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Cincinnati Milacron vereinfacht mit modularen Extrusionsanlagen den Einstieg in den WPC-Markt

02.07.2007
Cincinnati Milacron Extrusion Systems wird auf der K 2007 das Maschinenkonzept Plug & Play präsentieren. Diese Modultechnik, die bereits im Mai in China eingeführt wurde, ermöglicht den Bau anwendungsspezifischer Extrusionsanlagen für die Verarbeitung von Holz- und Faserverbundstoffen.

Ziel dieses Anlagenkonzepts ist es, einen schnellen Eintritt in den Markt für Halbzeuge aus Wood-Plastics-Comosites (WPC) zu ermöglichen. Die Voraussetzung dafür sieht Herb Hutchison, Leiter Internationale Geschäftsentwicklung beim US-amerikanischen Anlagenhersteller Cincinnati Milacron Extrusion Systems in Batavia/Ohio, „im Einsatz unkomplizierter und dennoch bewährter Technologie, die erschwinglich und extrem wirtschaftlich ist - ein typisch praktischer und praktikabler US-amerikanischer Ansatz.“

Dieses Konzept umfasst die Leistungsmerkmale und Optionen großer und technisch anspruchsvoller Anlagensysteme, inklusive das Materialhandhabung, die Maschinenbefüllung, das Mischen, Trocknen, Auslagesystem, die Düseneinstellung sowie die nachgeschaltete Peripherie, wie Kühl- und Zuschnittgeräte. Verzichtet wird dagegen laut Hutchison „ kostspielige Zusatzgeräte und komplizierte kundenspezifische Steuerungen, mit denen viele europäischen Extrusionssysteme überladen sind“.

Plug & Play-Konzept basiert auf konischem Doppelschneckenextruder TC86

Schlüsselkomponente des Konzepts ist der Doppelschneckenextruder TC86. Als besondere Merkmale dieses Extruders werden die konische Schneckengeometrie, die Verdichtung und die niedrige Scherkraft beim Mischen und Plastifizieren hervorgehoben – und das bei einem sehr breitem Werkstoffspektrum. Der Extruder ist serienmäßig mit der Maschinensteuerung Mosaic ausgestattet.

Die konische Schneckengeometrie – mit 176 mm Durchmesser am Materialeinzug auf 86 mm Durchmesser am Austrag verjüngend (L/D-Verhältnis 27 zu 1) – ermögliche eine schnelle und gleichförmige Wärmeübertragung, insbesondere an der Einzugszone. Außerdem sei aufgrund des konischen Schneckendesigns die Einfüllzone für “flockige”, leichte Rohstoffe größer. Darüber hinaus wird laut Hutchison bei der Verarbeitung eine natürliche Kompression ausgeübt, so dass Holzmehl “ausbenetzt” wird und Kunststoffpolymere vor dem Entzug der flüchtigen Bestandteile einwandfrei durchmischt werden.

Konische Schneckengeometrie für die WPC-Verarbeitung prädestiniert

Der konische Doppelschneckenextruder TC86 sei für die Verarbeitung von Holz- und Faser-Verbundwerkstoffe mit bis zu 70 % Faseranteil prädestiniert. Das Verarbeitungsergebnis sind homogene Schmelzen aus unterschiedlichen Rohstoffen: wie natürliche und synthetische Fasern, wärme- und scherempfindlicher thermoplastischen Kunststoffen, Farbpigmenten, Kupplungs- und Nukleierungsmittel.

Cinncinati liegt bei der WPC-Extrusionsanlagen vorn

Cinncinati Milacron Extrusion Systems sieht sich als weltweiter Marktführer bei Extrusionsanlagen für WPC-Halbzeuge. Man hat bereits mehr als 280 Anlagen für die Verarbeitung von WPC installiert. Aus diesen Verbundwerkstoffen mit Holz- oder Naturfasern und thermoplastischer Kunststoffmatrix werden zum Beispiel Halbzeuge für Böden und Geländer extrudiert.

Josef-Martin Kraus | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/kunststoffundgummiverarbeitung/extrudieren/articles/79706/

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