Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Technische Textilien

18.04.2008
Technische Textilien gewinnen zunehmend an Bedeutung in der Industrie. Erstmals beschäftigt sich auf der Hannover-Messe 2008 ein Gemeinschaftsstand mit dieser Thematik. MM sprach mit Alexandra Baum, Inhaberin von textile interfaces.

MM: Frau Baum, eine technisch orientierte Industrie-Messe und Textilien, wie passt das zusammen?

Baum: Viele Branchenfremde wissen nicht, was mit Textil alles möglich ist. Textilien können heizen, kühlen, leuchten oder als Sensoren fungieren. All das sind technische Funktionen.

Die Schnittstelle Textilmaterial-Technik ist für viele Unternehmen schlecht vorstellbar. Auch, wenn ein Überblick über die Möglichkeiten vorhanden ist, gehen entsprechende Innovationen im Tagesgeschäft oft unter. Der Gemeinschaftsstand verdeutlicht, welches technische Potenzial in Textilien liegt.

... mehr zu:
»Hightech-Textil »Textil

MM: Was werden Sie präsentieren?

Baum: Das Angebot von textile interfaces versteht sich als ergänzende Dienstleistung zur Forschung und ist insbesondere für Entwicklungsabteilungen mittelständischer Unternehmen interessant, die neuartige Textilien in ihren Produkten zum Einsatz bringen wollen. Wie wir arbeiten und welchen Mehrwert das Ganze für unsere Kunden hat, werden wir demonstrieren.

MM: Können Sie praktische Beispiele für Umsetzungen nennen?

Baum: Im Auftrag von Philips Lumalive Business Unit, Eindhoven (NL), haben wir eine Jacke mit integriertem Monitor designt. Die von Philips entwickelte Technologie soll in ein modernes, unkompliziertes Kleidungsstück für Damen und Herren integriert werden, welches dann als flexibler, programmierbarer LED-basierter Monitor mit weithin sichtbaren Botschaften fungieren soll.

Ein weiteres Beispiel für die technischen Möglichkeiten von Textilien wurde auf der Cebit gezeigt: eine heizbare Trainingshose für die Somag AG Jena. Die Hose mit integrierten aktiven Wärmezonen soll die aufgewärmten Muskelzonen von Hochleistungssportlern bis kurz vor dem Wettkampf wärmen und stimulieren. Die sechs textilen Heizzonen werden dabei durch Hochleistungs-Lithium-Akkus versorgt.

MM: Wo liegen aus Ihrer Sicht die Innovationspotenziale von Textilien?

Baum: Ein großes Anwendungspotenzial liegt beispielsweise in den Bereichen Schutzbekleidung und auch im Bausektor. Grundsätzlich bietet die kontinuierliche Weiterentwicklung von Hightech-Textilien noch viele Freiheitsgrade in der Realisierung neuer spezifischer Eigenschaften und kombinierter Funktionalitäten, gerade im Oberflächenbereich. Dadurch erschließen sich immer wieder neue Einsatzgebiete.

Durch Weiterentwicklungen im Textilmaschinenbau können textile Strukturen mit definierten Eigenschaften realisiert werden, beispielsweise für neue Gewirke, die zur Erzielung einer erhöhten Festigkeit im Bausektor eingesetzt werden können.

MM: Welche Zielmärkte sehen Sie für die neuen Hightech-Textilien?

Baum: All die Bereiche, in denen funktionelle Textilien von Bedeutung sind. Angefangen von der Bekleidung (Arbeitskleidung, Sport, Military und Lifestyle) über den Bereich Automobil und technische Textilien (Architektur und Messebau) bis hin zur Medizin und Rehabilitation.

