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Mit Sprengstoff Strukturen in Oberflächen einarbeiten

18.01.2008
Pfinztal (jk) – Die zerstörerische Wirkung von Sprengstoff ist bekannt. Kaum Beachtung findet dagegen, dass sich eine Sprengstoffdetonation auch produktiv nutzen lässt. So werden am Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie (ICT) Stoßwellen detonativ erzeugt, um in Sekundenbruchteilen vorgegebene Strukturen in Metalloberflächen einzuarbeiten, zum Beispiel in die Kavität von Formwerkzeugen.

Dieses Sprengprägen ermöglicht es sogar, Hologramme herzustellen. Auf eine Werkzeugplatte (Negativ) eingeprägt, lassen sie sich zum Beispiel auf Kunststoffteile übertragen.

Zum Erzeugen strukturierter Oberflächen haben sich am Institut zwei Vorgehensweisen als praktizierbar herauskristallisiert: Entweder werden die Metalloberflächen mit dem einzuprägenden Gegenstand – der Originalstruktur – bedeckt und darauf eine dünne Folie aus Sprengstoff aufgebracht. Bei der Detonation wird die Struktur des darunter liegenden Gegenstands in das Metall eingearbeitet.

Zwei Möglichkeiten zur Oberflächengestaltung mit Sprengstoff

Oder es erfolgt ein Abguss der Struktur von einer Vorlage als Negativ mit einer aushärtbaren Sprengstoffmasse. Somit wird eine strukturierte Sprengstofffolie hergestellt, die man direkt auf der Metalloberfläche zündet.

In beiden Fällen entstehe eine detailgetreue Abbildung, heißt es. Kostenintensive Schritte konventioneller Verfahren würden vermieden. Als besonders geeignet wird das Sprengprägen für kleine Flächen bis 0,25 m2 angesehen.

Josef-Martin Kraus | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/oberflaechentechnik/mechanischeoberflaechenbearbeitung/articles/105634/

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