Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Höhere Effizienz durch Synergien

11.04.2007
Das breiteste Produktspektrum aller Wälzlageranbieter präsentiert die Schaeffler-Gruppe mit den Marken Ina, FAG und Luk auf der Hannover-Messe.

Auf dem 930 m2 großen Messestand in Halle 21 zeigt das Unternehmen dabei nicht nur Lösungen für die Kunden aus dem Industriebereich, sondern auch Innovationen der Automotive-Sparte.

„Damit nutzen wir die Synergien unserer drei großen Marken und zeigen, dass Erkenntnisse, die in einem Segment gewonnen werden, auch auf andere übertragbar sind. Unsere Kunden profitieren von einem Entwicklungsteam mit weltweit mehr als 5000 Mitarbeitern“, sagte Robert Schullan, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Schaeffler-Gruppe Industrie.

Die Innovationen und Lösungen zu den Messeleitthemen Energieeffizienz, Total Cost of Ownership und Leistungssteigerung präsentiert die Schaeffler-Gruppe zielgruppengerecht auf anwendungsbezogenen Themeninseln. Zu den Highlights zählen unter anderem die Hochgeschwindigkeits-Linearführung Kuve..-B-HS, neue Lager in X-life-Qualität und ein neu entwickeltes Axial-Pendelrollenlager.

Weiter interessant sind direkt angetriebene Einheiten der Mechatronik-Tochter Idam oder Wälzlager, die auch unter widrigen Umständen wie extreme Kälte oder Hitze, Wasser oder Säure problemlos laufen. Sämtliche Produkte verfügen über eine hohe Gebrauchsdauer, maximale Leistung und minimale Reibung und tragen damit wesentlich zu einer effizienteren Energienutzung bei.

Ein Beispiel für hohe Energieeffizienz ist das vierreihige Schrägkugellager „Twin Tandem“, das in Kfz-Radlagern die bislang verwendeten Kegelrollenlager ersetzt. Die geringe Reibung und die damit einher gehende Energieeinsparung wird auf der Messe eindrucksvoll demonstriert: Auf einem Simulationspodest werden zwei Räder kurz beschleunigt, dann rollen sie aus. Das eine Rad ist konventionell mit Kegelrollenlagern, das andere mit „Twin Tandem“ gelagert.

Das Ergebnis: Das konventionell gelagerte kommt nach etwa fünf Umdrehungen zum Stillstand, das andere läuft und läuft und läuft… In Zahlen ausgedrückt: Die Schaeffler-Ingenieure haben die Reibung um etwa 50% reduziert. Bei einem CO2-Ausstoß eines Fahrzeugs von 300 g/km ergibt sich bei einer jährlichen Fahrleistung von 15 000 km eine rechnerische Reduktion der CO2-Emission von 67,5 kg pro Jahr und Fahrzeug. „Dieses Prinzip ist auch auf andere Anwendungsgebiete übertragbar“, erklärte Schullan.

Einen interessanten Blick in die Zukunft bietet eine Themeninsel, auf der aktuelle Entwicklungsprojekte vorgestellt werden. Insbesondere werden hier zwei unkonventionelle Wälzlager-Bauformen gezeigt. Das so genannte Kugelrollenlager kombiniert die besten Eigenschaften der Wälzkörper Kugel und Rolle und benötigt damit weniger Bauraum. Als ein- oder als zweireihiges Lager kann es deutlich höhere Belastungen ertragen. Mit dem Einsatz der Kugelrolle kann man die Leistungsdichte der Aggregate weiter erhöhen und die Gebrauchsdauer weiter steigern. Dadurch wird die Maschine wettbewerbsfähiger.

Neu ist auch das „Tube Roller Bearing“. Der Clou: Einige der Wälzkörper des Lagers sind hohl, haben dafür einen minimal größeren Durchmesser. Das verhindert den Schlupf bei unterschiedlichen Lastzuständen, ohne die sonstige Leistungsfähigkeit zu vermindern.

Bei Wälz- und Gleitlagerungen geht es in erster Linie darum, Reibung zu minimieren. Die Luk Friction GmbH, Tochtergesellschaft der Schaeffler-Gruppe, will genau das Gegenteil: durch gezielt eingesetzte Reibung Bewegung schnell und kontrolliert abbremsen. Ihre Produkte, die auch in Hannover zu sehen sind, werden beispielsweise in Überlastkupplungen von landwirtschaftlichen Maschinen eingesetzt. Sie tun bei Fliehkraftbremsen und Kupplungen in Motorsägen und Separatoren Dienst, sie arbeiten in Radladern oder in Aluminiumwalzwerken.

Neue Anwendungen stellen immer höhere Anforderungen an das Reibmaterial – das bei Luk Friction übrigens aus umweltverträglichem Material besteht. Einerseits geht es um Gleitfähigkeit, hohe Temperaturbeständigkeit und Verschleißverhalten, andererseits um Reibkontakt und Festigkeitsanforderungen. Auch hier kommen die Synergien innerhalb der Schaeffler Gruppe zum Tragen: Sämtliche Kupplungsbeläge können umfassend auf den Automotive-Anlagen getestet werden – das ist, so Schullan, einzigartig in der Branche.

Auf der Messe werden nicht nur Wälzlagerlösungen präsentiert, sondern auch Produkte und Dienstleistungen wie Condition Monitoring oder E-conditioning aus dem Portfolio der Service-Tochter FAG Industrial Services (F‘IS). Messepremiere feiert das Condition-Monitoring-System FAG-Procheck. Dabei handelt es sich um ein modular aufgebautes Online-Überwachungssystem, das sich in bestehende Strukturen von Stahl-, Aluminium- und Zementwerken oder in Papiermaschinen integrieren lässt.

Reinhold Schäfer | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de

Weitere Berichte zu: Reibung Schaeffler-Gruppe Schullan Synergie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht rollFEED® Turning auf EMAG Maschinen: Tempomacher für die Drehbearbeitung
17.10.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

nachricht Schuler-MSC2000-Dual-Servopresse am Fraunhofer IPT für Werkzeugtests und Entwicklungsprojekte
17.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

18.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik