Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Festo-Gesamtpaket für Diagnose und Condition Monitoring

18.04.2007
Fehler erkennen, lokalisieren, vermeiden – geeignete Systeme zu Condition Monitoring und Diagnose sorgen dafür, Maschinenstillstände auf ein Minimum zu reduzieren.

Diese beschränken sich aber nicht auf einzelne Komponenten: Von Festo gibt es ein Gesamtpaket zu Condition Monitoring, das Sensorik, Kamerasysteme, Ventilinseln, Visualisierung, Front-End-Controller und Dienstleistungen umfasst.

In einer Anlage werden Snap-Armbänder schnell aus einem Lager ausgefasst, bedruckt und ausgelagert. Dabei drückt die elektrische Achse DGE-RF beim Bedrucken auf die Tube, während die pneumatische Achse DGPiL die Armbänder an die Positionen transportiert. Ein Bedienpult kann mögliche Fehler anhand der Diagnosefunktionen der Ventilinsel CPX/MPA anzeigen.

Die Vorgänge werden mit dem kompakten Kamerasystem SBOX-M überwacht. Dank der hohen Abtastrate von 185 bis 2000 Bildern pro Sekunde lassen sich nun mit dem Kamerasystem SBOC-M/SBOI-M einzelne oder periodisch schnelle Bewegungsabläufe genau analysieren und optimal einstellen. Treten während der Inbetriebnahme der Maschine Fehler auf, hilft die Kamera, die Ursache schneller zu ermitteln und Störungen von vorneherein zu vermeiden.

Das modulare Ventilinselkonzept CPX/MPA oder CPX/VTSA, eine Kombination aus dem Remote-IO-Terminal CPX und der Magnetventilinsel MPA oder VTSA, zeigt sofort Fehlerquelle, -ort und Maßnahmen an. Dazu gehören die Fehlererkennung und -lokalisierung als modul- oder kanalorientierte Diagnose der E/As, die Ventildiagnose pro Kanal, Klartextanzeige vor Ort und Datenaufbereitung und -übertragung über Feldbus. Bei einer Ausbaustufe mit Ethernetschnittstelle sind auch integrierte IT-Lösungen wie Fernwartung, E-Mail- oder SMS-Alarm und Diagnose-Trace mit Fehlerspeicher inklusive.

Zur vorausschauenden Wartung dienen bei CPX/MPA die integrierten Features zum Condition Monitoring wie Schaltspielzähler, permanente Überwachung der Spulenströme für Magnetventile sowie der modulweisen Kontrolle der Spulenspannung für Magnetventile.

Mit einem Ethernetanschluss auf CPX sind Diagnosedaten sofort und weltweit als integrierte IT-Lösung verfügbar. Über das Zählen von Zyklen lassen sich Wartungseinsätze bestimmen. Im Störfall kann das Modul den Fehlerort weitermelden. Sind die Werte bekannt, lassen sich Stillstände durch rechtzeitige Wartung vermeiden, Produktionsabläufe optimal steuern und Störungsursachen schneller beseitigen. Ventilinseln sind mit ihrer Verbindung von Elektrik, Pneumatik und Networking ideale Orte für die maschinennahe Diagnose. Ein Softwarepaket wie der CPX-Web-Monitor macht alle Diagnosedaten der CPX dynamisch in einem Web-Browser sicht- und anwendbar im lokalen Anlagennetzwerk, im Intranet oder weltweit.

In die modulare elektrische Peripherie CPX kann ein Front-End-Controller CPX-FEC integriert werden, der im Feld autarke Steuer- und Regelkreise, komfortable Visualisierung vor Ort sowie Vorverarbeitung am Feldbus ermöglicht. Per Fernwartung können Anlagenbetreiber ihre Maschinen von jedem beliebigen Ort im Auge behalten und Konfigurationen durch Online-Zugriff verändern: CPX-FEC verbindet Automatisierungs- und Informationstechnologie, ebenso die Feldbusknoten mit den Industrial-Ethernet-Protokollen Profinet IO, Ethernet IP oder EtherCat. Die Ethernetschnittstelle macht nicht nur das Vernetzen von Automatisierungskomponenten untereinander möglich, sondern eröffnet den Zugang zu allen gängigen IT-Diensten.

Die Überwachung von Durchfluss und Druck in den Pneumatikschläuchen übernehmen die Sensoren SDE1 und MS6-SFE. Sie liefern permanent aktuelle Werte für den Soll/Ist-Vergleich an die CPX, das modulare elektrische Terminal für Ventilinseln. Eine anwendungsspezifisch erstellte Software realisiert und visualisiert mit diesen Daten punktgenau, ob es sich um Leckagen handelt, die beispielsweise durch gelockerte Verschraubungen, Drosselungen aufgrund geknickter Schläuche oder Dejustage handelt. Via Front-End-Display FED werden Störungen in punkto Zykluszeiten, Luftverbrauch oder Leckagen vor Ort angezeigt.

Neben den Automatisierungskomponenten im Diagnosesystem erhöhen die Festo-Services Maschinenverfügbarkeit und Prozesssicherheit. Die Analyse und Optimierung der Druckluftqualität sorgt für präzise und langzeitstabile Messergebnisse, besonders bei Dauereinsatz der Durchflusssensoren im rauen Umfeld der Fertigung. Erst optimale Druckluftqualität erhöht die Lebensdauer von Sensoren und pneumatischen Komponenten in der Gesamtanlage. Mit dem Energy Saving Service lassen sich Leckagen beseitigen.

Bei kundenspezifischen Condition-Monitoring-Projekten bietet Festo unterstützende Dienstleistungen an. Diese reichen von der Planung und optimalen Auslegung der individuellen Condition-Monitoring-Lösung durch Spezialisten über vorbereitende Analysen von Druckluftverbrauch und -qualität bis hin zu Einbauempfehlungen und der Inbetriebnahme.

Jürgen Schreier | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de

Weitere Berichte zu: CPX CPX/MPA Condition Kamerasystem Leckagen Monitoring

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Stresstest über den Wolken
21.06.2017 | Hochschule Osnabrück

nachricht 3D-Druck im Mittelstand etablieren
20.06.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Future Security Conference 2017 in Nürnberg - Call for Papers bis 31. Juli

26.06.2017 | Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges

26.06.2017 | Förderungen Preise

Fahrerlose Transportfahrzeuge reagieren bald automatisch auf Störungen

26.06.2017 | Verkehr Logistik

Forscher sorgen mit ungewöhnlicher Studie über Edelgase international für Aufmerksamkeit

26.06.2017 | Physik Astronomie