Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ingenics entwickelt Konzept für Würth-Trainingsakademie und plant Schraubenfabrik

10.07.2008
Um die Fachkräfte auszubilden, die ab Ende 2008 im Würth Industry Park vor den Toren der nordchinesischen Millionenstadt Shenyang beschäftigt werden, hat die Würth-Gruppe ein eigenes Trainingszentrum in Betrieb genommen. Mit der Entwicklung des Trainingskonzepts und der damit verbundenen Fabrikplanung wurde das Ulmer Beratungsunternehmen Ingenics AG beauftragt.

Rund 100 Berufsschüler werden auf einer Fläche von 750 m² zu Fachkräften für die Schraubenproduktion ausgebildet. Im neuen Würth Industry Park wird zunächst die Arnold Fasteners (Shenyang) Co. Ltd. Schrauben und Verbindungselemente herstellen, die sowohl für den chinesischen Markt als auch für den weltweiten Vertrieb bestimmt sind. Noch im Jahr 2008 werden sich weitere Produktions- und Handelsunternehmen aus der Würth-Gruppe hier ansiedeln.

Die Würth-Gruppe will den Produktionsunternehmen, die sich im Industry Park ansiedeln werden, optimale Bedingungen für einen reibungslosen Start bieten. Ohne den Aufbau einer eigenen Trainingsakademie wäre die Bereitstellung von hinreichend qualifiziertem Personal nicht möglich – denn bei Würth legt man, neben der Qualifizierung neuer Mitarbeiter für die konkret benötigten Arbeitsabläufe, größten Wert auf die Vermittlung der Unternehmens- und Arbeitsphilosophie sowie des Qualitätsbewusstseins wie sie in den deutschen Produktionsunternehmen und Fertigungsstätten der Gruppe als Leitbild entwickelt wurden. Der Arbeitsmarkt in China bietet aber kein Personal, das den Anforderungen entspricht.

Trainingsstart bereits während des Baues des Würth Industry Park

... mehr zu:
»Schraubenfabrik

Die Anforderungen an die Ausbildung künftiger Fachkräfte wurden bei den Planungen für das Trainingszentrum von Beginn an berücksichtigt und in einem ausgereiften Gesamtkonzept umgesetzt. Neben der Trainingsstrategie spielt die Zusammenarbeit mit chinesischen Partnern eine wichtige Rolle. Mit der Entwicklung des Trainingskonzepts und der damit verbundenen Fabrikplanung wurde das Beratungsunternehmen Ingenics AG in Ulm beauftragt, das auf dem Gebiet der Fabrik-, Produktions- und Logistikplanung, insbesondere mit der Errichtung von Produktionsstätten in Asien große Erfahrung hat und seit einigen Jahren selbst in Shanghai vertreten ist. Der Umstand, dass Ingenics in Shenyang bereits erfolgreich eine Trainingsproduktion für einen deutschen Automobilhersteller aufgebaut hat, war eine zusätzliche Empfehlung.

Für die erste Phase des von Ingenics entwickelten Zwei-Phasen-Modells wurden für das theoretische und praktische Training Gebäude auf dem Gelände der Shenyang Equipment Engineering School (SEMES, eine technische Modell-Berufschule) angemietet. So konnte das Training noch während des Aufbaus des Würth Industrial Parks aufgenommen werden.

Training on the job nach Fertigstellung der Produktionsstätten

Nach Fertigstellung der Würth-Produktionsstätten und dem Umzug auf das Fabrikgelände beginnt die zweite Phase mit dem intensiven Training am Arbeitsplatz (on the job), wo den Auszubildenden alle notwendigen Grundfähigkeiten vermittelt werden, damit sie anschließend so selbstständig wie möglich komplexe Tätigkeiten in der Produktion übernehmen können. Dafür muss das Produktions-Know-how aus den deutschen Produktionsstätten nicht nur nach China transferiert, sondern auch an die spezifischen Bedingungen vor Ort angepasst werden.

Chinesische Werte mit westlichem Know-how gepaart

Mit dem Aufbau des Trainingszentrums und einer speziell auf China abgestimmten Trainingsstrategie, wird das Unternehmen den Anforderungen an die Qualität der Mitarbeiter und der kurzen Zeit bis zum Produktionsstart gerecht. Durch die Verbindung chinesischer Werte mit dem westlichen Know-how, lässt sich eine neue Art von Training etablieren, die ganz auf Offenheit und Akzeptanz gegenüber dem „Fremden“ basiert. Aufgrund der schnellen Anlaufkurve, durch effizientere Arbeitsabläufe und geringere Stillstandszeiten wird die Produktionsstätte von den durch den Trainingsbetrieb ermöglichten enormen Einsparungspotenzialen profitieren.

Eingefahrene Strukturen und Prozesse, die bei einem einfachen Know-how-Transfer kaum zu vermeiden sind, haben so keine Chance. Die intensive Zusammenarbeit mit der Ingenics AG mit ihrem China-Know-how ermöglicht es, das Trainingszentrum optimal auf die Bedürfnisse der Würth-Gruppe sowie der chinesischen und deutschen Mitarbeiter auszulegen.

Jürgen Schreier | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/managementundit/personalwesen/articles/136329/

Weitere Berichte zu: Schraubenfabrik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Flexiblere Turbomaschinen entwickeln
23.05.2017 | FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur GmbH

nachricht WHZ erhält hochmodernen Prüfkomplex für Schraubenverbindungen
23.05.2017 | Westsächsische Hochschule Zwickau

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Medikamente aus der CLOUD: Neuer Standard für die Suche nach Wirkstoffkombinationen

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

CAST-Projekt setzt Dunkler Materie neue Grenzen

23.05.2017 | Physik Astronomie