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Sinumerik als Kommunikationszentrale der Werkzeugmaschine

06.07.2007
IT-Kommunikation, Profinet, W-LAN und GPRS über die Steuerung verwalten

Auf der diesjährigen EMO zeigt Siemens Automation and Drives (A&D) die Profinetanbindung für die Werkzeugmaschinensteuerung Sinumerik 840D sl.


Als Profinet-Controller übernimmt die Sinumerik in der Maschine auch die Ansteuerung dezentraler I/Os oder des Systems Sinamics S120 als Positionierantrieb. Hierzu können sowohl kabelgestützte Anbindungen als auch W-LAN-Kommunikation verwendet werden.

Mit Profinet verfügen auch Werkzeugmaschinen über ein Echtzeit-Ethernet-System, das die Anforderungen aus IT, Automatisierung und Bewegungsführung erfüllt. Offene Standards erlauben zudem die Kommunikation über W-LAN oder GPRS.

Mit Sinumerik 840 D sl und Profinet stehen dem Anwender hochperformante Systeme zur Verfügung. Hohe Achszahlen, große Datenmengen bei geringen Zykluszeiten können via 840D sl mit Profinet über einen Bus verwaltet werden. Für den Maschinenhersteller bedeutet dies mehr Flexibilität durch modulare und mechatronische Maschinenkonzepte, sowie eine leistungsfähige Kommunikation zu anderen Steuerungen, beispielsweise zu OPC-Servern oder dem Service-Programmiergerät.

So können komplexe und modulare Werkzeugmaschinen, zum Beispiel in der Flugzeugindustrie, auch in ihrer großen Ausdehnung einfach betrieben werden. Die Dimension der Werkstücke in der Flugzeugindustrie sowie deren Flexibilität machen häufig den Einsatz verteilter Automatisierungskomponenten, intelligenter I/Os und von Positionierantrieben notwendig. Hier erlaubt die Anbindung über W-LAN die kabellose gleichzeitige Übertragung der Diagnosedaten und die Darstellung wichtiger Betriebsparameter.

Modulare objektorientierte Anlagenkonzepte werden über Profinet CBA unterstützt. Damit ist die Controller-Controller-Kommunikation zwischen Werkzeugmaschinen in Echtzeit möglich. Anlagen mit über hundert Werkzeugmaschinensteuerungen, die mittels Profinet CBA verbunden sind, werden derzeit installiert.

Mit GPRS können die Kommunikationsschnittstellen drahtlos an Remote-Servicezentralen angebunden werden. Anlagen und Maschinen sind so unabhängig vom Einsatzort kontrollierbar. Das erschließt zusätzliche Einsparpotenziale für den Betreiber. Für die Steuerung Sinumerik wird das MD740-1-Modul aus dem Simatic Net System verwendet. Wichtige Informationen über Maschinenzustände können zudem per E-Mail verschickt werden. Via E-Mail-Client werden ohne Verzögerung die Spezialisten in der Servicezentrale oder der Maschinenbetreiber über eine Störung informiert. Zur schnellen Behebung des Problems werden zusätzlich zur Fehlermeldung alle notwendigen Daten der Maschine an den Servicetechniker gemeldet. Das verkürzt die Fehleridentifizierung und -analyse erheblich und gewährleistet eine höhere Verfügbarkeit der Maschine.

Die Steuerung Sinumerik ist gegen Angriffe aus dem Netz gesichert. Mit Scalance S von Simatic Net wird auch die Werkzeugmaschinensteuerung vor Datenspionage und Datenmanipulation, vor Überlastung des Kommunikationssystems, vor gegenseitiger Beeinflussung und vor Fehladressierung geschützt. Die benutzerfreundliche und einfache Konfiguration und Administration ist ohne Spezialkenntnisse über IT-Security möglich. Es sind keine Änderungen oder Anpassungen der vorhandenen Netzstruktur erforderlich.

Leseranfragen bitte unter Stichwort „AD 1428“ an:
Siemens Automation and Drives, Infoservice, Postfach 2348, D-90713 Fürth. Fax ++49 911 978-3321 oder E-Mail: infoservice@siemens.com

Volker M. Banholzer | Siemens A&D
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/sinumerik
http://www.siemens.de/automation/presse

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