Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sicherheitskupplung schützt Servoachsen

14.02.2008
Die Sicherheitskupplungen der Baureihe EAS-smartic von Chr. Mayr sind an die Anforderungen dynamischer Servoachsen angepasst und sollen sie vor Überlast schützen. Bei störungsfreiem Betrieb überträgt die Sicherheitskupplung das Drehmoment von der Antriebswelle auf ein Antriebselement (Kettenrad, Zahnriemenscheibe) oder – in Kombination mit einer elastischen Kupplung – auf eine Abtriebswelle.

Die Drehmomentübertragung erfolgt spielfrei über die gesamte Lebensdauer der Sicherheitskupplung. Bei Überschreiten des eingestellten Drehmomentes rastet die Sicherheitskupplung aus. Das Drehmoment fällt sofort ab.

Ein angebauter Endschalter nimmt die Ausrastbewegung auf und schaltet den Antrieb ab. Nach Beseitigung der Störung rastet die Sicherheitskupplung selbstständig wieder ein und ist sofort wieder betriebsbereit.

Mechanische Sicherheitskupplungen schützen besser vor Kollisionen

Kollisionen treten auch bei Maschinen mit den intelligentesten Steuerungs- und Überwachungssystemen auf. Das Resultat für den Nutzer sind hohe Kosten für Reparaturen und Ersatzteile, Stillstandszeiten und ein beschädigtes Image aufgrund verspäteter Lieferung. In modernen Werkzeugmaschinen steigt das Drehmoment bei einer Kollision häufig so schnell an, dass elektronische Überwachungssysteme nicht mehr effektiv und rechtzeitig reagieren können.

Mechanische Sicherheitskupplungen dagegen trennen den Antriebsstrang meistens schon innerhalb weniger Millisekunden, sobald das voreingestellte Drehmoment erreicht ist und koppeln so einen Großteil der zerstörerischen kinetischen Energie ab. Die Sicherheitskupplungen erhalten damit die Qualität von Werkzeugmaschinen und steigern ihre Produktivität.

Sicherheitskupplungen sind sehr kompakt

Trotzdem verzichten immer noch Maschinenhersteller auf Schutzeinrichtungen wie Sicherheitskupplungen. Sie haben nach wie vor hauptsächlich Bedenken wegen der zusätzlichen Massenträgheitsmomente, des Verlusts an Drehsteifigkeit und wegen der höheren Kosten.

Die neueste Generation der Mayr-Sicherheitskupplungen will sich dem stellen. Die Sicherheitskupplungen sind nach Aussage des Herstellers äußerst kompakt und leistungsdicht und damit geeignet für den Einsatz in Werkzeugmaschinenachsen.

Gesamtlänge der Sicherheitskupplungen nur 10 bis 15 mm

Über 20 Jahre Erfahrung in Konstruktion und Herstellung von spielfreien formschlüssigen Sicherheitskupplungen sind in die Entwicklung eingeflossen. Der Außendurchmesser der vorgestellten Sicherheitskupplung bewegt sich auf dem Niveau einer Standardwellenkupplung, die Gesamtlänge beträgt nur etwa 10 bis 15 mm mehr. Daraus resultiert ein sehr niedriges Massenträgheitsmoment, das kleiner ist als beispielsweise bei einer Stahlservokupplung.

Gehärtete Komponenten mit dem bewährten Kugel-Senkungs-Prinzip und spezielle Tellerfedern sorgen für extrem hohe Drehsteifigkeit. Alle Bauteile sind so dimensioniert, dass trotz der hohen Leistungsdichte keine Abstriche an Zuverlässigkeit und Lebensdauer gemacht werden müssen.

Reinhold Schäfer | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/antriebstechnik/articles/109104/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Gewicht von Robomotion-Greifer um 60 Prozent reduziert
31.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht Assistenzsysteme für die Blechumformung
28.07.2017 | Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie