Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Unternehmens-Software

08.05.2008
Je größer die Datenmengen werden, desto schwieriger wird es, den Überblick über alle Prozesse zu behalten. Hilfe versprechen zahlreiche Projekt- und Management-Softwares. Effektiv sind jene, die von mittelständischen Beratungsunternehmen selbst entwickelt, erprobt und eingesetzt werden. Denn nur wer die Prozesse im Unternehmen wirklich kennt, kann auch optimale IT-Lösungen anbieten.

Moderne Software-Systeme sind aus der Blech verarbeitenden Industrie nicht mehr wegzudenken. Das gilt vor allem für technische Programme wie etwa Konstruktions- oder Simulations-Softwares. Immer wichtiger werden aber auch leistungsfähige und weitreichende Tools zur optimalen Steuerung von Projekten und Prozessabläufen. Denn nur transparente Abläufe sichern zeitnahe und damit wirtschaftlich optimale Entscheidungen auf allen Unternehmensebenen.

Eine zum Betrieb passende optimale Software hilft, Kostensenkungs-Potenziale aufzuspüren und Prozesse zu beschleunigen. „Und schafft damit Freiraum für die wirklich wichtigen Dinge und Gedanken. Für Forschung und Entwicklung etwa“, stellt der Chef der Bochumer Schuchert Managementberatung Udo Schuchert fest.

Für ihn selbst etwa war völlig inakzeptabel, dass seine hochqualifizierten Mitarbeiter rund acht Stunden im Monat für das Erstellen von Rechnungen aufwendeten, anstatt in dieser Zeit mit ihren Fähigkeiten die Unternehmensentwicklung weiter voranzutreiben. Er suchte deshalb bereits vor zehn Jahren nach einer Software, die Arbeitsabläufe unterstützt und den Rücken frei hält.

... mehr zu:
»Unternehmens-Software

Auf dem Markt war eine solche Anwendung damals noch nicht verfügbar. Also trommelte Schuchert eine Taskforce aus Programmierern, Beratern und weiteren Mitarbeitern des Hauses zusammen. Ihr Auftrag: eine Software zu entwickeln, die den Anforderungen des Unternehmens und dessen Mitarbeitern wirklich gerecht wird.

Selbst entwickelte Fakturierungs-Software jetzt auch bei Kunden

Schucherts Kalkül ging auf: Heute beträgt beispielsweise die Fakturierung egal wie vieler Leistungen und unabhängig von der Anzahl der Mitarbeiter weniger als eine Minute pro Rechnung. Der organisationsweite Einsatz der cleveren Software bringt dem Unternehmen bereits Umsatzsteigerungen zwischen 8 und 10%. Mittlerweile optimiert die ehemals interne IT-Anwendung unter dem Namen Factro auch Prozesse bei mittelständischen Schuchert-Kunden.

„Was uns nutzt, nutzt auch anderen“, umschreibt der versierte Managementberater den Factro-Erfolg. Schuchert und seine Berater sprechen und verstehen die Sprache ihrer Kunden, weil sie selbst ähnliche Aufgaben lösen mussten und Factro aus eigenen Bedürfnissen heraus entwickelt haben. Deshalb bezeichnen sie sich als Theo-Pragmatiker.

Firmenchef Schuchert hat diesen Begriff, der die Arbeitsweise seines Hauses treffend beschreibt, gemeinsam mit seinem Team entwickelt. Er erklärt: „Unser Anspruch ist der ideale theo-pragmatische Berater: sozial kompetent, mit fundierten theoretischen Kenntnissen, viel solider Erfahrung und immer pragmatisch in der Umsetzung.“

Theo-Pragmatiker geben sich nicht mit Standardlösungen zufrieden, sondern suchen nach innovativen, außergewöhnlichen Ideen; immer bestrebt, umsetzbare und bezahlbare Lösungen zu entwickeln. So entstehe eine partnerschaftliche, offene und faire Zusammenarbeit zwischen Beratern und Mandanten, die gutes Consulting ausmache, so Schuchert.

Partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Mittelständlern

Das ist eine Einstellung, die viele Unternehmer schätzen. Denn der Trend „von Mittelständlern für Mittelständler“ setzt sich in der IT-Consultingbranche – trotz groß angelegter SAP-Imagekampagnen – immer mehr durch.

Während kleine Consultingfirmen und Systemhäuser ihren Kunden eher individuelle Lösungen anbieten, setzt der Software-Riese vor allem auf Standardpakete mit dennoch großem Implementierungs- und Beratungsaufwand. Für Dr. Bernd Füsser, Geschäftsführer des Bochumer Maschinen- und Anlagenbauers Karl Hamacher, kam das nicht in Frage.

