Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Massivumformer untermauern ihre Stellung in Sachen Umweltschutz

17.04.2008
Wie lässt sich der Anteil regenerativer Energien steigern, der CO2-Ausstoß senken? Über die Antworten zu diesen Fragen soll es nach dem „Word Energy Dialogue 2008“ in Halle 27, der im Rahmen der Fachmesse Energy stattfindet, mehr Klarheit geben. Eine Antwort steht auf dem Gemeinschaftsstand Massivumformung in Halle 4 bereits fest: An Schmiedeteilen kommt man nicht vorbei.

„Die Massivumformer bieten für alle drei Themen schon heute Lösungen“, sagt Dr. Theodor L. Tutmann, Geschäftsführer des Industrieverbands Massivumformung e. V., Hagen. Dazu wurde in letzter Zeit viel in die computergestützte Fertigung investiert.

Leichtbau bietet Chancen

Auf dem Gemeinschaftsstand geben 24 Aussteller Einblicke in die Ergebnisse, die laut Tutmann ein aktueller Zwischenstand sind. Aufgrund der Investitionen in Computersimulation und Prozesstechnik sei die Entwicklung „noch längst nicht“ abgeschlossen.

Dafür spricht das Leichtbaupotenzial, das noch lange nicht ausgeschöpft ist. Der Leichtbau ist laut Tutmann „eine große Herausforderung und Chance für alle Unternehmen der Massivumformung“. In der Branche werden dabei Möglichkeiten gesehen, hohe Festigkeit und Wirtschaftlichkeit bei gleichzeitiger Gewichtseinsparung zu erreichen. „Das ist die Forderung, um die es geht“, hat der Verbands-Geschäftsführer erkannt.

Auf diese Forderung wird auf dem Forum Automotive Materials eingegangen. Dieses Forum findet direkt neben dem Gemeinschaftsstand der Massivumformer statt und steht heute – so der Verband – „ganz im Zeichen der automobilen Prozesskette“ in der Massivumformung.

Weniger Kraftstoffverbrauch durch härtere Stahlsorten

Aber auch auf dem Gemeinschaftsstand sind Resultate für den Automobilbereich zu sehen: zum Beispiel eine wälzgelagerte Ausgleichswelle für einen Vier-Zylinder-Dieselmotor. Aufgrund einer Reibungsoptimierung senkt die Welle den Kraftstoffverbrauch.

Das wurde mit einem induktiv härtbaren Stahl erreicht, der in einem automatisierten Schmiedeprozess umgeformt wurde. Stoffflusssimulation und Bauteilauslegung mit Hilfe von FEM führten zu einer Wellenoptimierung, für die laut Tutmann „extrem hohe Reinheit und geringste Welligkeit“ kennzeichnend sind. Die Ausgleichswelle wird einbaufertig mit Nadellager geliefert.

Die Ausrichtung der Branche auf innovative Produkte hat der Branche in Deutschland eine Spitzenstellung auf dem Weltmarkt eingebracht. Dort belegen die deutschen Massivumformer den zweiten Platz nach China, jedoch vor Japan und Nordamerika. Diese Stellung wurde im vergangenen Jahr verteidigt.

Massivumformung kann sich in Deutschland behaupten

Den Grund dafür sieht Tutmann darin, dass die Massivumformer am Standort Deutschland in erheblichem Ausmaß investieren. Sie unterstrichen damit, dass man auch in Deutschland erfolgreich produzieren könne. Das drückt sich in einem Produktionsanstieg 2007 um 10% im Vergleich zum Vorjahr aus. Allerdings bleibt die wirtschaftliche Situation angespannt.

„Die hohen Vormaterial- und Energiepreise stellen ein nicht unerhebliches Risiko für die weitere Branchenentwicklung dar“, berichtet der Verbands-Geschäftsführer. Um dieses Risiko zu reduzieren, ist man auf der Suche nach neuen Stahlbezugsquellen – auch außerhalb Europas. Ferner werden Möglichkeiten zur Werkstoff- und Energieeinsparung erschlossen. Auf diese Weise hofft man, den Preisanstieg wenigstens zum Teil kompensieren zu können.

Der Materialanteil an den Fertigungskosten liegt in der Massivumformung teilweise über 50%. Daher sind die Massivumformer laut Tutmann „darauf angewiesen, die deutliche gestiegenen Kosten beim Vormaterial in Form höherer Verkaufspreise unterzubringen.“

Infostelle Massivumformung, Halle 4, Stand E42

Josef-Martin Kraus | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/giessenundschmieden/articles/118412/

Weitere Berichte zu: Gemeinschaftsstand Massivumformer

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Luftturbulenzen durch Flugzeuge bald beherrschbar
08.12.2017 | Universität Rostock

nachricht Ein MRT für Forscher im Maschinenbau
23.11.2017 | Universität Rostock

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Maschinelles Lernen im Quantenlabor

19.01.2018 | Physik Astronomie

Warum es für Pflanzen gut sein kann auf Sex zu verzichten

19.01.2018 | Biowissenschaften Chemie