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In Intralogistikanlagen müssen Software und Mechanik effizient zusammenspielen

23.05.2008
Intralogistikanlagen sind durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche wie Maschinenbau, Steuerung, Sensorik oder Softwaretechnologie geprägt. Dieser Dialog über die Grenzen einzelner Disziplinen hinweg ist die beste Basis für Innovationen.

Der Einsatz neuer Techniken hilft, Ressourcen konsequent auszuschöpfen, permanente Leistungssteigerungen zu erzielen und Implementierungszeiten zu reduzieren. Ein wichtiger Trend hat sich dabei in den vergangenen Jahren abgezeichnet: die Durchgängigkeit der Informationstechnik vom World Wide Web (WWW) bis in die Steuerung und Sensorik. Das schafft Transparenz und erhöht die Integration der Unternehmen. Dabei erweitern sich die Funktionalitäten der Software permanent.

Bei der Vorplanung und Optimierung der Systeme leisten Simulationstools wertvolle Unterstützung. Damit können alle Ressourcen ermittelt und somit auch genutzt werden. Das ermöglicht einen nachhaltigen Betrieb der Anlage. Zudem macht es die Warenhaltung deutlich planbarer und hilft, die Bestände zu minimieren. Neue Funktionen innovativer Warehouse-Management-Systeme (WMS) unterstützen auch bei der Lade- und Tourenplanung und sorgen somit für eine wesentlich bessere Nutzung der Transportkapazitäten.

Die hohe Integration der IT erhöht zudem die Datensicherheit und reduziert die Durchlaufzeiten deutlich. Eine wesentliche Ressource, die es auszuschöpfen gilt, ist die weitere Erhöhung der Automatisierung.
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Hier kann zum Beispiel durch den gezielten Einsatz von Robotertechnik eine erhöhte Flexibilität erreicht werden. Ein anderes Beispiel ist die Entwicklung neuer Identsysteme, aus der die Entwicklung neuer und einfacherer Steuerungskonzepte resultiert. Die Folge: kürzere Implementierungszeiten und ein sehr viel einfacherer Betrieb bei deutlich höherer Flexibilität, auch für spätere Veränderungen und Anpassungen.

Mehr Intelligenz im Lager mit SAP und Softwaremodulen

Immer mehr Unternehmen bilden ihre Lagerverwaltung und -steuerung in SAP ab. Dazu stellt die SAP AG die erforderlichen Module zur Verfügung. Diese steuern und kontrollieren die internen Lagerprozesse. Doch fehlen hier gerade für automatische Lager spezielle Funktionen.

Viastore Systems hat als SAP-Systemhaus (Special Expertise Partner Supply Chain Execution – SAP SEP SCE) daher Komponenten der Viadat-Lösung integriert, so dass automatische Lager komplett mit SAP verwaltet werden können.

Gleichzeitig wandert immer mehr Intelligenz in die Feldebene des Lagers. Prozesssteuerungen übernehmen Entscheidungskompetenzen überlagerter Systeme. Doch eine intelligente Steuerung allein reicht nicht aus, um den Bedarf an Wissen eines modernen, übergreifenden Logistiksystems zu decken.

Sensoren im Lager erfüllen viele Aufgaben

Deshalb ist jedes Lager mit vielen Sensoren ausgestattet. Sie überprüfen nicht nur einen Ja-Nein-Zustand, sondern positionieren Regalbediengeräte, messen die Fachtiefen im Regal, prüfen und vermessen Konturen und identifizieren die eingelagerten Waren.?

Damit geben sie nicht nur binäre Informationen weiter, sondern analoge Messwerte, bestimmen zum Beispiel schon im Wareneingang die Länge, Breite und Höhe einer beladenen Palette. Mit diesen Informationen bestimmt das Lagerverwaltungssystem den optimalen Lagerplatz.

Andere Sensoren an den Lastaufnahmemitteln der Regalbediengeräte sorgen dafür, dass eine Palette millimetergenau gegriffen wird und somit der Ein- und Auslagerprozess schneller und störungsfreier abläuft.

