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Spritzgießmaschinen-Bauer präsentiert auf der Proform Fertigungszelle zum Umspritzen von Metalleinlegern

08.05.2008
Auf der 1. Fachmesse Proform in Dortmund präsentiert der Spritzgießmaschinen-Hersteller Arburg GmbH & Co. KG, Loßburg, eine komplexe Fertigungszelle, bei der nicht nur Metallteile eingelegt und mit Kunststoff umspritzt werden, sondern auch das komplette Bauteil fertig montiert wird. Herzstück der Zelle ist die Spritzgießmaschine Allrounder 370 S.

Damit demonstriert der Spritzgießmaschinen-Hersteller nach eigenen Angaben seine Kompetenz im Bereich Kunststoff-Metall-Verbindungen. Seit mehr als fünfzig Jahren baut Arburg Spritzgießmaschinen zum Umspritzen von Einlegeteilen. Sie werden unter der Markennamen „Allrounder“ vertrieben.

Für diese Spritzgießmaschinen gibt es verschiedene Automatisierungskonzepte, zum Beispiel die Reel-to-reel-Variante. Bei dieser Variante werden Metallbänder von einer Haspel ins Spritzgießwerkzeug geführt, die Kunststoffkomponente aufgespritzt und das Band anschließend wieder aufgewickelt.

Bei der zweiten Variante ist die Zuführung gleich, jedoch werden die Metallteile im Spritzgießwerkzeug beim Umspritzen abgetrennt und die fertigen Einzelteile mit einem Robot-System entnommen oder als Schüttgut ausgeschleust. Darüber hinaus können die Metallteile auch vor dem Umspritzen in einer Stanz-Biege-Einheit vom Band abgetrennt, per Roboter der Spritzgießmaschine zugeführt und die umspritzten Stanzteile anschließend entnommen werden.

Abhängig von der jeweiligen Anwendung setzt Arburg dabei auf horizontal oder vertikal arbeitende Spritzgießmaschinen, die sich sowohl manuell als auch automatisiert bestücken und damit auch in komplette Fertigungslinien integrieren lassen.

Im Bereich der vertikalen Spritzgießmaschinen hat Arburg ein umfangreiches Angebot: Es reicht von Spritzgießmaschinen mit schwenkbarer Schließeinheit, über spezielle Vertikal-Spritzgießmmaschinen mit höhenkonstantem Formschluss bis hin zu den Spritzgießmaschinen Allroundern V mit Freiraumsystem und Drehtischmaschinen Allrounder T.

Spritzgießmaschine stellt Metall-Kunststoff-Buggy in Fertigungszelle her

Auf der Proform zeigt Arburg das Umspritzen von Einlegeteilen mit der horizontalen Spritzgießmaschine Allrounder 370 S. Sie ist für eine Schließkraft von 600 kN ausgelegt und mit einer Spritzeinheit der Größe 170 ausgestattet. Die Spritzgießmaschine ist in eine komplexe Fertigungszelle integriert, die von der Arburg-Projektabteilung konzipiert und realisiert wurde. Der Spritzgießmaschine arbeitet dabei mit dem vertikal ins Werkzeug greifende Robot-System Multilift V von Arburg, dessen Steuerung komplett in die Maschinensteuerung Selogica integriert wurde.

Auf der Fachmesse Protoform fertigt die Spritzgießmaschine einen Spielzeugbuggy aus Polypropylen, dessen Metallachsen mit Kunststoff umspritzt werden. Der komplexe Greifer des Robot-Systems übernimmt bei dieser Anwendung das Einlegen der Metallachsen, die Entnahme des Angusses und der Einzelteile sowie deren anschließende Montage zum fertigen Spielzeugauto.

Spritzgießmaschine Allrounder 370 S erlaubt Zykluszeit von nur 30 s

Die Metallachsen werden als Schüttgut bereitgestellt und über einen Vibrationswendelförderer vereinzelt. Der Greifer nimmt jeweils zwei Achsen auf und legt diese nach Entnahme der fertigen Spritzteile ins Werkzeug ein. In einer Zykluszeit von 30 s werden in einem Fertigungsschritt jeweils zwei Räder an die Metallachsen angespritzt und gleichzeitig das Fahrgestell und das Dach hergestellt.

Anschließend entnimmt der Greifer den Anguss und die vier Einzelteile des Buggys. Nachdem der Anguss abgeworfen wurde fährt das Robot-System zum Montagetisch, wo das Spielzeugauto zusammengesetzt wird. Der Montagevorgang wird dabei über ein Kamerasystem optisch überwacht, bevor der fertige Buggy über eine Rutsche bereitgestellt wird.

Josef-Martin Kraus | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/kunststoffundgummiverarbeitung/articles/120702/

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