Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innenhochdruckumformen jetzt auch auf kleinen Anlagen realisierbar

10.07.2008
Das Innenhochdruckumformen (IHU) eignet sich vorwiegend zur Herstellung gebogener Rohre. Waren zu Beginn der IHU-Ära wegen der hohen Drücke die Maschinen groß und schwer, so werden die Anlagen jetzt immer kleiner und kompakter. Eine neue Kompaktanlage von Schuler soll mit niedrigen Investitionskosten und schneller Verfügbarkeit punkten.

Überall dort, wo Hochleistungsmaschinen und -fahrzeuge entwickelt werden, steigt der Bedarf an komplex geformten Metallbauteilen, die extremen Anforderungen genügen und kostengünstig produziert werden müssen. Mit diesem Trend wächst im Automobil- und Maschinenbau sowie in der Luft- und Raumfahrtindustrie die Nachfrage nach Anlagen für die Innenhochdruckumformung (IHU), die auch als Hydroforming bekannt ist. Bei diesem Verfahren werden Rohre und Blechteile mit Hilfe von Flüssigkeit und einem Druck von bis zu 4000 bar in fast alle erdenklichen Formen gebracht.

Die Schuler Hydroforming in Wilnsdorf, ein Tochterunternehmen der Schuler AG, hat jetzt eine Kompaktanlage entwickelt, die ohne große Vorbereitung und lange Wartezeiten produktionsbereit sein soll. Bei der Konzeption und Entwicklung dieser Anlage hat Schuler sein gebündeltes Wissen aus der Produktion und Entwicklung von großen Pressen und Fertigungsanlagen nun auch in eine kleinere, kompakte Maschine eingebracht.

Compact Hydroformer für Serienfertiger konzipiert

... mehr zu:
»Innenhochdruckumform

Der so genannte Compact Hydroformer, wie die IHU-Anlage genannt wird, soll die Serienfertigung eines vielfältigen Bauteilespektrums in mittleren und großen Stückzahlen ermöglichen. Die kompakte Bauweise der Presse spart einerseits wertvolle Fläche, denn für ihre Aufstellung ist kein Fundament nötig. Andererseits verringern sich damit auch die Montage- und Inbetriebnahmezeiten. Darüber hinaus sind auch die Investitions- und Betriebskosten entsprechend niedrig.

Zu den wichtigsten Anwendern der Hydroforming-Technik zählen Unternehmen aus der Automobilindustrie, die in hoher Stückzahl innenhochdruckgeformte Teile wie Krümmer- und Abgassysteme aber auch Achsteile fertigen. IHU-Bauteile sind bis zu ein Drittel leichter als traditionell tiefgezogene und verschweißte Blechteile. Bei deutlich geringerer Wanddicke sind sie aber ebenso steif und daher auch für den Leichtbau geeignet.

Mit IHU-Teilen beim Kfz Gewicht sparen und den CO2-Ausstoß reduzieren

Besonders im Hinblick auf die immer strengeren Abgaswerte können Fahrzeughersteller mit IHU-Teilen bei ihren Konstruktionen Gewicht sparen. Das senkt Spritverbrauch und damit den CO2-Ausstoß. Letzterer wird – auch durch bevorstehende gesetzliche Änderungen – zu einer zunehmend wichtigen Kennzahl im Automobilgeschäft.

Kompakt-IHU-Anlage von Schuler ist schnell verfügbar

Der Compact Hydroformer passt sich gut an die unterschiedlichen Raumbedingungen an und lässt sich flureben in die bestehende Fertigung integrieren. Bei größeren Maschinen fallen dagegen schon vor dem Einbau Kosten für Fundament und Versorgung an. Wegen des modularen Aufbaus der Anlage sind die Investitions- und Betriebskosten um bis zu 30% geringer. Ein weiterer Vorteil ist die schnelle Verfügbarkeit der Anlagen: Vom Zeitpunkt der Auftragserteilung war die Maschine etwa drei Monate früher als eine herkömmliche Lösung produktionsbereit.

Dietmar Kuhn | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/umformtechnik/articles/136414/

Weitere Berichte zu: Innenhochdruckumform

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht IPH entwickelt Prüfstand für angetriebene Tragrollen
29.11.2016 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht LZH optimiert laserbasierte CFK-Nachbearbeitung für die Luftfahrtindustrie
24.11.2016 | Laser Zentrum Hannover e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie