Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vollkommen neuartig gewechselt

13.04.2007
Wismarer Professor präsentiert neuartiges Drehwerkzeug als Forschungs- und Entwicklungsergebnis auf der Hannover Messe Industrie

Am Bereich Maschinenbau der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Hochschule Wismar wird auch auf dem Gebiet der Entwicklung neuer Werkzeugsysteme geforscht. Professor Dr.-Ing. habil. Ralf-Jörg Redlin stellt in diesem Jahr auf der Hannover Messe in Halle 2, Stand C39, vom kommenden Montag an, dem 16. April 2007, einen Teil der Forschungsergebnisse, ein Drehwerkzeug mit integriertem Schneidplattenwechsel, aus.

Wachsender Wettbewerbsdruck zwingt Unternehmen des Maschinenbaus, den aktuellen Stand der Fertigungstechnik nicht zu verpassen und mit der vorhandenen Fertigungstechnik im eigenen Betrieb nicht in Rückstand zu geraten. Dazu gehören insbesondere klein- und mittelständische Unternehmungen aus dem Bereich der Zulieferungen. Das betrifft nicht nur Investitionen in neue Werkzeugmaschinen, sondern auch Investitionen in die sich mit hoher Geschwindigkeit entwickelnden Schneidstoffe und Werkzeugsysteme der spanenden Bearbeitung.

Ab September 2005 konnte mit Hilfe von Fördermitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und durch die Unterstützung der Firma SPS GmbH in Moitin an der Wismarer Hochschule mit der Entwicklung und dem Bau eines vollkommen neuartigen Drehwerkzeugsystems begonnen werden. Nach 18 Monaten Forschungs- und Entwicklungsarbeit sowie der Erprobung steht ein Drehwerkzeug zur Verfügung, welches nicht nur wie üblich eine Schneidplatte enthält, sondern vier Schneidplatten. Die bisherige Drehtechnologie auf CNC-gesteuerten Drehmaschinen läuft so ab, dass bei einer verschlissenen Schneidplatte das komplette Drehwerkzeug gewechselt und durch ein Schwesterwerkzeug ersetzt wird. Dieser Vorgang erfolgt in der Regel manuell durch den Maschinen¬bediener und dauert zwischen 15 bis 30 Sekunden. Die dafür benötigte Zeit, während der die Maschine stillgesetzt wird, nennt man Werkzeugwechselzeit.

Das neue und bereits zum Patent angemeldete Drehwerkzeug wechselt bei einer verschlissenen Schneidplatte automatisch über die CNC-Steuerung der Drehmaschine zur nächsten unverbrauchten Schneidplatte. Die Werkzeugwechselzeit beträgt jetzt nur noch ca. 25 Prozent der ursprünglichen manuellen Werkzeugwechselzeit. Der wirtschaftliche Nutzen bei der Fertigung großer Stückzahlen, denn dafür ist diese Werkzeugentwicklung prädestiniert, ist sehr groß. Es werden die Stückkosten und die Stückzeit reduziert, was zusätzliche Fertigungskapazität schafft und den Preis pro Stück für Verbraucher beziehungsweise Auftraggeber günstiger macht. Außerdem wird die Werkzeugkapazität innerhalb der Drehmaschine erhöht ohne konstruktive Änderungen am bestehenden Werkzeug¬revolver. Denn das neue Drehwerkzeug beinhaltet selbst einen Art Werkzeugrevolver zur Aufnahme der vier Schneidplatten. Es muss lediglich eine kleine Anpassung in der Steuerung der Drehmaschine vorgenommen werden.

Das Drehwerkzeugsystem ist auf dem Gemeinschaftstand "Forschung für die Zukunft" in Halle 2, Stand C 39 zu sehen. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt an Prof. Dr.-Ing. habil. Ralf-Jörg Redlin, Tel.: (03841) 753 430 bzw. E-Mail: r.redlin@mb.hs-wismar.de.

Kerstin Baldauf | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-wismar.de

Weitere Berichte zu: Drehmaschine Drehwerkzeug Schneidplatte Werkzeugwechselzeit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht rollFEED® Turning auf EMAG Maschinen: Tempomacher für die Drehbearbeitung
17.10.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

nachricht Schuler-MSC2000-Dual-Servopresse am Fraunhofer IPT für Werkzeugtests und Entwicklungsprojekte
17.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Gitterdynamiken in ionischen Leitern

18.10.2017 | Förderungen Preise

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

18.10.2017 | Medizin Gesundheit