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Deutsche Gießerei-Industrie präsentiert Ergebnisse von Investitionen

17.04.2008
Wer kurzfristig Bauteile aus Eisen- oder Stahlguss im größeren Stückzahlen benötigt, der wird es auf dem Gemeinschaftsstand der deutschen Gießereien schwer haben, einen Hersteller zu finden. Die Eisen- und Stahlgießereien in Deutschland arbeiten derzeit hart an der Kapazitätsgrenze.

Das war auch im vergangenen Jahr der Fall. So stieg 2007 im Bereich Eisen- und Stahlguss der Umsatz um 8,3% auf 7,9 Mrd. Euro. Das war das fünfte Rekordergebnis in Folge.

Gießereien wachsen stark

„Im Durchschnitt beträgt der Auslastungsgrad der Betriebe 96%“, stellt Kay Präfke, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Gießereiverbands e. V. (DGV), Düsseldorf, fest. Der Auftragsbestand sei im vergangenen Jahr mit einem Plus von fast 30% „förmlich in die Höhe“ geschossen.

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Dieser Trend hat sich in den ersten Monaten dieses Jahres fortgesetzt. „Eine solche Nachfrage haben wir lange Zeit nicht mehr gesehen“, ist Präfke überrascht. In kaum einer anderen industriellen Branche gebe es eine so gute Kapazitätsauslastung wie in der Gießereiindustrie.

Eine verstärkende Wirkung hat, dass der Kapazitätsausbau bei den Stahl- und Eisengießereien nicht so schnell vorankommt wie erwünscht. Die Lieferanten für Gießereitechnik sind gleichfalls hoch ausgelastet. Die Folge ist, so der DGV-Hauptgeschäftsführer: Die Lieferzeit für einen neuen Schmelzofen beträgt gegenwärtig ein Jahr.

Extrem hohe Auslastung bei den Gießereien

Die Ursache für die extrem hohe Auslastung sieht der Branchenvertreter vor allem in einer Umschichtung des europäischen Marktes. So zogen Fahrzeug- und Maschinenbauer Gussaufträge aus dem europäischen Ausland ab und vergaben sie an deutsche Gießereien.

Der Grund dafür liegt laut Präfke im Investitionsverhalten der heimischen Unternehmen. Es sei nicht nur auf Kapazitätsausbau ausgerichtet, sondern auch auf Verbesserung der Produktivität, Qualitätssteigerung und -sicherung.

Das Ergebnis zeigt sich auf dem Gemeinschaftsstand in einem optimierten Produktporfolio „Seit 2003 sind die Investitionen der Branche durchschnittlich um 20 bis 25% im Jahr gestiegen“, berichtet der Verbandsmanager, „weit mehr, als die ausländische Konkurrenz vorweisen kann.“

Fahrzeug- und Maschinenbau lösen bei Gießereien Investitionsboom aus

Angetrieben wird der Investitionsboom von den Fahrzeug- und Maschinenbauern, deren Qualitätsansprüche ständig steigen. Darauf müssen die Gießereien zwangsläufig reagieren, „Wer hier nicht mithält, hat am Markt keine Chance mehr“, ist Präfke überzeugt.

Das gilt umso mehr, als Fahrzeugbauer ihre Aufträge für komplette Serien vergeben. So besteht die Gefahr, dass Zulieferer, die beim Produktionsstart nicht zum Zuge kommen, einen ganzen Fahrzeugmodellzyklus verpassen.

Das wäre für die Gießereien umso tragischer, decken sie doch mittlerweile die komplette Prozesskette für Gussteile ab: von der Bauteilentwicklung bis zur Montage von Baugruppen. Daher können sich Gießereien eine Verzögerung bei Investitionsentscheidungen laut dem Branchenbeobachter gar nicht erlauben.

Themenpark „gegossene Technik“, Halle 3, Stand B26

Josef-Martin Kraus | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/giessenundschmieden/articles/118417/

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