Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Industriestandard bei Pressen heißt Servotechnik

25.04.2008
Erfurt (am) – Die regelmäßig stattfindenden Technologietage „Inform live“ von Pressenhersteller Schuler standen am 16. und 17. April unter dem Thema Servopressen. Höhere Ausbringung, maximale Flexibilität in Teilevielfalt und -komplexität und höhere Werkzeugstandzeiten sind nur einige Vorteile der Servotechnik, von denen sich die Anwesenden im Umformcenter Erfurt überzeugen konnten.

Etwa 140 Besucher waren gekommen, um die Technik vor Ort live zu erleben und um mit den Schuler-Fachleuten über erste Erfahrungen in der Serienfertigung und bei Stanzversuchen zu diskutieren. „Servopressen werden sich am Markt durchsetzen. Wir sind davon überzeugt, dass die Servotechnik den Industriestandard der nächsten Jahre definieren wird“, so Joachim Beyer, Mitglied des Vorstandes der Schuler AG, in seiner Begrüßung.

Im Mittelpunkt der Technologietage stand die Pressenvorführung. Dies ist im Erfurter Umformcenter ideal möglich, da zwei nahezu identische Pressen unmittelbar nebeneinander stehen. Einziger Unterschied: der Antrieb. Eine der beiden Pressen verfügt über einen Servoantrieb, die andere über einen Schwungradantrieb. Bei gleicher Hubzahl, gleicher Teilezahl und gleicher Laufdauer konnten die Besucher des Schuler-Technologietages also direkt vergleichen. Über einen großen Monitor wurden die Kennwerte und das Pressenverhalten deutlich sichtbar für alle projiziert und ausführlich erläutert.

Anfang 2007 wurde die neue Generation der Stanz- und Umformautomaten mit Servoantrieb der Fachwelt präsentiert, bis heute sind bereits 37 Pressen verkauft. Die erste Anlage ging im Februar 2007 bei Saxonia-Franke in Betrieb. Mit einer um bis zu 40% gesteigerten Ausbringungsleistung gegenüber konventionellen Exzenterpressen konnte Saxonia-Franke die Produktivität deutlich erhöhen. Von der Technik überzeugt, hat das Unternehmen ein Jahr nach Inbetriebnahme der ersten Anlage die zweite Maschine bei Schuler bestellt.

... mehr zu:
»Servotechnik »Umformcenter

Auch Automobilhersteller BMW setzt bei der Verarbeitung höher- und hochfester Stähle auf die Servotechnik von Schuler. Die drei in Auftrag gegebenen Pressenlinien bedeuten für Schuler den bisher größten Auftrag in der Unternehmensgeschichte.

BMW will damit die Presswerkstrukturen in den Werken Leipzig, Regensburg und München bis zum Jahr 2011 verändern. In Leipzig wird Schuler bis zum Sommer 2009 eine sechsstufige Servo-Pressenlinie installieren. Mit einer Gesamtpresskraft von 10 500 t – davon alleine 2 500 in der Kopfpresse – wird die Anlage speziell auf die Verarbeitung höher- und hochfester Stähle ausgelegt sein.

Vorstandsvorsitzender Jürgen Tonn war mit dem Verlauf der Veranstaltung zufrieden. „Die Möglichkeit, die technologischen Unterschiede der beiden Pressentypen direkt nebeneinander zu präsentieren, ist hier in Erfurt einmalig. Natürlich ist das nicht nur eine gute Basis für fachliche Diskussionen, sondern auch eine super Verkaufs-Plattform“, so Tonn.

Annedore Munde | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/index.cfm?pid=1489&pk=119499

Weitere Berichte zu: Servotechnik Umformcenter

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau
28.04.2017 | Technische Universität Chemnitz

nachricht Induktive Lötprozesse von eldec: Schneller, präziser und sparsamer verlöten
27.04.2017 | EMAG eldec Induction GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie