Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Einfache Maschinensicherheit schützt vor Manipulationen

04.06.2008
Damit das Sicherheitskonzept einer Maschine von den Anwendern akzeptiert wird, muss es möglichst einfach sein: Diese These vertrat Dr.-Ing. Alfred Neudörfer, Dozent an der TU Darmstadt und Professor an der Nagaoka UT in Japan, auf einer Veranstaltung des Omron Electronics GmbH in Nufringen. Die Ursache für Manipulationen an Maschinen-Schutzeinrichtungen sieht er bei der Konstruktion.

„Manipulationen fangen immer dann an, wenn die Bediener nicht mit dem Sicherheitskonzept zurechtkommen, weil es zu kompliziert ist“, erläuterte Neudörfer weiter. Hier seien die Konstrukteure gefordert, den Bedienern entgegen zu kommen und die Maschinen von vorneherein so zu konstruieren, dass Manipulationen nicht nötig sind.

Seiner Ansicht nach muss dieser Aspekt auch in die Risikobeurteilung einfließen, die der Gesetzgeber jedem Maschinenbauer auferlegt. „Eine Maschine muss heute unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Risikobeurteilung gebaut werden“, so Neudörfer weiter: „Wir müssen die Konstruktion vereinfachen, damit die Anwender nicht manipulieren. Sonst sind Sie auf Tuchfühlung mit dem Staatsanwalt und wissen nichts davon.“

Peter Goebbels, Product Marketing Manager Safety beim Omron, will dazu passende Produkte für eine einfachere Maschinensicherheit anbieten, die dazu noch den Anforderungen der jeweiligen Branche entsprechen. Als Trends macht er folgende Entwicklungen für sein Unternehmen aus:

... mehr zu:
»Maschinensicherheit

-Sensoren werden intelligenter, bleiben aber einfach in der Konfiguration

-neue Materialien erweitern den Einsatzbereich von Sicherheitsschaltern

-programmierbare sichere Controller machen Steuerungen flexibel und diagnosefreundlich und

-Antriebe mit integrierter Sicherheitsfunktion reduzieren den Anteil externer Komponenten und erhöhen die Zuverlässigkeit.

Als Beispiel für einfache Maschinensicherheit präsentierte Manfred Linner, European Product Manager Safety bei Omron, die „All-in-One“ Sicherheitslichtgitter MS2800 und MS4800. Der Fokus liege bei diesen neuen Sicherheitslichtgittern auf Einfachheit in Auswahl, Bestellung, Anpassung und Einstellung von Installationen. Anders als konventionelle Lichtgitter biete die MS2800- und MS4800-Reihe eine einfache Handhabung und eine schnelle Konfiguration auf die Prozessumgebung.

Stéphane Itasse | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/betriebstechnik/arbeitsschutz/articles/123403/

Weitere Berichte zu: Maschinensicherheit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Gewicht von Robomotion-Greifer um 60 Prozent reduziert
31.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht Assistenzsysteme für die Blechumformung
28.07.2017 | Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer IPM präsentiert »Deep Learning Framework« zur automatisierten Interpretation von 3D-Daten

22.08.2017 | Informationstechnologie

Globale Klimaextreme nach Vulkanausbrüchen

22.08.2017 | Geowissenschaften

RWI/ISL-Containerumschlag-Index erreicht neuen Höchstwert

22.08.2017 | Wirtschaft Finanzen