Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

GMR-Sensoren von Sensitec beeindrucken mit eindeutigen Signalen

20.04.2008
Die Sensitec GmbH in Lahnau stellt eine Lösung für die magnetische Abtastung von Zahnstrukturen vor, die sie für den Hermes-Award eingereicht hatte und die in die Endauswahl der fünf als preiswürdig nominierten Kandidaten gekommen war.

Genutzt wird dabei der Riesenmagnetwiderstand – Giant Magneto Resistance (GMR), ein Effekt, der in den 80er-Jahren von Peter Grünberg vom Forschungszentrum Jülich und dem Franzosen Albert Fert entdeckt und schon im vergangenen Jahr als in höchstem Maße als preiswürdig erkannt wurde – da erhielten die beiden Wissenschaftler für diese Arbeit den Nobelpreis für Physik.

Der bereits vielfältig genutzte GMR-Effekt führt zu einer Verstärkung der gemessenen Größen um bis zu 50%. „Das ist der große Vorteil“, sagt Dipl.-Ing. Joachim Achenbach, einer der drei Geschäftsführer von Sensitec: „Die GMR-Sensoren liefern reine, starke und damit eindeutige Signale.“

Die Sensoren seien damit bestens geeignet, betont Achenbach, wenn es um zuverlässige, berührungslose Messung gehe wie etwa beim Vermessen von Zahnstrukturen mit Drehgebern.

... mehr zu:
»GMR-Sensor »Sensor

Sensitec entstand erst 1999 als Ausgründung und widmet sich mit derzeit rund 150 Mitarbeitern der Entwicklung und Fertigung von Sensoren auf der Basis des GMR-Effekts. Die Erfahrungen und Fertigkeiten in diesem Bereich wurden durch Übernahmen erweitert und vervollständigt. Dadurch verfüge Sensitec über die modernste und leistungsfähigste Fabrik für AMR- und GMR-Sensoren in Europa, sagt Achenbach.

Fertigungseinrichtungen für AMR- und GMR-Sensoren ähneln der Halbleiterfertigung

Diese Fertigungseinrichtungen sind laut Achenbach ähnlich konzipiert wie bei der Halbleiterfertigung – der Unterschied sei nur, dass keine Halbleiterbauteile hergestellt würden, sondern Bauteile, die auch metallische Schichten enthalten.

In der Beherrschung dieser Schichttechnik liegt ein wesentlicher Teil der Kompetenz des Sensorherstellers. Dazu kommt laut Achenbach das Chiplayout, womit die Messfunktionen realisiert werden, und die Messanordnung.

Achenbach zufolge sollen die neuen Sensoren die Lücke schließen, die von den so genannten Feldplatten hinterlassen wurde. Die Fertigung dieser Sensoren, die ebenfalls auf Magnetfelder reagieren, aber auf Halbleiterbasis aufgebaut sind, sei vom größten Hersteller eingestellt worden. Seitdem gebe es keine zufriedenstellende Standardlösung für die einschlägigen Messaufgaben mehr.

Schichtdicken und Sensor-Magneten haben größten Einfluss

Bei den neuen Sensoren von Sensitec bestimmen Layout und Schichtstruktur, Magnetauswahl und Abstand des Sensors zur Zahnstruktur die Eindeutigkeit des Signals. Besonders großen Einfluss haben die Schichtdicken und die verwendeten Magnete, aber auch äußerliche Bedingungen spielen eine Rolle wie etwa der zur Verfügung stehende Platz und die Lagerung des Sensors im Drehgeber.

Die Entwicklung von GMR-Sensoren für messtechnische Anwendungen begann bei Sensitec vor etwa sechs Jahren. Bis dahin wurde diese Technologie vor allem für die Speicherung von digitalen Daten genutzt, inzwischen hat sie sich laut Achenbach jedoch auch als sehr effiziente Lösung für die Messung von Weg, Winkel und Position erwiesen. Bei einigen Unternehmen werden die Sensoren bereits angewandt.

Anordnung von Magnet und Sensor Voraussetzung für eindeutiges Signal

Besonders wichtig für die Leistungsfähigkeit des Sensors ist laut Achenbach die von Sensitec gewählte Anordnung von Magnet und Sensor: „Dadurch ist das Anlegen eines vergleichsweise starken Magnetfelds möglich und als Folge daraus das eindeutige Signal.“

GMR-Chip und Magnet seien optimal aufeinander abgestimmt und zusammen in einem Modul untergebracht, so dass eine einfache und sichere Integration in einem Geber ohne aufwändigen Abgleich möglich werde. Das Messmodul kann stehend oder liegend auf einer Platine angebracht werden kann – dadurch erhöht sich der geometrische Freiheitsgrad in der Anwendung.

