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Puls-Plasma-Verfahren für die Großserienfertigung entwickelt

21.04.2008
In den späten 1970er Jahren entwickelte der Anlagenhersteller Eltro die Puls-Plasma-Technik mit variabler Pulsdauer und temperierter Kammerwand. „Dadurch wurde ein neuer Anwendungsbereich für das Plasmanitrieren erschlossen“, berichtet Dr.-Ing. Uwe Huchel, Vertriebsleiter bei der Eltro GmbH, Baesweiler. Das verdeutlicht der Hersteller auf der Hannover-Messe 2008 anhand eines modernen Systems.

„Es ermöglicht eine einfache Wärmebehandlung mehrerer Werkstücke mit besserer Qualität und niedrigeren Prozesskosten pro Werkstück“, erläutert Huchel. „Moderne Anlagenkonzepte, die den Vorteil dieser Technik nutzen, beweisen, dass dieses System eine Spitzentechnik der thermochemischen Behandlung in der Großserienfertigung ist.“ Eltro bietet modulare Systeme und Wärmebehandlung als Dienstleistung.

An viele mechanisch gefertigte Werkstücke werden enorme Leistungsanforderungen im Oberflächenbereich gestellt. Eine optimale Oberflächenbehandlung ist daher wichtig für die Leistungsfähigkeit der Teile. „Nitrieren und Nitrocarburieren können Werkstücke gegen Verschleiß schützen und das Ermüdungsverhalten verbessern“, erklärt Huchel – und das wirtschaftlich. „Eine optimale Ausnutzung der Prozessdauer und eine zunehmende Automatisierung ist entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg. Moderne Systeme von Eltro erreichen beides.“

Nitrieren in weniger als 0,6s pro Werkstück

Die Praxis zeigt, dass ein automatisches Inline-System mit optimiertem Behandlungsprozess für hohe Wirtschaftlichkeit und Qualität steht. Eltro zeigt das anhand einiger Beispiele. So ist ein System für das Nitrieren von Motorventilen ausgelegt – für eine typische Großserienfertigungslinie mit einer Behandlungszeit unter 0,6 s pro Werkstück. Daraus resultiert eine Auslastung von 120000 Ventilen am Tag.

Die Beschickung und der Weitertransport der Teile geschehen durch ein Förderband. Dazu werden drei Teile gleichzeitig von einem Scara-Roboter gehandelt, der in einem Zyklus das Beschicken und Entladen übernimmt.

Die Chargiergestelle werden zur und von der Prozesskammer der Anlage per Chargenträger-System transportiert. Dieses Transportsystem ist aufgrund der Zeitdichte so ausgelegt, dass es mindestens drei Chargierträger pro Zyklus aufnehmen kann.

Das Ergebnis eines solchen Behandlungssystems ist exzellent – auch beim Stahl X50CrMnNiNbN21.9, bei dem das System eine Diffusionstiefe bis 13 ±3 mm erreicht. Beim ferritischen Stahl X45CrSi9.3 beträgt die Diffusionstiefe etwa 24 ±3 µm.

Eltro GmbH, Halle 4, Stand A69

Josef-Martin Kraus | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/giessenundschmieden/articles/118764/

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