungen von 800 mm × 630 mm integrierte Zentrier- und Klemmeinheiten. Laut Unternehmen ist er speziell für die Aufspannung jeglicher Werkstücke für die Fünf-Achs-Bearbeitung geeignet.

Besonders wurde vom Anwender darauf Wert gelegt, einen möglichst großen Verfahrweg in der Z-Achse zu nutzen. Ebenso wurde mit dem Maschinentisch für die Fräsbearbeitung verfahren. Er wurde komplett bei Röhm grundseitig nachgeschliffen und die Zentriereinheiten bei einer Genauigkeit von 0,02 mm in der Referenzfläche eingesenkt.

Maschinentisch auf für konventionelle Aufspannungen nutzbar

Je vier oder sechs Einheiten können aktiviert werden, um Paletten verschiedener Größen separat zu spannen. Durch Abdeckungen kann man den Maschinentisch jederzeit für konventionelle Aufspannungen und Fräsbearbeitungen nutzen.

Um den wachsenden Anforderungen der verschiedensten Bearbeitungsaufgaben ohne großen Rüstaufwand gerecht zu werden, sind Rasterpaletten mit aufgeschraubten Zentrier- und Klemmbüchsen eingesetzt. Diese ermöglichen ein Vorrüsten und Aufspannen von Werkstücken aller Art.

Als Optimum für die Schlicht- und Feinschlichtarbeiten von kleinen und mittleren Werkstücken erwies sich der NC-Kompaktspanner RKE in Verbindung mit dem Power-Grip-Nullpunktspannsystem. Auch hier konnten die Rüstzeiten durch eine Bestückung außerhalb der Maschine minimiert werden. Ohne ein Ausrichten auf der Maschine kann sofort weiterproduziert werden. Weil das zu bearbeitende Teilespektrum sehr groß ist, musste auch das Nullpunktspannsystem höchste Flexibilität gewährleisten. Das System arbeitet mit einer Genauigkeit von ±0,002 mm mit immer derselben Schnittstelle.

Nullpunktspannsystem bietet viele Vorteile

Nach Angaben des Herstellers sind die Vorteile des Nullpunktspannsystems vielfältig: Das Palettiersystem kann grundsätzlich auf den unterschiedlichsten Maschinentypen eingesetzt werden. Mit Power-Grip als hochpräziser Werkstückbasis gelingt der schnelle Wechsel ohne neues Ausrichten auf Bohr- und Schleifmaschinen zur Kontrolle nach jedem Bearbeitungsgang auf Messmaschinen ebenso wie auf Erodiermaschinen, weshalb Palettensysteme auch im Werkzeug- und Formenbau immer beliebter werden.

Power-Grip besitzt eine große Vorzentrierung und arbeitet ohne Spannzapfen. Die Spannung der Palette erfolgt durch Zentrier- und Klemmbüchsen. Beschädigungen von Referenzflächen bei der Zuführung sind ausgeschlossen. Das System arbeitet ausgleichend mit axial federnden Zentrierlippen. Das heißt: keine Verspannungen und Ungenauigkeiten bei Temperaturschwankungen. Eine Wiederholgenauigkeit von ±0,002 mm ist selbst unter schwierigsten Arbeitsbedingungen möglich. Etwa 750 000 Spannungen ohne Referenzverlust werden garantiert, betont der Hersteller.

Power-Grip arbeitet bereichs-übergreifend – beim Fräsen, Drehen, Draht- oder Senkerodieren, Flach- oder Rundschleifen, Bohren oder Lasern. Die Z-Auflagen werden vor dem Spannen automatisch mittels Luft gereinigt. Ein leichter Überdruck lässt keinerlei Verschmutzung im System zu. Das System ist nahezu wartungsfrei und leicht überprüfbar. Der Kugelmechanismus ist von außen jederzeit leicht zugänglich.

Bernhard Kuttkat | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/spanendefertigung/spannmittelundsysteme/articles/92188/

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