Textile interfaces, Halle 2, Stand 49A

Annedore Munde | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/betriebstechnik/zulieferungen/articles/118589/

Weitere Berichte zu: Hightech-Textil Textil

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Modulare Vertikaldrehmaschine im Einsatz bei den Drehspezialisten der Schneto AG
25.05.2016 | EMAG GmbH & Co. KG

nachricht HEIDENHAIN TS 642: universeller Ersatz für Tastsysteme der Baureihe TS 6xx
10.05.2016 | DR. JOHANNES HEIDENHAIN GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiroler Technologie zur Abwasserreinigung weltweit erfolgreich

Auf biologischem Weg und mit geringem Energieeinsatz wandelt ein an der Universität Innsbruck entwickeltes Verfahren in Kläranlagen anfallende Stickstoffverbindungen in unschädlichen Luftstickstoff um. Diese innovative Technologie wurde nun gemeinsam mit dem US-Wasserdienstleister DC Water weiterentwickelt und vermarktet. Für die Kläranlage von Washington DC wird die bisher größte DEMON®-Anlage errichtet.

Das DEMON®-Verfahren wurde bereits vor elf Jahren entwickelt und von der Universität Innsbruck zum Patent angemeldet. Inzwischen wird die Technologie in rund...

Im Focus: Worldwide Success of Tyrolean Wastewater Treatment Technology

A biological and energy-efficient process, developed and patented by the University of Innsbruck, converts nitrogen compounds in wastewater treatment facilities into harmless atmospheric nitrogen gas. This innovative technology is now being refined and marketed jointly with the United States’ DC Water and Sewer Authority (DC Water). The largest DEMON®-system in a wastewater treatment plant is currently being built in Washington, DC.

The DEMON®-system was developed and patented by the University of Innsbruck 11 years ago. Today this successful technology has been implemented in about 70...

Im Focus: Optische Uhren können die Sekunde machen

Eine Neudefinition der Einheit Sekunde auf der Basis von optischen Uhren wird realistisch

Genauer sind sie jetzt schon, aber noch nicht so zuverlässig. Daher haben optische Uhren, die schon einige Jahre lang als die Uhren der Zukunft gelten, die...

Im Focus: Computational High-Throughput-Screening findet neue Hartmagnete die weniger Seltene Erden enthalten

Für Zukunftstechnologien wie Elektromobilität und erneuerbare Energien ist der Einsatz von starken Dauermagneten von großer Bedeutung. Für deren Herstellung werden Seltene Erden benötigt. Dem Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM in Freiburg ist es nun gelungen, mit einem selbst entwickelten Simulationsverfahren auf Basis eines High-Throughput-Screening (HTS) vielversprechende Materialansätze für neue Dauermagnete zu identifizieren. Das Team verbesserte damit die magnetischen Eigenschaften und ersetzte gleichzeitig Seltene Erden durch Elemente, die weniger teuer und zuverlässig verfügbar sind. Die Ergebnisse wurden im Online-Fachmagazin »Scientific Reports« publiziert.

Ausgangspunkt des Projekts der IWM-Forscher Wolfgang Körner, Georg Krugel und Christian Elsässer war eine Neodym-Eisen-Stickstoff-Verbindung, die auf einem...

Im Focus: University of Queensland: In weniger als 2 Stunden ans andere Ende der Welt reisen

Ein internationales Forschungsteam, darunter Wissenschaftler der University of Queensland, hat im Süden Australiens einen erfolgreichen Hyperschallgeschwindigkeitstestflug absolviert und damit futuristische Reisemöglichkeiten greifbarer gemacht.

Flugreisen von London nach Sydney in unter zwei Stunden werden, dank des HiFiRE Programms, immer realistischer. Im Rahmen dieses Projekts werden in den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie sieht die Schifffahrt der Zukunft aus? - IAME-Jahreskonferenz in Hamburg

27.05.2016 | Veranstaltungen

Technologische Potenziale der Multiparameteranalytik

27.05.2016 | Veranstaltungen

Umweltbeobachtung in nah und fern

27.05.2016 | Veranstaltungen

 
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Stressoren erkennen, Belastungen reduzieren, Fachwissen erlangen

27.05.2016 | Seminare Workshops

HDT SOMMERAKADEMIE 2016

27.05.2016 | Seminare Workshops

11 Millionen Euro für die Erforschung von Magnetfeldsensoren für die medizinische Diagnostik

27.05.2016 | Förderungen Preise