Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Skinformtechnik von Krauss-Maffei flexibilisiert die Produktion spritzgegossener Mehrkomponententeilen

25.06.2007
Mit der Integration des Skinform-Verfahrens für die PUR-Verarbeitung in Spritzgießmaschinen mit Wendeplatte erhöht Krauss-Maffei die Flexibilität in der automatischen Großserienfertigung von Mehrkomponententeilen.
Diese Verfahrenskombination, die auf der K 2007 (Halle 15, Stand A23/B24/C24) zu sehen sein wird, ermöglicht die Beschichtung thermoplastischer Kunststoffträger mit Polyurethanschichten in unterschiedlicher Dicke und Farbe ohne Umrüstung.

Polyurethan (PUR) eignet sich laut Krauss-Maffei für die Oberflächenveredelung aufgrund der angenehmen Haptik und hohen Kratzfestigkeit. Die Härte des Kunststoffs lässt sich den jeweiligen Anforderungen anpassen. Die PUR-Schicht kann den Anforderungen entsprechend in bestimmten Bereichen dicker oder dünner eingestellt werden und eröffnet damit laut Maschinenbauer höhere Freiheitsgrade beim Design.

Das Skinform-Verfahren integriert die PUR-Verarbeitung in den Spritzgießprozess. Das Verfahren eignet sich besonders für die automatische Serienfertigung im so genannten One-shot-Prozess ohne manuelle Nachbearbeitung.

Mit der neu konzipierten Wendeplattenmaschine, die Krauss-Maffei erstmals auf der K 2007 präsentiert, wird im ersten Takt ein komplexer thermoplastischer Kunststoffträger gefertigt. Danach veredelt die Maschine den Kunststoffträger in einem zweiten Takt mit PUR-Oberflächen in verschiedenen Farben. Das großflächige Innenraumbauteil wurde für die Serie nach OEM-Vorgaben entwickelt und wird in Serienfahrzeuge zur Prüfung eingebaut.

Das Einbringen des PUR-Werkstoffs ins Werkzeug erfolgt über einen PUR-Mischkopf. Er ist fest am Werkzeug montiert. In jedem Takt entsteht somit bei entsprechender Werkzeugbestückung ein fertiges Bauteil. Dabei können verschiedene PUR-Bereiche in unterschiedlichen Farben auf dem Bauteil ausgeführt werden. Auf der Maschine, die auf der Messe zu sehen sein wird, kommt der Mehrfarbenmischkopf ULKP-2KVV+2K von Krauss-Maffei zur Anwendung, bei dem die Farbe erst in der Mischkammer über das Farbdosiersystem Microdos zugegeben wird. Dadurch lasse sich die Einfärbung der mit PUR veredelten Bereiche – falls erforderlich – von Schuss zu Schuss wechseln, heißt es.

Das Farbdosiersystem Microdos reduziert laut Krauss-Maffei die Rüstzeiten beim Farbwechsel auf ein Minimum. Alle farbführenden Systemkomponenten sind in einem Farbwechselmodul zusammengefasst, das beim Wechsel auf eine andere Farbe komplett ausgetauscht wird. Das verhindere eine Farbverschleppung, das ansonsten nötige Spülen der Anlagenteile entfällt.

Auf der Messe werden die fertigen Teile von einem 6-Achs-Roboter aus dem Werkzeug entnommen, der in die Fertigungszelle integriert ist. Dieses Handlingsystem kann weitere Nachfolge- und Montagearbeiten übernehmen.

Zusammen mit dem tschechischen Automobilzulieferer Cadence Innovation (Halle 8b, Stand H62), der Erfahrungen aus Werkzeugbau und Serienproduktion für hochwertige, großflächige Bauteile in diese Entwicklung eingebracht hat, entstand laut Krauss-Maffei ein Bauteil, bei dem die Anforderungen der OEM an diese Verfahrenstechnik umgesetzt wurden.

Josef-Martin Kraus | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de

Weitere Berichte zu: Bauteil Kunststoffträger Mehrkomponententeil Takt Werkzeug

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau
28.04.2017 | Technische Universität Chemnitz

nachricht Induktive Lötprozesse von eldec: Schneller, präziser und sparsamer verlöten
27.04.2017 | EMAG eldec Induction GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie