Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bearbeitungszentrum für schwere Profile

08.12.2008
Größer, schneller, stärker – so charakterisiert Elumatec sein neues Profilbearbeitungszentrum SBZ 151, das auf die hohen Leistungsansprüche der industriellen Profilbearbeitung zugeschnitten ist. „Gerade in der industriellen Profilbearbeitung verzeichnen wir seit längerem eine steigende Nachfrage“, sagt Elumatec-Verkaufsleiter Harald Burger.

In vielen Branchen wie dem Fahrzeugbau gewinnt das Aluminiumprofil aufgrund seines geringen Eigengewichts und hervorragender Statik-Eigenschaften als Bauelement immer mehr an Bedeutung, so Burger. Im Vergleich zu den klassischen Einsatzbereichen von Aluminiumprofilen im Fenster- und Fassadenbau stellen die industriellen Anwendungen die Maschinenentwickler vor besondere Aufgaben. So haben Aluminium- oder Stahlprofile mit tragenden Funktionen oftmals einen massiven Querschnitt, so dass Maschinen mit geringer Leistung für die Bearbeitung nicht geeignet sind.

Dazu kommt, dass bei industriellen Anwendungen meist mittlere bis große Serien in die Produktion gehen — da ist Präzision ebenso gefragt wie die Schnelligkeit in den einzelnen Bearbeitungsschritten. „Die Verknüpfung von hoher Leistung, optimaler Präzision und maximaler Bearbeitungsgeschwindigkeit war für uns die Basis bei der Entwicklung des SBZ 151“, betont Burger.

Pendelbetrieb ist möglich

Für die kraftvolle Bearbeitung auch bei dickwandigen Profilen sorgt beim neuen Profilbearbeitungszentrum ein Spindelantrieb mit dauerbetriebsfähigen 16 kW Leistung, der die Frässpindeldrehzahlen auf 24 000 min—1 beschleunigt und auch bei niedrigeren Drehzahlen ein hohes Drehmoment von 17 Nm übertragen kann. Der Arbeitsbereich lässt sich in zwei Segmente aufteilen, so dass die Bearbeitung im Pendelbetrieb möglich ist. Bei extrem langen Profilen können ohne Pendelbetrieb je nach Ausführung Werkstücke bis zu einer Länge von 12 m bearbeitet werden.

Frei programmierbarer Winkelkopf als Option

Aufgrund der nummerischen Fünf-Achs-Steuerung lassen sich Profile an fünf Seiten bearbeiten. Als Option kann in das Profilbearbeitungszentrum ein Winkelkopf integriert werden, der dann die Bearbeitung an sechs Seiten oder an schrägen Profilflächen ermöglicht, so Elumatec. Der Winkel ist frei programmierbar und kann an der A-Achse zwischen ±110° und an der C-Achse zwischen ±185° liegen. Damit sind auch anspruchsvolle Bearbeitungen an Profilen mit komplexer Geometrie möglich. Im automatischen Werkzeugwechsler finden bis zu 20 Werkzeuge Platz. Dazu kommt noch ein Pick-Up-Platz für ein Sägeblatt mit einem Durchmesser bis 500 mm.

Steuerung des Profilbearbeitungszentrums wurde neu konzipiert

Völlig neu konzipiert wurde die Steuerung des Profilbearbeitungszentrums, die laut Elumatec konsequent am Bedarf der oft komplexen industriellen Serienbearbeitung ausgerichtet ist: die CNC Axium-Power von Num, die auf ISO-Code-Basis frei programmierbar ist. Außer der Direkteingabe der Daten steht die Anbindung an das Elusoft-Programm oder die Konvertierung von dreidimensionalen CAD-Daten über die Puma-Software als Option offen.

Die integrierte RTCP-Funktion (Rotation Around Tool Center Point) vereinfacht die Programmierung im Raum (schiefe Ebene) mit Berücksichtigung der Versatzmaße Werkzeug und Drehpunktversatz. Aufgrund dieser Kompensation bewahrt die Mitte eines halbkugelförmigen Werkzeuges ihre Position.

Bernhard Kuttkat | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/spanende_fertigung/articles/156707/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Baukasten-System für die Linienfertigung: Die VL-Baureihe von EMAG
21.02.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

nachricht Fraunhofer IWS Dresden kooperiert mit starkem Forschungspartner in Singapur
14.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017

23.02.2017 | Veranstaltungen

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus

23.02.2017 | Förderungen Preise

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: Bayreuther Forscher dringen tief ins Weltall vor

23.02.2017 | Physik Astronomie