Sensitec GmbH, Halle 6, Stand A22

Helmut Klemm | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/index.cfm?pid=1500&pk=118410

Weitere Berichte zu: GMR-Sensor Sensor

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Aus TESTAF wird DIN: Die neue Fliegeruhrennorm DIN 8330
12.02.2016 | FH Aachen

nachricht Erstes Forschungsgroßgerät: 350 Tonnen für den Leichtbau-Campus
05.02.2016 | Technische Universität Braunschweig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gravitationswellen 100 Jahre nach Einsteins Vorhersage entdeckt

LIGO öffnet mit der Beobachtung kollidierender schwarzer Löcher ein neues Fenster zum Universum / Entscheidende Beiträge von Forschern der Max-Planck-Gesellschaft und der Leibniz Universität Hannover

Zum ersten Mal haben Wissenschaftler Kräuselungen der Raumzeit, sogenannte Gravitationswellen, beobachtet, die – ausgelöst von einem Großereignis im fernen...

Im Focus: Messkampagne POLSTRACC: Starker Ozonabbau über der Arktis möglich

Die arktische Stratosphäre war in diesem Winter bisher außergewöhnlich kalt, damit sind alle Voraussetzungen für das Auftreten eines starken Ozonabbaus in den nächsten Wochen gegeben. Diesen Schluss legen erste Ergebnisse der vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) koordinierten Messkampagne POLSTRACC nahe, die seit Ende 2015 in der Arktis läuft. Eine wesentliche Rolle spielen dabei vertikal ausgedehnte polare Stratosphärenwolken, die zuletzt weite Bereiche der Arktis bedeckten: An ihrer Oberfläche finden chemische Reaktionen statt, welche den Ozonabbau beschleunigen. Diese Wolken haben die Klimaforscher nun ungewöhnlicherweise bis in den untersten Bereich der Stratosphäre beobachtet.

„Weite Bereiche der Arktis waren über einen Zeitraum von mehreren Wochen von polaren Stratosphärenwolken zwischen etwa 14 und 26 Kilometern Höhe bedeckt –...

Im Focus: AIDS-Impfstoffproduktion in Algen

Pflanzen und Mikroorganismen werden vielfältig zur Medikamentenproduktion genutzt. Die Produktion solcher Biopharmazeutika in Pflanzen nennt man auch „Molecular Pharming“. Sie ist ein stetig wachsendes Feld der Pflanzenbiotechnologie. Hauptorganismen sind vor allem Hefe und Nutzpflanzen, wie Mais und Kartoffel – Pflanzen mit einem hohen Pflege- und Platzbedarf. Forscher um Prof. Ralph Bock am Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam wollen mit Hilfe von Algen ein ressourcenschonenderes System für die Herstellung von Medikamenten und Impfstoffen verfügbar machen. Die Praxistauglichkeit untersuchten sie an einem potentiellen AIDS-Impfstoff.

Die Produktion von Arzneimitteln in Pflanzen und Mikroorganismen ist nicht neu. Bereits 1982 gelang es, durch den Einsatz gentechnischer Methoden, Bakterien so...

Im Focus: Einzeller mit Durchblick: Wie Bakterien „sehen“

Ein 300 Jahre altes Rätsel der Biologie ist geknackt. Wie eine internationale Forschergruppe aus Deutschland, Großbritannien und Portugal herausgefunden hat, nutzen Cyanobakterien – weltweit vorkommende mikroskopisch kleine Einzeller – das Funktionsprinzip des Linsenauges, um Licht wahrzunehmen und sich darauf zuzubewegen. Der Schlüssel zu des Rätsels Lösung war eine Idee aus Karlsruhe: Jan Gerrit Korvink, Professor am KIT und Leiter des Instituts für Mikrostrukturtechnik (IMT) am KIT, nutzte Siliziumplatten und UV-Licht, um den Brechungsindex der Einzeller zu messen.

 

Im Focus: Production of an AIDS vaccine in algae

Today, plants and microorganisms are heavily used for the production of medicinal products. The production of biopharmaceuticals in plants, also referred to as “Molecular Pharming”, represents a continuously growing field of plant biotechnology. Preferred host organisms include yeast and crop plants, such as maize and potato – plants with high demands. With the help of a special algal strain, the research team of Prof. Ralph Bock at the Max Planck Institute of Molecular Plant Physiology in Potsdam strives to develop a more efficient and resource-saving system for the production of medicines and vaccines. They tested its practicality by synthesizing a component of a potential AIDS vaccine.

The use of plants and microorganisms to produce pharmaceuticals is nothing new. In 1982, bacteria were genetically modified to produce human insulin, a drug...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

SUMA-Kongress 2016 – Die offene Web-Gesellschaft 4.0

12.02.2016 | Veranstaltungen

Career Center deutscher Hochschulen tagen an der Europa-Universität Viadrina

12.02.2016 | Veranstaltungen

Frauen in der digitalen Arbeitswelt: Gestaltung für die IT-Branche und das Ingenieurswesen

11.02.2016 | Veranstaltungen

 
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ultraschnelle Kontrolle von Spinströmen durch Laserlicht

12.02.2016 | Physik Astronomie

SCHOTT stellt auf der Photonics West zukunftsweisende Lösungen für die Optik vor

12.02.2016 | Messenachrichten

Große Sauerstoffquellen im Erdinneren

12.02.2016 | Geowissenschaften