Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Entwicklungsfähige Wasserstoffmotoren

07.02.2007
Moderne Wasserstoff- und Gasmotoren arbeiten zwar schon vergleichsweise umweltfreundlich, doch können Schadstoffausstoß und Kraftstoffverbrauch noch besser reguliert werden.

Der Lehrstuhl für Technische Thermodynamik der Universität Erlangen-Nürnberg beteiligt sich unter der Leitung von Prof. Dr. Alfred Leipertz und Prof. Dr. Michael Wensing an einem Forschungsprojekt zur Weiterentwicklung solcher Motoren, das von der Erlanger Firma ESYTEC Energie- und Systemtechnik GmbH geleitet und in Kooperation mit der BMW Group durchgeführt wird. Das auf drei Jahre angelegte Forschungsvorhaben "Gemischbildung/Verbrennung Wasserstoffmotor" hat einen Umfang von rund 1,3 Millionen Euro und wird von der Bayerischen Forschungsstiftung mit 600.000 Euro unterstützt.

Spezielle Lasermesstechniken erforderlich

Das kürzlich gestartete Forschungsprojekt soll einen direkten Beitrag zur weiteren Umweltentlastung beim Betrieb moderner Wasserstoff- und Gasmotoren leisten. Um die Schadstoffemissionen, vor allem die Stickoxidwerte, verringern und den Kraftstoffverbrauch noch weiter senken zu können, ist es unverzichtbar, die Prozesse im Motor zuvor möglichst detailliert nachzuvollziehen.

Bei Benzin- und Dieselmotoren werden heute fortgeschrittene Lasermesstechniken angewendet, um exakte Daten über die Bildung des Kraftstoff-Luft-Gemisches und dessen Verbrennung zu sammeln. Der Lehrstuhl für Technische Thermodynamik hat diese Techniken seit Jahren, oftmals mit direkter Unterstützung der Firma ESYTEC, erfolgreich eingesetzt und weiterentwickelt. Diese Vorgehensweise soll nun auf Wasserstoffmotoren übertragen werden. Dafür werden spezielle Lasermesstechniken entwickelt.

Die Ergebnisse können auch als Grundlage für die Abstimmung von Simulationsrechnungen mit dem realen Motor genutzt werden. Die Hersteller von Wasserstoffmotoren können damit künftig Versuche effektiver planen und Simulationen genauer anpassen. Das verkürzt die Entwicklungszeit, so dass neue emissionsärmere Motoren schneller auf dem Markt zu erwarten sind.

Weitere Informationen für die Medien
Prof. Dr. Alfred Leipertz
Tel.: 09131/85-29900
sek@ltt.uni-erlangen.de

Ute Missel | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-erlangen.de/

Weitere Berichte zu: Gasmotor Lasermesstechnik Wasserstoffmotor

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Modulares Fertigungssystem für Kettenräder
15.03.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

nachricht Nimm zwei: Metallische Oberflächen effizient mit dem Laser strukturieren
15.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen