Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hightech-Waagen im Dienste der Prozesssteuerung

16.06.2008
Als Komplettanbieter von Lösungen für logistische und intralogistische Prozesse rüstet Bizerba unter anderem dynamische Durchlaufwaagen mit einer Interprozesskommunikation (IPC) aus, die eine Datenakquisition über den Materialfluss ermöglicht. Dadurch wird die Waage zu einem wichtigen Werkzeug zur Visualisierung der Prozesssteuerung.

Der wichtigste Parameter im Logistikbereich ist die Zeit. Sortierbandgeschwindigkeiten von bis zu 3 m/s ermöglichen Durchsatzleistungen von 7000 bis 10000 Paketen pro Stunde und stellen damit hohe technische Anforderungen an die dynamischen Waagen.

Durch neue Techniken, wie das Saitenschwingverfahren des Bizerba-Tochterunternehmens Pesa, werden die Lastsensoren immer schneller in der Gewichtserfassung. Waagen sind daher nicht mehr der Flaschenhals in den Materialfluss- und Warenabläufen. Vielmehr verschmelzen sie mit den Peripheriegeräten zu einem komplexen Datenerfassungssystem.

Die gestiegenen Kosten für Flugbenzin und Treibstoff machen die Information über Gewicht und Volumen immer wichtiger für die Frachtkostenberechnung. Die Erfassung von Volumen und Gewicht in Verbindung mit der Barcodelesung vereint Pesa/Bizerba in einem innovativen DWS-System.

... mehr zu:
»DWS-System »PSS »Paket

Dieses besteht aus der Durchlaufwaage CWL B4.1 mit Einlauf- und Auslaufband, einem 2-Kopf-Volumensystem VMS 520 (Volumenerfassung für nicht kubische Objekte) und dem Topside Reading Scanner OPS290 von Sick. Über das NT-Terminal von Bizerba werden die Daten von Durchlaufwaage, Volumensystem und Barcode zusammengefasst und auf einem 17“-Touchscreen zur Anzeige gebracht. Diese Daten werden an einen Kartonetikettierer GLM-L gesandt, welcher die Informationen auf ein Etikett druckt und es an die erfasste Sendung anbringt.

DWS-System vereint Erfassen von Volumen und Gewicht mit Barcodelesen und Etikettieren

Um die Volumen- und Gewichtswerte für die Verrechnung zu verwenden, muss das DWS-System einen Alibispeicher beinhalten. Er speichert die Daten drei Monate lang, um bei eventuellen Reklamationen der Kunden einen entsprechenden Nachweis erbringen zu können.

Zudem muss das System nach OIML/MID zertifiziert sein: Die Waage muss eine Zulassung nach OIML R51 MID haben, das Volumensystem nach OIML R127 MID. Nur durch diese internationale Zulassung können Kundenverrechnungen durchgeführt werden.

Mit dem vorgestellten System können Gewichtsgenauigkeiten von ±10 g bei einem Produktgewicht von 30 kg erreicht werden. Das Volumensystem detektiert ±5 mm Genauigkeit in allen drei Dimensionen bei einer Bandgeschwindigkeit von 2,5 m/s.

DWS-System wird an Kundenanforderungen angepasst

Je nach Kundenapplikation kann das DWS-System an die kundenspezifischen Gegebenheiten angepasst werden. Bei vollautomatischen Paketsortierungen wird eine bis zu sechsseitige Barcode-Lesung erforderlich. Bei sehr hohen Durchsatzleistungen kommt eine Doppelwaage von Pesa zum Einsatz.

Durch die Vielfalt des Versandgutes müssen Länge und Breite der Transportbänder optimal auf die Sendungen abgestimmt werden. Pesa/Bizerba verfügt daher über unterschiedliche Bänder mit Längen von 500 bis 3000 mm und Breiten von 300 bis 1200 mm. Durch die hohe Flexibilität des DWS-Systems lassen sich ideale Lösungen für die unterschiedlichsten Kundenanforderungen finden.

