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Filtersystem zur Abscheidung von Kühlschmierstoffen

28.03.2008
Für das Abscheiden von Aerosolen, zum Beispiel Kühlschmierstoffnebeln, Rauch und Staub, hat die GEA Delbag Lufttechnik GmbH das Filtersystem Multitron Premium entworfen. Es eignet sich nach Aussage des Herstellers für den Einsatz an Metallbearbeitungsmaschinen oder Maschinengruppen, in denen die Zerspanung unter Kühlschmiermitteln stattfindet, sowie zum Absaugen von Schweißrauch oder Feinstaub.

Durch das sichere Abscheiden von Aerosolen wird vermieden, dass gesundheitsgefährdende Schwebeteilchen eingeatmet werden können oder dem Menschen durch Hautkontakt schaden. Denn Rauch, Staub oder Kühlschmierstoffnebel können Krankheiten verursachen – von Allergien über Atemwegserkrankungen bis hin zu Krebs.

Das Filtersystem Multitron Premium erreicht nach Herstellerangaben in Kombination mit einem Vorfilter einen Abscheidegrad über 99,9%. Aus den Modulen Vor-, Elektro- und Universalfilter sowie Ventilator lassen sich dem Bedarf entsprechende Systeme zum Filtern von 500 bis 8500 m3/h Luft erstellen.

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Zwei Faktoren machen Filter leistungsstark

Zwei Gründe für die überdurchschnittliche Filterleistung sieht das Unternehmen im patentierten Wellen-Ionisator und der patentrechtlich geschützte Steuerung Multitronic. Die Geometrie des Wellen-Ionisators soll bei gleichem Luftdurchsatz und vergleichbaren Filterabmessungen eine längere Verweilzeit der Aerosole im Ionisationsfeld ermöglichen.

Außerdem soll die Geometrie für das gezielte Verwirbeln der Luft im Ionisator und ein sternförmiges elektrisches Feld rund um die Sprühelektroden sorgen. Dies zusammen steigere die Abscheideleistung um etwa 25%. Eine zweite Filterstufe werde so oft entbehrlich, was Platz und Geld spare.

Die zum Patent angemeldete Multitronic-Steuerung, die nach Aussage des Herstellers erste Filtersteuerung für elektrostatische Kompaktgeräte ihrer Art, überwacht prozessorgesteuert den Hochspannungsteil des Filters. Sie stellt die Filterspannung auf den höchstmöglichen Wert ein, damit Kühlschmiermittel-Tröpfchen oder Partikel mit „maximaler Power“ aufgeladen und im Kollektor abgeschieden werden.

Bei Störeinflüssen wie hoher Luftfeuchtigkeit verringert die Steuerung temporär die Hochspannung, um sie anschließend wieder auf den Maximalwert hoch zu regeln.

Die Steuerung ist auf die neuen Lotus-Isolatoren aus KER 221-Keramik ausgerichtet. Diese besitzen eine mit Nanotechnik hergestellte Oberfläche aus mikroskopisch kleinen Kegeln.

Sie bieten Wasser und Öl keinen Haftgrund und verleihen den Isolatoren eine Selbstreinigungsfunktion, die in langen Wartungsintervallen und einer leichten Reinigung resultiert. Die Lotus-Isolatoren machen das System nach Herstelleraussage sogar für die Emulsionsnebelabscheidung interessant.

Frank Fladerer | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/betriebstechnik/klimaundlueftungstechnik/articles/115696/

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