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Solid Edge ermöglicht Design von Handprothesen für Kambodscha

06.02.2008
Ein Projektteam des Studiengangs Maschinenbau der Hochschule für Technik an der Fachhochschule Nordwestschweiz entwickelte mit Solid Edge von Siemens PLM Software eine funktionelle Handprothese, welche den Opfern von Personenminen in Kambodscha Erleichterung bringen soll.

Noch immer werden in Kambodscha zahlreiche Menschen Opfer von Personenminen. Die Verletzungen können verheerend sein, und der Bedarf an Prothesen ist gross, jedes Jahr werden rund 200 Handprothesen benötigt.

Auf Anregung der Stiftung Mine-Ex, eines Projektes von Rotary Schweiz-Liechtenstein, entwickelte ein Projektteam aus Studierenden im sechsten Semester unter der Leitung von Prof. Dr. Jochen Müller, Studiengangleiter Maschinenbau, eine funktionelle Handprothese.

Das Design der Handprothese erfolgte in Solid Edge, der Kernkomponente der UGS Velocity Series von Siemens PLM Software. Im Zuge des „Academic Partner Programs“ zur Förderung der Studierenden stellt Siemens PLM Software Hochschulen und Universitäten Lizenzen zum Preis der Verwaltungskosten zur Verfügung.

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Die Handprothese hat die Form einer Hand und ermöglicht einfache Griffe und Bewegungen. Sie soll baldmöglichst die heutigen Prothesen – Zierhände oder ein künstlicher Armstumpf mit Greifhaken – ersetzen. Die an der Hochschule für Technik entwickelte Handprothese ist nicht nur funktionell, sondern sie kann auch kostengünstig in lokalen Produktionsstätten hergestellt werden.

Das IKRK ist weltweit engagiert im Prothesenbau für Betroffene in Krisengebieten und auch in Kambodscha aktiv. Es hat die neue Kunsthand positiv beurteilt und lässt vor Ort eine Nullserie fabrizieren und in der Praxis testen. In der Schweiz wurde die Handprothese jüngst am Lilienberg-Unternehmerforum einem medizinischen Fachpublikum vorgestellt.

Da es sich um ein humanitäres Projekt handelt und die Herstellungskosten niedrig sein sollen, wurde zudem ganz bewusst auf einen Patentschutz verzichtet. Der Einsatz des umfassenden 3D-CAD Systems Solid Edge, ist optimal, da es einfach zu bedienen ist und einen transparenten Konstruktionsprozess ermöglicht.

Inzwischen arbeitet man an der Hochschule für Technik bereits an der Weiterentwicklung: Die Hand soll noch leichter, griffiger und dauerhafter werden. Prof. Jochen Müller wird vermutlich Ende Jahr nach Kambodscha reisen und mit den Verantwortlichen vor Ort weitere Verbesserungsmöglichkeiten diskutieren.

| Siemens A&D
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com

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