Er entschied sich ganz bewusst für die mittelstandsspezifische Factro-Software, die in einer Rekordzeit von nur sechs Wochen organisationsweit in seinem Betrieb installiert werden konnte: „Die einzelnen Module sind auch einzeln erhältlich. Das macht eine genaue Abstimmung auf jeden Arbeitsplatz und damit auf unseren tatsächlichen Bedarf möglich. Wir müssen kein Geld für Anwendungen ausgeben, die der Mitarbeiter dann doch nicht nutzt.“

Software-Implementierung erfordert Wissen über betriebliche Abläufe

Bei der Wahl der Projekt- und Managementsoftware-Lösung war es dem Mittelständler besonders wichtig, dass die Schuchert Managementberatung über ein fundiertes Wissen der betrieblichen Abläufe bei Hamacher verfügt, umfangreich berät, schult und supportet. Und dass sich der Anschaffungs- und Implementierungsaufwand in deutlich unter sechs Monaten amortisiert.

Für Schuchert sind dies bedeutende Beratungsargumente, denn die Vorurteile gegen den Einsatz neuer IT-Systeme sind recht hartnäckig: zu komplex, zu teuer, nicht notwendig, wenig Akzeptanz bei den Mitarbeitern. Letztlich überzeugen da nur nachweisbare Benefits.

Factro als integratives Führungs- und Controllinginstrument steuert und realisiert Ziele, Projekte und Aufgaben wirtschaftlich und ergebnisorientiert von der Idee bis zum Abschluss – innerhalb eines einzigen Tools. Und verhindert damit Reibungsverluste, die durch die Kombination verschiedener Software entstehen: „Wir konnten keine vergleichbaren Produkte ausfindig machen, die von dem Kundenbeziehungsmanagement über die Angebotslegung, Leistungsdokumentation, das Projektmanagement, das Controlling bis hin zur Fakturierung unseren unternehmerischen Prozess auch nur annähernd gut und vollständig abgebildet hätten“, so Hamacher-Geschäftsführer Füsser.

Eine Unternehmens-Software für viele Aufgaben

Früher setzte der Maschinenbauer zahlreiche Einzelprogramme wie Word für Projektberichte, MS Project für die Planung, Excel für die Kalkulation und Outlook für die Terminverwaltung nebeneinander ein. Heute werden alle relevanten Aufgaben mit Factro umfassend abgebildet. Trotzdem ist der Datenaustausch mit den gewohnten EDV-Werkzeugen – falls gewünscht – immer noch problemlos möglich.

Die Optimierungsergebnisse sind beachtlich: Die Projektübersicht wird heute innerhalb weniger Sekunden am Management-Cockpit visualisiert – egal wo sich die Führungskraft aufhält: „Früher hat man solche Erkenntnisse viel später erhalten, und konnte nicht so schnell reagieren“, so Füsser.

Des Weiteren sind Ressourcenverfügbarkeiten etwa heute in Minutenschnelle einsehbar, früher habe dies oft mehrere Tage gedauert. Und weil aktuelle Projektstände sofort auf Knopfdruck verfügbar sind, entfallen zeitaufwändige Rückfragen und Klärungen: „Das spart pro Mitarbeiter locker zwei bis vier Stunden in der Woche.“

Die Schuchert Managementberatung spricht sogar von Effizienzsteigerungen von deutlich mehr als 15%. So könne ein Unternehmen, in dem 50 Mitarbeiter in Projekten arbeiten, allein einen wöchentlichen Zeitgewinn realisieren, der etwa sechs eingearbeiteten Vollzeitmitarbeitern entspricht. Darüber hinaus schaffe Factro als Führungstool ganz neue Formen der zielfördernden, zwischenmenschlichen Kommunikation: „Und bildet damit die Grundlage zu eigenverantwortlichem und teamorientiertem Handeln“, so Schuchert.

Das können auch Hamacher-Chef Füsser und seine Mitarbeiter nach einiger Erfahrung mit der neuen Software-Lösung bestätigen.

Ralph Schiffler | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/spanende_fertigung/articles/120714/

Weitere Berichte zu: Unternehmens-Software

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht eldec-Technologie im Maschinenbau: Standardisierte Hochleistungsgeneratoren für exzellente Maschinenbaulösungen
15.12.2016 | EMAG eldec Induction GmbH

nachricht Neuer Fräser arbeitet schneller und spart Energie
12.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht

16.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie