Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Behältermanagement per RFID bietet Potenzial

10.06.2008
Das Potenzial beim Behältermanagement mittels RFID wird im Allgemeinen als groß angesehen. Im Vergleich zu anderen Markierungssystemen – wie zum Beispiel dem Barcode – steckt die RFID-Technik noch in den Anfängen.

Wenn von der RFID-Technik (Radio Frequency Identification) bei Logistikfragen die Rede ist, denken viele auch an den Barcode. Denn bei diesen Systemen gibt es auch einige Gemeinsamkeiten: Beide Systeme sind dazu da, Waren schnell und einfach identifizieren zu können.

Barcodes kennt man im Handel, der Industrie und Lagern schon lange. Genau dort hat auch die RFID-Technik ihren Haupteinsatzort, denn dort, wo Daten von Artikeln oder Waren schnell aufgenommen werden müssen, ist eine sinnvolle Anwendung dieser Systeme gegeben. Gerade beim Behältermanagement mit RFID könnten sich große Vorteile ergeben.

Jürgen Schultz, Vertriebsleiter der Bekuplast GmbH in Ringe stimmt der Aussage, dass das Potenzial der RFID-Technik groß ist, nur eingeschränkt zu: „Das Potenzial ist groß, entscheidend ist, ob die Technik dahinter einwandfrei funktioniert, um dieses große Potenzial auszuschöpfen.“

Als Vorteil beim Behältermanagement mittels RFID-Technik sieht er Pulklesungen, ein schnelles Erfassen der Daten und dadurch Einsparung von Zeit. Darüber hinaus könne man damit den Behälterinhalt besser identifizieren, die Rückverfolgung verbessern, die Transparenz und die Qualitätssicherung optimieren und den Bestand besser verfolgen. Auch habe man so eine lückenlose Dokumentation.

RFID punktet mit stets aktuellen Daten

Als weiteren Vorteil sieht Jürgen Schultz, dass die Datenträger sowohl les- als auch beschreibbar sind und die Daten stets aktuell sind. Deshalb ist es möglich, weitergehende Informationen auf dem Transponder unterzubringen, auch wenn er mit der Ware schon unterwegs ist.

„Auch der Behälterschwund wird reduziert“, denn mit der RFID-Technik könne man genau lokalisieren, welcher Behälter wo hingeht. Die Warenverfügbarkeit könne verbessert und die Effizienz gesteigert werden.

Es gebe aber auch Verbesserungen hinsichtlich der Prozessoptimierung, der Fehlerreduzierung und der Fälschungssicherheit. Eventuell könne das System sogar besser vor Diebstahl schützen. Auf jeden Fall sieht Schultz durch den Einsatz von RFID auch Möglichkeiten zur Serviceoptimierung. Ingesamt gesehen werden durch den RFID-Einsatz auf jeden Fall die Kosten gesenkt.

RFID-Lesegeräte noch nicht ausgereift

Aber der Bekuplast-Vertriebsleiter sieht auch noch Entwicklungsbedarf bei der RFID-Technik: „Die Lesesysteme, die so genannten Reader, sind noch nicht ausgereift.“ Und im Lebensmittelbereich ist es laut Schultz erforderlich, dass die Behälteridentifizierung fest mit dem Behälter verbunden sein muss, damit die Identifizierung bei den regelmäßigen Waschvorgängen nicht abgelöst werden kann.

Eine Möglichkeit wäre es, das Label fest mit dem Kunststoffbehältnis bereits im Herstellungsprozess (Spritzgießprozess) zu verbinden (Inmouldlabeling IML): „Hier laufen die Entwicklungen auf Hochtouren und sie sind dem Experimentierstatus schon entwachsen. Es bleibt aber die Frage nach der Lebensdauer dieser Label“, erläutert der Bekuplast-Vertriebsleiter. Gerade bei Einweglösungen stoße die Technik aus Kostengründen an ihre Grenzen.

„Im Großen und Ganzen steckt die Behälteridentifizierung mit RFID (vor allem hinsichtlich IML) noch in den Anfängen, einige Projekte beziehungsweise sehr umfangreiche Tests sind bis dato realisiert“, sagt Schultz. Der Umsatzanteil sei aktuell aber noch relativ gering. „Unsere Erwartungen für die nächsten Jahre gehen allerdings von deutlichen Steigerungen aus.“

Für die Anwender gilt es hinsichtlich der Verfahren, zwischen Klebelabel, Inmouldlabel und Direct-Printing auszuwählen, so Schultz. Hinsichtlich der Identifikationssysteme gebe es:

-die reine Klarschrift (fortlaufende Nummerierung)

-den 1-dimensionalen Barcode (EAN 128, Code 128 oder andere EAN-Codierungen, Interleaved 2/5) und

-den 2-dimensionalen Barcode (Datamatrix).

Eines weiß Jürgen Schultz schon heute ganz genau: „Der Umsatz mit Behältern ohne Markierung liegt bei unter 50% mit fallender Tendenz.“

Reinhold Schäfer | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/materialflusslogistik/autoid/articles/123841/

Weitere Berichte zu: Behältermanagement Potenzial RFID RFID-Technik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Satellitengestützte Lasermesstechnik gegen den Klimawandel
17.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht eldec-Technologie im Maschinenbau: Standardisierte Hochleistungsgeneratoren für exzellente Maschinenbaulösungen
15.12.2016 | EMAG eldec Induction GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Im Focus: Studying fundamental particles in materials

Laser-driving of semimetals allows creating novel quasiparticle states within condensed matter systems and switching between different states on ultrafast time scales

Studying properties of fundamental particles in condensed matter systems is a promising approach to quantum field theory. Quasiparticles offer the opportunity...

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Geothermie: Den Sommer im Winter ernten

18.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Kompositmaterial für die Wasseraufbereitung

18.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Brain-Computer-Interface: Wenn der Computer uns intuitiv versteht

18.01.2017 | Informationstechnologie