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Vielfältige Möglichkeiten der Laserbearbeitung von Rohren

31.03.2008
Massengüter wie Rohre und Profile finden heute tausendfach Anwendung in den unterschiedlichsten Bereichen. So vielfältig die Einsatzbereiche, so individuell ist die Fertigung. Dabei setzen Hersteller immer häufiger auf das Werkzeug Laser – egal ob zum Schweißen, Schneiden oder Markieren.

Trinkwasserleitungen, Stahlmöbel, Maschinenrahmen oder feinste Röhrchen für die Medizintechnik – die Liste mit möglichen Einsatzgebieten ließe sich beliebig fortsetzen – überall werden Rohre geformt, geschweißt, geschnitten und markiert. Der Laserspezialist Rofin gibt den Herstellern mit seinen vielfältigen Laserstrahlquellen und Systemen dabei die perfekten Werkzeuge an die Hand.

Die Vorteile des Laserfügens kennt man im Siegener Unternehmen Esta Rohr: Hier produziert man seit 2005 mit einem 4,5-kW-CO2-Slab-Laser und dem Profile Welding System (PWS) vom Hamburger Laserhersteller Rofin, Meter für Meter längsnahtgeschweißte, nichtrostende Stahlrohre unterschiedlichster Durchmesser im 3-Schicht-Betrieb. „Der Nutzen liegt für uns auf der Hand“, berichtet Sven Pitzer, technischer Leiter bei Esta Rohr.

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Laserschweißen deutlich schneller als WIG-Schweißen

„Im Gegensatz zum klassischen WIG-Schweißen ist der Laser rund dreimal so schnell. Wir schweißen zum Beispiel Rohre der Dimension 18 mm × 1 mm auf der konventionellen WIG-Anlage mit 5,5 m/min; die Laseranlage dagegen schafft 16 m/min, wobei uns hier nicht die Leistung des Lasers, sondern die integrierte Glühanlage in der Geschwindigkeit beschränkt.

Ebenso wichtig ist jedoch, dass sich alle üblichen rostfreien Stähle, egal ob austenitisch oder ferritisch, einwandfrei verschweißen lassen. Insbesondere die ferritischen Chromstähle fertigen wir inzwischen ausschließlich mittels Laserschweißen“, so Pitzer weiter.

Neben den bekannten austenitischen Werkstoffen erfahren die ferritischen Stähle wie 1.4509, 1.4520 oder auch 1.4521 aktuell eine Wiederentdeckung, weil sie wegen der günstigeren Kosten, bei gleichwertiger Korrosionsbeständigkeit, auf vielen Anwendungsgebieten eine wirtschaftliche und gleichzeitig technisch machbare Alternative darstellen. Bei der Herstellung von Edelstahlrohren aus diesen Werkstoffen kann der Laser mit der Möglichkeit, die eingebrachte Streckenenergie genau zu kontrollieren, seine Prozessvorteile ausspielen.

Außer Esta Rohr haben sich in den letzten fünf Jahren weltweit mehr als zwanzig neue Unternehmen für Rofins CO2-Slab-Laser zusammen mit dem Profile Welding System für die Fertigung von Edelstahlrohren entschieden. Mit der integrierten Spaltlageerkennung gleicht die PWS-Sensorik selbst geringste Abweichungen in der Schweißposition aus und ermöglicht somit ein optimales Schweißergebnis auch unter schwierigen Bedingungen.

Laserschweißnähte deutlich belastbarer

Dabei punktet das Lasersystem nicht nur in Sachen Schnelligkeit, sondern auch bezüglich Festigkeit: Laserschweißnähte sind bei nachträglichem Verformen deutlich belastbarer als konventionell erzeugte Schweißnahtverbindungen – ein dickes Plus, wenn die Rohre anschließend umgeformt werden.

Egal ob Schweißen, Schneiden oder Markieren von kleinsten, millimetergenauen Bauteilen bis hin zu großen Rohrdurchmessern oder komplexen Konturen – der Laser wird von vielen Unternehmen als zuverlässiges, flexibles und wirtschaftliches Werkzeug in der Herstellung von Rohren eingesetzt.

Rofin steht diesen Kunden mit ausgereifter Technik, kundennahem Service und einem großen Know-how dabei gerne zur Seite. Was damit alles machbar ist, das demonstriert der Laserhersteller auf der Tube 2008 in Düsseldorf.

Rofin-Sinar Laser GmbH, Halle 8b, Stand C14

Dietmar Kuhn | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/trenntechnik/articles/116039/

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