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Flaute trotz Umsatzwachstum

22.04.2008
Hannover-Messe 2008Der Gesamtumsatz der deutschen Hersteller für Windkraftwerke ist im Jahr 2007 kräftig gewachsen. Bei einem Volumen von 7,6 Mrd. Euro stieg der Umsatz um 18%. Mehr als drei Viertel (78%) des Umsatzes brachte das Export-Geschäft. „Der hohe Ölpreis ist einer der Treiber unserer Branche“, erklärte Hermann Albers, Präsident des Bundesverbands Windenergie, auf einer Pressekonferenz im Rahmen der Hannover-Messe 2008.

Deutsche Windkrafthersteller verlieren im Inland und legen international zu.Trotz der steigenden Zahlen ist der Verband wegen einer zurückgehenden Inlandsnachfrage besorgt. In Deutschland wurde 2007 eine Leistung von 1667 MW installiert. Damit ist Deutschland international von der Spitzenposition auf Platz fünf zurückgefallen. Der neue Spitzenreiter USA hat mit 5200 MW mehr als dreimal so viel Windkraftkapazität geschaffen.

Pressekonferenz auf der Hannover-Messe 2008: Rohstoffpreisinstieg kaum überwälzbar

Als Grund für den heimischen Rückgang sieht der Verband einerseits gestiegene Kosten, andererseits eine unzureichende Vergütung für Windenergie. „Wir können die gestiegenen Rohstoffpreise nicht mehr durch konstruktive Verbesserungen auffangen, weil die Anlagen schon sehr weit optimiert wurden“, erläutert Vestas-Sprecher Andreas Eichler auf der Hannover-Messe.

Der Bundesverband Windenergie setzt deshalb auf eine Erhöhung der Einspeisevergütung um mindestens 10%. Wunsch des Verbandes sind 9,6 Ct/kWh. Sollte sich diese Forderung nicht durchsetzen lassen, drohten auch umweltpolitische Probleme: „Um die Klimaschutzziele der Bundesregierung zu erreichen, müssen in Deutschland jährlich 3500 MW Windkraftleistung neu geschaffen werden“, so Albers. Für 2008 rechne der Verband aber mit einem weiteren Rückgang auf 1400 MW.

Bundesverband Windenergie e.V. auf der Hannover-Messe 2008: Halle 13, Stand C68

Frank Fladerer | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/index.cfm?pid=1542&pk=119077

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