Kleinteile lassen sich per Hand nur langsam kommissionieren

Um die benötigte Zeit für eine Auftragsabwicklung zu reduzieren, müssen die logistischen Material- und Warenflüsse innerhalb eines Betriebsgeländes stets optimiert werden. Besonders Einzel- und Massenteile stellen an die Lagerlogistik hohe Anforderungen. Sowohl bei der Zusammenstellung für die Produktion als auch bei der Vorbereitung zum Versand: Per Hand sind Kleinteile nur zeitaufwändig zu kommissionieren.

Für das schnelle und sichere Zählen großer Stückzahlen hat Bizerba das Programm Win-CIS-Zählen entwickelt, in dem das Referenzgewicht des jeweiligen Produktes hinterlegt ist. Wird etwa eine unbestimmte Menge an Schrauben auf die Waage gelegt, kann anhand des gemessenen Gewichts auf die genaue Stückzahl rückgeschlossen werden.

Waagen unterstützen das Versandmanagement

Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Waren schnellstmöglich bereitzustellen und auszuliefern. Um das Versandmanagement bei den entsprechenden Aufgaben zu unterstützen, wurde das Parcel-Shipping-System (PSS) entwickelt. Damit wird die komplette Abwicklung beim Versand von Briefen, Paketen und Speditionssendungen möglich.

Das System ist skalierbar, von der Einzelplatzlösung über Mehrplatzlösungen bis hin zum vollautomatischen System. In der kleinsten Ausbaustufe arbeitet die PSS-Software in Kombination mit einem PC unter Windows sowie einem Laserdrucker und angeschlossener, eichfähiger Waage.

Das System lässt sich dabei leicht in die EDV des Kunden integrieren. Die EDV übergibt die Versanddaten eines Auftrags an das PSS, darunter auch die Adresse des Empfängers oder der vom Empfänger bevorzugten Verkehrsträger.

Über die grafische Oberfläche der Software kann der Bediener dann verschiedene Einstellungen vornehmen. So ist es zum Beispiel möglich, den Verkehrsträger und eventuell die Serviceart auszuwählen oder auf Empfängerwunsch zu ändern. Das PSS ist eine von allen Verkehrsträgern zugelassene Versandlösung. Von DPD, GLS, DHL über UPS, TNT bis hin zur Deutschen Post: Das System berücksichtigt sämtliche Anforderungen der Verkehrsträger und ist in Verbindung mit einer Waage als Ganzes eichfähig.

Rückmeldung der Paketnummer an die EDV

Das System erstellt und druckt den entsprechenden Paketschein und liefert die Paketnummer an die EDV zurück. Diese Rückmeldung ist wichtig für die Vertriebsabteilung, damit eine Sendungsverfolgung über Tracking und Tracing möglich wird.

Außerdem ist das PSS ein kostengünstiges Instrument zur Erfüllung der ISO-9000-Normen im Versandbereich. Dazu gehören die Erfassung und Dokumentation aller Sendungen ebenso wie die Herstellung eines eindeutigen Gefahren-übergangs zum Verkehrsträger mittels der erzeugten Übergabelisten. Mit deren Unterzeichnung quittiert der Abholer schließlich die Entgegennahme der Sendungen.

Beim Einsatz in einem vollautomatischen System wird die Versandabwicklung über eine automatische Identifikation des Pakets angestoßen, das Paket mit einer selbsttätigen Durchlaufwaage verwogen und der Paketschein automatisch über einen Stempeletikettierer auf das Paket gebracht. Die erforderlichen Komponenten lassen sich auch hier leicht in bereits bestehende Fördertechniken integrieren.

Reto Gianotti ist Vice Managing Director Sales und Marketing der Pesa Waagen AG

Reto Gianotti | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/materialflusslogistik/waegetechnik/articles/124354/

Weitere Berichte zu: DWS-System PSS Paket

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Ifremer entwickelt autonomes Unterwasserfahrzeug zur Untersuchung der Tiefsee
24.02.2017 | Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland

nachricht Baukasten-System für die Linienfertigung: Die VL-Baureihe von EMAG
21.02.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie