Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Lebensdauer von Turbinen-Schleifern steigt durch regelmäßigen Ölwechsel

23.07.2008
Selbst unter großen Belastungen wie in einer Gussputzerei reichen minimale Wartungsarbeiten aus, um die Zuverlässigkeit von Druckluft-Turbinenschleifern dauerhaft sicherzustellen. Die Aluminium Werke Villingen-Schwenningen, auf Aluminium-Sandguss spezialisiert, führen zweimal im Jahr selbst einen Ölwechsel an ihren Schleifern durch.

Eine Wartung von Druckluft-Turbinenschleifern in regelmäßigen Abständen steigert die Verlässlichkeit der Werkzeuge erheblich. Die druckluftbetriebenen Turboschleifmaschinen des Typs GTG 21 von Atlas Copco Tools sind bei AGVS tagtäglich in Betrieb, teilweise sogar in drei Schichten. Die Werker putzen damit komplexe Gussstücke aus Aluminium und dessen Legierungen, die im Sandgussverfahren hergestellt werden.

Jedes halbe Jahr erhält jeder Schleifer einen Ölwechsel. Ein Verfahren, das die AGVS nach einem Tipp des Service-Teams von Atlas Copco eingeführt haben. Zuvor hatten die Instandhalter zwar Erfahrung im Umgang mit den klassischen Lamellenantrieben, aber nicht mit der Instandhaltung von Turbo-Schleifern. Man hatte zunächst nicht gewusst, welche Folgen sich aus den hohen Umdrehungszahlen und dem hohen Drehmoment der Schleifer ergeben.

Aufwand für die Wartung der Schleifer ist gering

... mehr zu:
»Schleifer »Schleifmaschine

Ein Mitarbeiter hat die Verantwortung für die Ölwechsel übertragen bekommen, damit nicht jeder Werker selbst seine Maschinen warten muss. Der Aufwand für die Wartungsarbeiten ist dabei gering. Seit einer kurzen Unterweisung durch den Atlas-Copco-Service kann der Instandhalter vor Ort die Arbeiten ohne größere Komplikationen durchführen.

Zurückgreifen kann das Unternehmen dabei auf speziell abgestimmte Ölwechsel-Kits für die GTG-Schleifmaschinen. AGVS fährt mit diesem Konzept gut, denn trotz der hohen Belastungen erreichen die robusten Werkzeuge eine vergleichsweise lange Lebensdauer. Zudem kann man immer die volle Leistung der Schleifmaschinen nutzen.

Früher arbeiteten die Aluminium-Sandguss-Spezialisten vor allem mit älteren, elektrischen Werkzeugen. Auf der Suche nach zuverlässigen und zugleich leichten Schleifmaschinen entdeckte das Unternehmen die GTG-21-Schleifer für sich.

Anwender muss sich nicht um Einhaltung der Lärm- und Vibrationsgrenzwerte kümmern

Die Antriebsturbine des GTG 21, die mit ölfreier Druckluft arbeitet, hat keine Lamellen, die sich abnutzen. Zudem ist das in einem Ölbad laufende Getriebe speziell abgedichtet und damit speziell für den Einsatz unter rauen Bedingungen gedacht. Das Werkzeug liefert als Modell F120-13 eine maximale Leistung von 2,1 kW bei einem Gewicht von 1,8 kg. Mit einer 125er-Schleifscheibe erreicht es eine Drehzahl von 12000 min-1. Bei gleicher Leistung wiegt der etwas kräftigere F085-18 2,0 kg. Diese Version dreht eine 180er-Scheibe mit bis zu 8500 min-1. Die höheren Kosten für die Turbo-Schleifer amortisierten sich aufgrund ihrer hohen Abtragsleistung.

Hinzu kommt, dass durch den automatischen Unwuchtausgleich, den Autobalancer, der Vibrationspegel des GTG 21 unter 2,5 m/s² liegt – und damit unter dem Auslösewert der seit 2007 gültigen Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung. Auf diese Weise muss der Anwender sich nicht um die Einhaltung der Grenzwerte kümmern. Beim Autobalancer gleichen mehrere Kugeln im Ölbad die Unwucht aus und dämpfen so wirksam Vibrationen. Gleichzeitig sinkt der Schleifmittelverbrauch um bis zu 30%, die Arbeit wird produktiver.

Frenk Eillebrecht ist Produktmanager Materialbearbeitungswerkzeuge bei der Atlas Copco Tools Central Europe GmbH in Essen.

Frenk Eillebrecht | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/betriebstechnik/instandhaltung/articles/137741/

Weitere Berichte zu: Schleifer Schleifmaschine

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Gewicht von Robomotion-Greifer um 60 Prozent reduziert
31.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht Assistenzsysteme für die Blechumformung
28.07.2017 | Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie