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Elektrisch arbeitender Hohlspanner für Dreh- und Schleifmaschinen

31.03.2008
Mit einer einzigartigen Konstruktion ist es Röhm gelungen, einen elektrisch betätigten Hohlspanner EHS für Dreh- und Schleifmaschinen zu entwickeln. Die umweltfreundliche Technik mit geringem Energieverbrauch und einer stabilen Konstruktion setzt laut Röhm auch in Ökonomie und Ökologie Akzente, wie das Unternehmen auf der Metav 2008 zeigen will.

Der Hohlspanner wurde zum Anbau an Dreh- und Schleifmaschinen entwickelt, um das elektrische Öffnen und Schließen eines Spannfutters zu realisieren. Durch den selbsthemmenden Aufbau bleibt die eingeleitete Kraft des Motors auch nach dessen Abschalten erhalten.

Wie das Unternehmen erklärt, können weder Leckölverluste auftreten noch Dichtungen verschleißen. Die Sicherheit bei einem Stromausfall ist einerseits durch die Selbsthemmung und andererseits durch das Kurzschlussmoment des Motors gewährleistet, heißt es weiter.

Spannkraft der Hohlspanners während der Spindel-Rotation anpassen

Während der Rotation der Arbeitsspindel lässt sich die Spannkraft des Hohlspanners erhöhen oder senken. Durch den Wegfall des Hydraulikaggregats und der Steuerventile kann sowohl Energie als auch Bauraum gespart werden. Durch die rotationssymmetrische Anordnung der Bauteile ist der Hohlspanner für hohe Drehzahlen geeignet.

Eine pfiffige Lösung ist auch das Verriegelungssystem Super-Lock von Röhm, das ohne Federn arbeitet. Es ist das Verbindungsglied zwischen HSK-Spannsystem und Betätigungsstange.

Wie das Unternehmen erläutert, sichert es die Verbindung durch mechanische Selbsthemmung an den Kegeln von Zugbolzen und Spannzange. Alle Elemente werden als Baugruppe von vorne in eine Spindel oder Aufnahme montiert. Der Zugbolzen, geführt in der Führungshülse, zieht die Spannzange und damit die Zugstange. Der angekoppelte HSK-Spannsatz wird in die Spannposition bewegt. Das System wird zwischen Zugbolzen und Spannhülse verriegelt.

Spannzange lässt sich in verschiedenen Stellungen verriegeln

Die elastische Spannzange erlaubt die Verriegelung in verschiedenen Positionen. Beim Lösen wird der Zugbolzen mit der Lösekraft entriegelt und drückt die Zugstange und damit das Druckstück des HSK-Spannsatzes nach vorn. Das HSK-Werkzeug wird ausgestoßen.

Während des Lösevorgangs federt der Kopf der Spannzange im Kegel der Spannhülse elastisch ein. Aufbau und Anordnung der Verriegelungseinheit Super-Lock bewirken einen kurzen Kraftfluss ohne die Elastizitäten eines Federpakets, wird erläutert.

In der Kombination von Röhm-HSK-Spannsatz und Verriegelungseinheit erreicht die HSK-Werkzeugschnittstelle höchste statische und dynamische Steifigkeit, heißt es weiter. Funktionstests in neutralen Instituten und Dauertests mit über 3 Mio. Lastwechseln im Hause Röhm haben die Funktionsmerkmale und die Zuverlässigkeit des Systems mehrfach bestätigt. Der Dauereinsatz in Bearbeitungszentren erfolgt störungsfrei unter Rotation und harten Zerspanungsbedingungen.

Röhm GmbH, Halle 3, Stand B39

Bernhard Kuttkat | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/index.cfm?pid=1506&pk=116022

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