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Erhöhte Schmelzehomogenität für verbesserte Plattenqualität bei Extrudern

25.06.2007
Eine höhere Oberflächenqualität bei Kompaktmaterialplatten und eine bessere Zellstruktur bei Schaumplatten sind das Arbeitsergebnis der neuen Extruderbaureihe von Krauss-Maffei Berstorff.
Sie wird auf der K 2007 (Halle 15, Stand CA23/B24/C24) zu sehen sein. Die Doppel- und Einschneckenextruder verarbeiten PVC und Polyolefine in hoher Homogenität – und erschließen damit laut Krauss-Maffei Berstorff Produktivitätsreserven.

Bei der Extrusion von PVC-Platten sieht Krauss-Maffei Berstorff einen immer stärkere Verbreitung der 32D-Technik am Markt. Dadurch werde eine bessere Schmelzehomogenität geboten und das Verarbeitungsfenster verbreitert. Der hohe spezifische Durchsatz ermögliche, mit einer relativ kleinen Schneckendrehzahl einen hohen Plattenausstoß zu erreichen. Während des Aufschmelzens wird bei den 32D-Extrudern im Vergleich zu konventionellen Bauarten wenig Scherenergie und stattdessen mehr Heizenergie in den Kunststoff eingebracht. Das erhöhe die Flexibilität des Extruders und führe zu einer schonenden Rohstoffaufbereitung.

Das Ergebnis der hohen Schmelzehomogenität schlägt sich laut Krauss-Maffei Berstorff positiv in der Oberflächenqualität der Platten nieder. Darin wird ein wesentlicher Vorteil bei der Herstellung kompakter, tiefziehfähiger Platten gesehen. Aus diesen Vollmaterial-Platten werden Tür- oder Wandverkleidungen mit hohen optischen Ansprüchen hergestellt.

Für der Herstellung PVC-Schaumplatten sind die Doppelschneckenextruder der 32D Baureihe von Krauss-Maffei Berstorff prädestiniert: sowohl bei der Herstellung einschichtiger Freischaumplatten als auch bei der Fertigung coextrudierter Mehrschichtplatten. Aufgrund der erhöhten Homogenität der Schmelze verbessere sich die Schaumstruktur der Platten. In Europa werden geschäumte PVC-Platten überwiegend im Messebau und in der Werbung verwendet. In den USA kommen diese Halbzeuge beispielsweise bei Fassadenverkleidungen an Bauwerken und als Zaunelemente zur Anwendung.

Mit den 36D-Einschneckenextrudern hat der Maschinenbauer leistungsfähige Ausführungen zur Extrusion von Polyolefin-Platten im Programm. Im Vergleich zu bisherigen Ausführungen wurde die Verfahrenseinheit verlängert, wodurch sich die thermische Homogenität bei gleich bleibend niedriger Schmelzetemperatur deutlich verbesserte. Die Extruder erreichen laut Krauss-Maffei Berstorff hohe Massedurchsätze sowie eine konstant hohe Plattenqualität.

Die Nutbuchse und eine speziell entwickelte Schneckengeometrie führen – so heißt es – bei der Extrusion von Polyolefin-Platten dazu, dass die Schmelze mit konstantem Druck gefördert wird. Dadurch kann auf den Einsatz einer Schmelzepumpe in der Regel verzichtet werden. Aufgrund der thermischen Homogenität der Schmelze stellt sich über die gesamte Plattenbreite ein gleichmäßiges Temperaturprofil ein. Dies reduziere innere Spannungen und optimiere die Planlage der Platten.

Kompaktplatten aus PP und PE-HD werden im Anlagen- und Behälterbau in der chemischen Industrie verwendet. Weitere Anwendungen werden vom Maschinenbauer bei der Herstellung von Batteriegehäusen, Lagercontainern und Sammelbehältern für Kläranlagen gesehen.

Auch bei der Verarbeitung treibmittelhaltiger Schmelzen zur Herstellung geschäumter Polyolefin-Platten zeigten die 36D-Einschneckenextruder von Krauss-Maffei Berstorff verfahrenstechnische Vorteile, heißt es. Die Homogenität der Schmelze führe in Kombination mit einer speziellen Breitschlitzdüse zu einer gleichmäßigen Schaumstruktur und zu hochwertigen Oberflächen.

Josef-Martin Kraus | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de

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