Ältere Lager werden mit neuen Steuerungen, Antrieben und Sensoren wieder fit

Diese neuen Entwicklungen bei den Feldgeräten sind nicht nur neuen Lagern vorbehalten. Gerade durch den Austausch alter Steuerungen, Antriebe und Sensoren, gekoppelt mit der Implementierung einer modernen Lagerverwaltungssoftware, können auch ältere Lager wieder fit gemacht werden. So kann auch mit den bestehenden Regalbediengeräten und Regalen ein Lager soweit modernisiert werden, dass es aktuellen Anforderungen entspricht und viele weitere Jahre seinen Dienst tut.

Gerade das Zusammenspiel von Software und Mechanik führt in der Intralogistik
zu Lösungen, die immer effizienter und ergonomischer sind. Bestes Beispiel dafür ist das High Performance Picking System (HPPS) von Viastore.

Mit diesem Kommissionier-Prinzip lässt sich bis zu 40% mehr Wirtschaftlichkeit erreichen. Ermöglicht wird das effiziente Kommissionieren durch eine ausgeklügelte Führung des Kommissionierers durch die Verbindung von intelligenter Warehouse-Management-Software zum Beispiel mit Pick-by-Light-Systemen.

Die automatische Entsorgung leerer Behälter spart viel Zeit

Der Wettbewerbsvorteil besteht darin, dass die Durchlaufkanäle der Pick-by-Light-Anlage nicht nur automatisch mit den benötigten Ladungsträgern befüllt werden, sondern dass das Regalbediengerät diese Behälter oder Kartons auch wieder automatisch abholt, wenn sie entweder leer sind oder für die Ware in absehbarer Zeit kein Bedarf besteht.

Hier kommt dann der Mechanik eine wesentliche Rolle zu: Dank eines innovativen Lastaufnahmemittels, das sich auf das Gefälle des Durchlaufregals neigen kann, können die Behälter aus den Regalfächern wieder herausgezogen werden. Durch diese automatische Ver- und Entsorgung der Greiffächer kann sich der Kommissionierer vollständig auf seine Arbeit konzentrieren und spart viel Zeit, weil er die leeren Ladungsträger nicht zurückschieben oder herausnehmen muss.

Standardisierte Angebote für kleine und mittlere Lager

Doch nicht immer sind große, individuelle Lösungen erforderlich. Eine aktuelle Entwicklung ist das standardisierte Lager, wie Viastore es zum Beispiel mit „Intralogistik light“ für kleine bis mittlere Lager- und Umschlagsvolumina entwickelt hat:Es ermöglicht die schnelle, flexible und kostengünstige Konfiguration eines automatischen Lagers aus einem Baukasten mit Regaltechnik, Regalbediengeräten und Fördersystemen.

Hinzu kommt mit Viadat-One ein vorkonfiguriertes Softwarepaket mit integrierter Lagerverwaltung, Materialflusssteuerung und Anlagenvisualisierung, das die in dieser Größenordnung typischen intralogistischen Grundfunktionen beherrscht.

Lager- und Fördertechnik sowie Software sind offen für spätere Erweiterungen und bieten so ein hohes Maß an Zukunftssicherheit und Investitionsschutz. Das schlüsselfertige Automatiklager ermöglicht auf diese Weise vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen den überschaubaren und wirtschaftlichen Einstieg in die effiziente Lagerlogistik.

Standards aus dem Baukasten bieten vielfältige Lösungen

Standardisiert und dennoch flexibel bietet das Baukastenprinzip vielfältige Möglichkeiten, um eine optimale Lösung zu konfigurieren. Bei Regalen kann beispielsweise zwischen verschiedenen Breiten für alle gängigen Lagerhilfsmittel gewählt werden. Daneben besteht die Option zwischen ein- oder mehrfachtiefen Stellplätzen.

Die Regalbediengeräte selbst werden ebenfalls modular konzipiert, zum Beispiel hinsichtlich der Säulenausführung, der Lastaufnahme, der Antriebstechnik oder der Sensorik und der Steuerung. Flexibel miteinander kombinierbare Fördertechnikmodule erlauben die bestmögliche Auslegung der stationären Transportstrecken.

Christoph Hahn-Woernle ist geschäftsführender Gesellschafter der Viastore Systems GmbH in 70469 Stuttgart, Tel. (07 11) 98 18-0, c.hahn-woernle@viastore.de

Christoph Hahn-Woernle | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/mmlogistik/distribution/lagertechnik/articles/122207/

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