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Fräsmaschine von Ingersoll-Bohle aus dem Jahr 1992 modernisiert

31.03.2008
Abgesehen von der Fertigung von Neumaschinen befasst sich die Rottler Maschinenbau GmbH mit der Modernisierung von gebrauchten Großwerkzeugmaschinen unterschiedlicher Fabrikate. Denn ältere Maschinen entsprechen im Urzustand meist nicht den Bedingungen für den Einsatz moderner Werkzeuge und Messmittel.

Zudem können laut Rottler durch eine Modernisierung die Leistung gesteigert sowie die Rüst- und Nebenzeiten gesenkt werden. Dies will das Unternehmen auch auf der Metav 2008 zeigen.

So brachte das Unternehmen eine Ingersoll-Bohle Fräsmaschine des Typs S 1500 T1 3000 (Baujahr 1992) mechanisch und elektrisch wieder auf den neuesten Stand. Unter Einbeziehung des Kunden und seinen Erfahrungen bei der Bearbeitung spezieller Werkstücke arbeiteten die Experten von Rottler Vorgaben mit Zielsetzungen und Lösungsvorschlägen heraus.


Auf Basis einer Kostenanalyse der zu modernisierenden Fräsaschine erfolgte eine Kosten-Nutzen-Rechnung. Im Zuge der Modernisierung wurden folgende mechanische Maßnahmen getroffen:

-Geometrische Überarbeitung aller Führungsbahnen für das Erzielen einer hohen Genauigkeit

-bei Führungsbahnen mit hohem Verschleiß wird durch den Einbau gehärteter Leisten die Nutzungsdauer verlängert

-Austausch der Wälzlager und Dichtungen bei allen Achsen

-Überholung aller Spannsätze mit hydraulischer Entlastung und Austausch aller Tellerfedern am Frässchieber

-Erneuerung aller Drehdurchführungen

-Erneuerung aller Abstreifer sowie Überholung der Teleskopabdeckungen für einen besseren Führungsbahnschutz

-Überholung aller Kugelgewindetriebe unter Beachtung der Steifigkeiten und Vorspannungen als wichtige Voraussetzung für die digitale Antriebstechnik

-Montage von modernen Hydraulikanlagen inklusive Überwachungseinrichtungen, neuem Druckflüssigkeitsbehälter und neuer Wegesitzventile

-Erneuerung der Schmierleitungen und Teleskopabdeckungen

-Nachrichten des Maschinenbettes, Kontrolle und gegebenenfalls Austausch der Fixatoren

Mit folgenden Arbeiten modernisierte Rottler die Fräsmaschine in elektrischer Hinsicht:

-Erneuerung Schaltschrank und Bedienpult

-Einsatz der Steuerung Siemens Sinumerik 840 D mit maximaler Rechnerleistung

-Komplette Neuverkabelung der Maschine

-Austausch aller Längenmesssysteme und Einsatz neuer Motore

Den Schaltschrankbau, die Installation, Auslegung der Motore und Antriebe sowie die notwendige Softwareentwicklung führte Rottler aus.

Rottler Maschinenbau GmbH, Halle 15, Stand A53

Claudia Otto | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/spanendefertigung/maschinen/articles/116012/

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