Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bearbeitungszentrum zur effizienten Zerspanung größerer Werkstücke

10.12.2009
Werkstücke mit einem Hüllzylinder bis 900 mm Durchmesser kann das Fünf-Achs-Bearbeitungszentrum G 550 effizient und flexibel bearbeiten. Dabei können Werkzeuge mit Längen bis 500 mm eingesetzt werden. Ein Doppelscheiben-Werkzeugmagazin ermöglicht hauptzeitparalleles Rüsten einer Scheibe.

Zwei Jahre nach dem Einstieg ins Standardmaschinengeschäft mit dem Fünf-Achs-Bearbeitungszentrum G 350 erweitern die Grob-Werke ihr Portfolio der Standardmaschinen um das größere Bearbeitungszentrum G 550. Wie erläutert wird, ist das neue Bearbeitungszentrum der nächste wichtige und logische Schritt zur Intensivierung der Marktpräsenz in diesem umkämpften Volumensegment.

Bearbeitungszentrum mit größeren Verfahrwegen

Das Bearbeitungszentrum G550 bietet Kunden die Möglichkeit, so Grob, auch die nächste Größenordnung von Werkstücken zu bearbeiten. So betragen die Verfahrwege in der X-, Y- und Z-Achse 800, 650 plus 300 und 1020 mm. Die maximal zu bearbeitende Werkstückhöhe (reine B-Achse) beträgt 735 mm.

Von strategischer Bedeutung für den Mindelheimer Werkzeugmaschinenhersteller ist vor allen Dingen der Ausbau des bestehenden Marktsegments und die Erschließung weiterer Märkte. Besonders auf dem internationalen Markt, weil dort – bei größerem Marktpotenzial – die G 550 ihre Stärken besonders gut ausspielen kann.

Bearbeitungszentrum kann Werkstücke mit bis zu 900 mm Hüllzylinder-Durchmesser bearbeiten

Das Bearbeitungszentrum G 550 vereinigt alle Vorzüge seiner kleinen Schwester, der G 350, und ist mit seiner Achsanordnung (Y-, A- und B-Achse im Werkstück, X- und Z-Achse im Werkzeug), den Vorteilen der horizontalen Spindel und des Schwenk-Rundtisches in der Lage, Werkstücke mit einem Hüllzylinder bis 900 mm Durchmesser an fünf Seiten zu bearbeiten. Dabei können Werkzeuge mit einer Länge bis 500 mm eingesetzt werden.

Für die Werkzeuganwendung bietet die G 550 vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Außer einer Spindel mit der Werkzeugschnittstelle HSK A-63/SK 40 kann das Bearbeitungszentrum auch mit einer Spindel für Werkzeughalter mit den Schnittstellen HSK A-100/SK 50 ausgerüstet werden.

Doppelscheiben-Werkzeugmagazin macht Werkzeugwechsel schneller

Der klassische Pick-up-Werkzeugwechsel wurde um die platzsparende und die Span-zu-Span-Zeit reduzierende Variante mit einem Doppelscheiben-Werkzeugmagazin erweitert. Damit können 60 HSK A-100 oder 120 HSK A-63 Werkzeugplätze variabel integriert werden.

Das Doppelscheibenmagazin ermöglicht zusätzlich ein hauptzeitparalleles Umrüsten einer Magazinscheibe, während für die Bearbeitung des aktuellen Werkstücks die Werkzeuge aus der anderen Magazinscheibe von einem Werkzeugarm mit Doppelgreifer eingewechselt werden können. Für HSK-63-Werkzeuge stehen 60 Magazinplätze zur Verfügung, für SK-Werkzeuge sind es 50. Die Span-zu-Span-Zeit für HSK-63- Werkzeuge ist 4,3 s.

Hauptspindel in jedem Bearbeitungszentrum als Motorspindel ausgebildet

Eine sehr wichtige Rolle spielt gerade bei Standardmaschinen die Hauptspindel, so Grob, die in allen Variationen als Motorspindel ausgebildet ist. Außer den HSK-A-63-Spindeln, die schon vom Bearbeitungszentrum G 350 bekannt sind, wird die drehmomentstarke HSK-A-100-Spindel mit 575 Nm dem stabilen Bearbeitungszentrum G 550 gerecht.

Darüber hinaus steht auch eine besonders universelle Motorspindel mit einem hohen Drehmoment von 223 Nm und einer maximalen Drehzahl von 16000 min–1 zur Verfügung.

Diagnosefunktion im Bearbeitungszentrum visualisiert Fräsprozess

Neu ist auch eine Diagnosefunktion. Wie Grob erläutert, wurde mit der Spindel-Diagnose ein Zubehör entwickelt, das es dem Kunden ermöglicht, den Fräsprozess zu visualisieren. Damit können an Hand der auf dem Steuerungsbildschirm dargestellten Schwingbeschleunigung, Schwinggeschwindigkeit und des Temperaturprofils nicht nur Zerspanungsprozesse optimiert, sondern auch Standzeiten von Spindeln und Werkzeugen erhöht werden.

Bernhard Kuttkat | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/spanende_fertigung/articles/243242/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Flüssiger Wasserstoff im freien Fall
05.12.2016 | Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM)

nachricht IPH entwickelt Prüfstand für angetriebene Tragrollen
29.11.2016 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einzelne Proteine bei der Arbeit beobachten

08.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Intelligente Filter für innovative Leichtbaukonstruktionen

08.12.2016 | Messenachrichten

Seminar: Ströme und Spannungen bedarfsgerecht schalten!

08.12.2016 | Seminare Workshops