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Metallbuchsen in Kunststoffspritzteile einpressen

31.08.2007
Ein Verfahren für die nachträgliche Montage von Buchsen in Kunststoffteile durch Warmeinsenken oder Kalteinpressen stellt Henkel & Roth auf der Messe Motek in Stuttgart vor.

Da Metallteile immer häufiger durch Kunststoffteile ersetzt werden, ist es insbesondere im Fahrzeugbau erforderlich, die Befestigungspunkte der Kunststoffteile durch Metallbuchsen stabil zu gestalten.

Für die Qualität der Schraubverbindung ist ein definierter Buchsenüberstand von Bedeutung. In dem ausgestellten Montageautomaten von Henkel & Roth erfolgt das Einpressen der Buchsen durch eine Kugelspindel mit Servomotorantrieb. Die Einsenkpositionen der Buchsen können in 4 Freiheitsgraden durch Servoachsen frei programmiert werden.

Geregeltes Einpressen gleicht elastische Verformungen aus

Beim Einpressen wird die Tiefe mit geringer Tastkraft gemessen und ständig nachgeregelt, so dass elastische Verformungen des Kunststoffteils während des Einpressens ausgeglichen werden. Die Grundlage des geregelten Einpressens ist der Einsatz einer Prozess-SPS mit einem adaptiven Positionsregler. Die intelligente Servospindelpresse reduziert somit die Ausschussquote.

Das Umrüsten der Anlage auf einen anderen Teiletyp ist mit minimalem Aufwand durch Austausch der Schnellwechselaufnahme möglich.

Induktive Erwärmung der Einzelteile als Option

Die Bereitstellung der Buchsen erfolgt mit einem Vibrationswendelförderer. Die vereinzelten Teile werden in einem Durchlaufofen definiert erwärmt. Optional ist eine induktive Erwärmung möglich.

Die Schwenkachse, mit welcher die komplette Werkstückaufnahme um die Achse des Werkstückes geschwenkt wird, wurde weiterentwickelt. Durch diese Zusatzachse werden zusätzliche Umspannvorgänge eingespart und somit die Produktivität erhöht.

Annedore Munde | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/index.cfm?pid=1574&pk=91563

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