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Zentral planen und integriert arbeiten

30.05.2008
Über Jahre hinweg eine selbst entworfene EDV immer wieder anzupassen und mit selbst programmierten Schnittstellen zu erweitern, macht im Moment glücklich. Aber irgendwann kommt es zum Datenstau und die eine Applikation kann mit den Daten der anderen nichts mehr anfangen. Und so hat die Teamtechnik Maschinen und Anlagen GmbH für den ERP-Standard Psipenta entschieden.

Die Teamtechnik Maschinen und Anlagen GmbH aus dem schwäbischen Freiberg hat sich auf intelligente und wirtschaftliche Automatisierungslösungen für Montage und Prüfung spezialisiert. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Entwicklung und dem Bau von Prozesstechnik für kompliziertere Produkte aus den Bereichen Automotive, Elektro-, Solar- und Medizintechnik.

Das klassische Geschäft bildet mit 50% der Bereich Automotive, etwa mit der Herstellung von Produktionsanlagen für Einspritzpumpen oder Getriebe. In 2007 erwirtschaftete die Unternehmensgruppe mit 360 Mitarbeitern einen Umsatz von 68 Mio. Euro. Weitere Standorte gibt es in den USA, Polen, China und Singapur, Vertretungen außerdem in Nord- und Südeuropa sowie Südamerika.

Die Struktur der eingesetzten EDV-Systeme war historisch gewachsen. Es gab viele Datenbanken – unter anderem für Vertrieb, Finanzbuchhaltung, Technik, Einkauf und Materialwirtschaft. Immer komplexer und weniger beherrschbar bei gleichzeitig steigenden Anforderungen gelangte die EDV jedoch an ihre Grenzen. „Detaillierte Projektinformationen gab es immer nur zum Monatsabschluss, wir wollten sie aber tagesaktuell“, schildert Harald Kurz, Leiter Informationssysteme, die Situation.

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Dazu kamen Tochtergesellschaften, die ebenfalls mit eingebunden werden sollten. Kurz wusste: „Mit unserer Basis war das alles schlichtweg nicht möglich. So war es für uns eine strategische Frage, diese Chance für einen generellen Schnitt zu nutzen.“

Schnittstelle ERP/PDM

Bei der Auswahl des neuen ERP-Systems war besonders wichtig, mit welchen Partnern der jeweilige Anbieter strategisch zusammen arbeitet, da man sowohl beim Produktdatenmanagement (PDM) als auch in der Finanzbuchhaltung nach neuen Lösungen suchte. Am Ende eines intensiven Auswahlverfahrens blieben zwei Softwarehäuser übrig, die sich im Rahmen eines Workshops testen lassen mussten. Das Ergebnis war eindeutig: Den Zuschlag bekam der ERP-Standard Psipenta der Berliner Psipenta Software Systems GmbH und ihr Partner Contact mit seiner PDM-Lösung CIM Database.

Besonders sorgfältig prüfte man die zentrale Schnittstelle zwischen ERP und PDM. „Diese Schnittstelle ist für uns das Rückgrat der gesamten Installation“, so Kurz. Dabei war vor allem der exakte Abgleich auf Stücklistenebene zu testen, speziell für den Fall nachträglicher Änderungen. „Im Sondermaschinenbau ist die Stückliste eigentlich erst fertig, wenn die Maschine beim Kunden läuft. Ich muss also bis zur letzten Minute ändern, löschen oder neu einfügen können“, veranschaulicht er.

Kurz nennt weitere Entscheidungsgründe: „Ein neues System sucht man nicht für zwei bis drei, sondern für zehn Jahre oder länger. Die Anbindung von Standorten ist daher für uns ganz entscheidend. Und bei Psipenta ist die Multisite-Umgebung schon von Haus aus tief im System verankert.“ So gibt es viele Artikelgrunddaten, die von vorn hinein mehrwerkefähig vorhanden sind. Damit ist in der Software eine Organisation vorgedacht, die es einem Unternehmen leicht macht, neue Standorte in das System einzubinden wie es in Freiberg gerade mit Teamtechnik Production Technology im polnischen Krakau geschieht.

Die mehrsprachige Software liefert nicht nur die Oberflächen in Polnisch, sondern auch die Dateninhalte. Neben der Landessprache berücksichtigt das Programm den gesamten Waren- und Informationsfluss zwischen den Werken und das entsprechende Formularwesen.

Projektmanagement mit detaillierten Kapazitätsauswertungen schützt vor Überraschungen

Arbeitsprozesse laufen jetzt integriert ab. Ein im Vertrieb zentral angelegter Auftrag gelangt automatisch in alle Abteilungen. Löscht man dann in der Konstruktion eine Stücklistenposition, geschieht das auch im ERP-System mit allen kostenmäßigen Konsequenzen und Lagerbewegungen. Neu ist auch die zentrale Planung der Aufträge. Der Projektleiter gestaltet einen Grobentwurf und stimmt ihn mit den Planern in der Produktion ab.

Ist dieser Plan einmal im System fixiert, stehen auch das Budget und die Beschaffungstermine fest. Kurz fasst zusammen: „Die zentrale Planung erlaubt uns ein Projektmanagement mit detaillierten Kapazitätsauswertungen. So können wir bei Störungen schon frühzeitig reagieren.“

Stets ist bekannt, welches Projekt welche Ressourcen benötigt oder welche Personalverfügbarkeit besteht. Umstände, von denen man nicht überrascht werden möchte wie etwa unvorhergesehene Kosten durch externe Dienstleister, gibt es nicht mehr.

„Die Entscheidung für einen kompletten Austausch der Programme hat es uns ermöglicht, eine durchgängige Logik zu schaffen, die uns im Vergleich mit Mitbewerbern das Gefühl gibt, ganz vorne mit dabei zu sein“, zeigt sich Kurz nach einem Jahr zufrieden und fährt fort: „Wir haben fast alles im Standard abbilden können und mit Psipenta-Strukturen geschaffen, die das künftige Unternehmenswachstum unterstützen. Das sind Dinge, die wirklich gut sind.“

Redakteur/Autor: Jürgen Schreier

Volker Vorburg | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/digitalefabrik/ppserp/articles/122860/

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