Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Flamm- und UV-geschütztes Polycarbonat von Bayer erfüllt hohe Designansprüche

22.03.2007
Bayer Materialscience hat die Palette flammgeschützter Polycarbonat-Werkstoffe um vier Varianten erweitert.

Beim Polycarbonat Makrolon 2467 und 6357 handelt es sich laut Kunststofferzeuger um unverstärkte, besonders fließfähige, transparente (transluzente) Werkstoffe. Dagegen wurde die Variante Makrolon 6267 als unverstärkter, gut fließender, opaker Werkstoff am Markt eingeführt. Der Typ Makrolon 9417 ist dagegen ein mit Polycarbonat mit zehn Gewichtsprozent Faserverstärkung.

„Wir reagieren damit auf eine verstärkte Nachfrage aus der Elektro-, IT- und Hausgeräteindustrie nach flammgeschützten Thermoplasten, die wirtschaftlich vor allem zu transparent oder transluzent eingefärbten Bauteilen mit komplexen, filigranen Geometrien verarbeitet werden können“, erläutert Hans Franssen, Experte im technischen Produktmanagement für flammgeschützte Polycarbonat-Werkstoffe bei Bayer Materialscience. „Wenn zugleich eine hohe Wärmeformbeständigkeit verlangt wird, sind unsere neuen Werkstoffe das Material der Wahl.“

Potenzielle Anwendungen werden beispielsweise bei Gehäusekomponenten von Fernsehern, Monitoren, Notebooks und Elektrogeräten, aber auch bei Stecker, Steckerleisten, Elektroverteiler- und Sicherungskästen gesehen. Alle vier Werkstoffe sind UV-stabilisiert, weshalb sie den Angaben zufolge auch im Außenbereich eingesetzt werden können.

„Die Materialentwicklung war anspruchsvoll, weil die Additivierung eines besonders fließfähigen Thermoplasten mit Flammschutzmitteln andere Produkteigenschaften oft negativ beeinflusst. Es gelang uns jedoch, ein ausgewogenes Eigenschaftsbild zu erzielen“, berichtet Franssen. So verweist der Werkstoffexperte trotz Additivierung zum Beispiel beim Polycarbonat Makrolon 2467 und 6267 darauf, dass beide Werkstoffe so leicht fließend sind wie der Standard-Spritzießtyp Makrolon 2405, der nicht flammwidrig ausgerüstet ist.

Die Additiv-Paktete der vier Polycarbonat-Werkstoffe sind antimon-, chlor- und bromfrei. Damit entsprechen sie laut Kunststofferzeuger den zwei neuen EU-Richtlinien zur Entsorgung von Kunststoffen aus Elektro- und Elektronikgeräten, der WEEE (Waste Electrical and Electronic Equipment) und der RohS (Restriction of the Use of Hazardous Substances in Electrical and Electronic Equipment). Außerdem erfüllten sie die Kriterien der wichtigsten Ökolabel wie „TCO 05“ oder „Blauer Engel“.

Aufgrund der hohen Brandwidrigkeit werden sie auch der kürzlich verschärften Haushaltsgerätenorm IEC 60335-1 gerecht. So entsprechen die Werkstoffe den Glühdrahtentflammbarkeitszahlen nach IEC 60695-2-12 (Glow Wire Flammability Index, GWFI) und den Glühdrahtentzündungstemperaturen nach IEC 60695-2-13 (Glow Wire Ignitability Temperature, GWIT).

Die Polycarbonat-Werkstoffe Makrolon® 6267 und 9417 erfüllen den Anfaben zufolge die Brandschutznorm UL 94 V (Underwriter Laboraties) – mit der Klassifizierung V-0 bei 1,5 mm Wanddicke. Der Werkstofftyp Makrolon 9417 erreiche außerdem im Brandtest UL 94-5V die Klasse 5VA bei 3 mm Wanddicke.

Josef-Martin Kraus | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de
http://www.makrolon.de

Weitere Berichte zu: Glow IEC Makrolon Polycarbonat Polycarbonat-Werkstoff

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Gewicht von Robomotion-Greifer um 60 Prozent reduziert
31.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht Assistenzsysteme für die Blechumformung
28.07.2017 | Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer IPM präsentiert »Deep Learning Framework« zur automatisierten Interpretation von 3D-Daten

22.08.2017 | Informationstechnologie

Globale Klimaextreme nach Vulkanausbrüchen

22.08.2017 | Geowissenschaften

RWI/ISL-Containerumschlag-Index erreicht neuen Höchstwert

22.08.2017 | Wirtschaft Finanzen