Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neuartige Minimalmengentechnik für die Innenschmierung von HPM

03.07.2008
Grenzwertig bis unmöglich wird die Minimalmengentechnik bei der Innenschmierung. Zu wenig Schmierung, verstopfte Innenkanäle dergleichen mehr sorgen dafür, dass das herkömmliche, unrentable KSS-Verfahren weiterhin stark verbreitet ist. Die HPM Technologie GmbH stellt zur AMB 2008 mit HPM Breeze ein neues Verfahren vor, das diese Probleme lösen soll.

Die physikalischen Gesetze zum Verhalten von Flüssigkeiten lassen sich zwar nicht neu erfinden, aber intelligent interpretieren. Die HPM Technologie GmbH hat genau dieses zur Grundlage des neuen HPM-Breeze-Verfahrens gemacht. Im neuen Schmierverfahren werden die Flüssigkeiten in bisher unerreicht feinster Form vernebelt und durch die Spindel geführt. Das Aerosol bildet am Wirkungspunkt einen gleichmäßigen Schmierfilm.

KSS wird überflüssig. Für HPM Breeze reichen durchschnittlich 30 ml Flüssigkeit pro Stunde. Die bei KSS üblichen Entsorgungskosten entfallen, die trocken anfallenden Späne können zu Recyclingzwecken problemlos wieder verwertet werden.

Anwendungsbeispiel für Mitsubishi-Bohrer

... mehr zu:
»AMB

Ein Beispiel für mit dem HPM Breeze-Verfahren erzielbaren Werte: Verlangte Bohrtiefe in Aluminium (AL Mg Si 0,5 F 22) ist 65 mm. Zum Einsatz kommt ein Mitsubishi-Bohrer Typ MWS0260x30DB. Mit dem HPM-Breeze-Verfahren ist dafür ein Vorschub von 500 mm bei 10000 Umdrehungen/min möglich, ohne dass für die verlässliche Ausbringung des Aerosols durch die Spindel sonderlich hohe Drücke erforderlich sind.

Für die beschriebene Anwendung reichen dafür an der Düse 8,5 bar, bei der Flüssigkeit 6,8 bar und beim Aerosol 6,5 bar vollkommen aus. Besonders wirksam wird HPM Breeze bei Innenschmierungen, für die bisher keine verlässliche Lösung vorhanden war: also bei Werkzeugdurchmessern

Vorhandene Maschinen mit HPM Breeze nachrüstbar

Die elektrische Ansteuerung (64 Programme) erfolgt digital über MPJ oder über Profibus DP. Für die gleichmäßige Erzeugung des Aerosols sorgt ein PID-Regler. Die Verwaltung verschiedener Fluids ermöglichen hinterlegte Parameterlisten, damit vorgewählte Einstellungen der Ölmenge immer gleich gehalten werden können. Die elektrische Steuerung ist in einer extra E-Box untergebracht, die zentral oder dezentral eingebaut werden kann. Eine automatische Befüllungseinheit sorgt für regelmäßigen Fluidnachschub für bis zu vier Werkzeugmaschinen gleichzeitig.

Die Praxisfähigkeit des neuen Minimalmengen-Schmierverfahrens wurde zusammen mit leistungsstarken Kooperationspartnern erarbeitet, darunter Fanuc, Mitsubishi Carbide, Blaser Swisscom, AFS Air Filter Systeme und die AST Automation und Steuerungstechnik. Da HPM Breeze auch an vorhandenen Maschinen nachrüstbar ist, ergibt sich auf Grund der Kooperationspartnerschaft die Möglichkeit, die Nachrüstung komplett mit nur einem Ansprechpartner abzuwickeln. HPM Breeze wird auf der AMB 2008 live vorgeführt.

HPM Technologie GmbH auf der AMB 2008: Halle 6, Stand C79

Jürgen Schreier | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/betriebstechnik/instandhaltung/articles/135640/

Weitere Berichte zu: AMB

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Nutzfahrzeuge: Neuer Professor entwickelt effizientere und leichtere Bauteile mit 3D-Metall-Drucker
03.05.2018 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht Die Zukunft des Fliegens auf dem Prüfstand
25.04.2018 | Technische Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

Tagung »Anlagenbau und -betrieb der Zukunft«

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Wie Immunzellen Bakterien mit Säure töten

18.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics