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Bald wirtschaftlich - Lithium-Ionen-Batterien für Flurförderzeuge

12.09.2011
In vielen Anwendungen im Haushalt sind sie bereits Standard: Lithium-Ionen-Akkus, denen einstweilen die Zukunft der mobilen Anwendungen gehört. Schwieriger wird es bei schwerem Gerät wie Fahrzeugen. Auch Linde MH versucht sich auf diesem Gebiet und will hier bald Geräte anbieten.

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Welche Vorteile sich durch die Verwendung von Lithium-Ionen-Batterien in Flurförderzeugen ergeben, zeigt Linde Material Handling mit zwei fahrbereiten Prototypen: ein Niederhubwagen Linde T16 mit 1,6 Tonnen Tragfähigkeit und ein Elektro-Stapler auf Basis der neuen Baureihe mit der Bezeichnung Linde E25 Li-Ion mit 2,5 Tonnen Tragfähigkeit. Der deichselgeführte Niederhubwagen macht sich vor allem die größere Energiedichte des Lithium-Ionen-Akkus zunutze.


Eine kleine Batterie mit einem Energiegehalt von 2,1 Kilowatt pro Stunde (das entspricht einer Blei-Batterie mit 120 Amperestunden) in Kombination mit einem integrierten Schnellladegerät genügt, um das Gerät über den ganzen Tag hinweg einsetzen zu können. Vorausgesetzt, die Batterie wird in den Pausen aufgeladen. Als mögliche Einsatzfelder empfehlen sich beispielsweise der Lebensmittelhandel oder kleinere Betriebe. Mehr Beinfreiheit für den Fahrer sowie eine größere Trittstufe sind augenfällige Merkmale des Elektro-Gegengewichtstaplers.

Möglich wurden diese ergonomischen Verbesserungen durch die konstruktiven Freiheiten, welche die LI-Batterie aufgrund ihres geringeren Einbauraumes bei gleichem nutzbarem Energieinhalt bietet. Denn während herkömmliche Bleibatterien meist vorgegebenen Normgrößen entsprechen, können die Zellen der LI-Batterie in ihrer Einbauposition frei angeordnet werden. Einstieg und Arbeitsplatz lassen sich somit ähnlich bedienerfreundlich gestalten wie bei den verbrennungsmotorischen Linde-Staplern.

„Mit den Fahrzeugen wollen wir unseren Kunden zeigen, dass Linde MH technisch in der Lage ist, Elektro-Stapler und Lagertechnikgeräte mit Lithium-Ionen-Batterie anzubieten“, sagt Ralf Dingeldein, Vertriebsbereichsleiter Neufahrzeuge bei Linde MH. „Bei den Lagertechnikgeräten wird die Wirtschaftlichkeit in absehbarer Zeit erreichbar sein“, so die Einschätzung von Dingeldein. „Die auf Cemat gezeigte Variante planen wir kurzfristig auf den Markt zu bringen. Das Gleiche gilt für weitere Modelle aus dem Programm der Niederhubwagen, Kommissionierer und Schlepper“, kündigt Dingeldein an.

Die Eigenschaften der Lithium-Ionen Batterie sind vielversprechend – vor allem im Vergleich zur Bleibatterie. Denn erstens ist die LI-Batterie spannungsstabil. Das heißt, über die gesamte Einsatzzeit bis kurz vor dem Entladezustand gibt sie gleichmäßig volle Leistung ab. Zweitens ist ein Nach- beziehungsweise Ausgleichsladen der Batterie nach dem eigentlichen Ladevorgang zur Schonung des Akkus nicht erforderlich. Das spart Energie. Hinzu kommt, dass sich die LI-Batterie wesentlich schneller wieder aufladen lässt.
Die im Linde T16-Modell gezeigte kleine Batterie ist in einer halben Stunde zu 80 Prozent geladen, bei großen LI-Batterien ist diese Kapazität nach wenigen Stunden erreicht. Werden Pausen genutzt, um die Batterie an einer Steckdose zwischenzuladen, schafft der Stapler mit einer vollen Batterie-Ladung zwei Schichten.

Das Komplettsystem, bestehend aus Elektronik, Ladegerät und Temperaturüberwachung, muss jedoch an die Belange des jeweiligen Fahrzeugs angepasst werden. Die LI-Batterie muss appliziert werden. Da sie weder tiefentladen noch überladen werden darf, ist eine Batteriesteuerung erforderlich, die den Zustand der Zellen ständig überwacht und so die maximale Lebensdauer garantiert. Ist dies der Fall, beträgt die Lebensdauer die doppelte Zyklenanzahl im Vergleich zur Bleibatterie. Mit der französischen Saft Group hat Linde MH einen erfahrenen Kooperationspartner an der Seite. Das Unternehmen stellt High-Tech-Batterien für industrielle Anwendungen her und gehört im Bereich LI-Batterien zu den technologischen Spitzenreitern der Branche. Saft-Batterien finden in der Luft- und Raumfahrt ebenso Verwendung wie auf Schiffen, in der Medizin, in der Rüstungsindustrie sowie im Transport- und Telekomsektor. bw

Quelle: handling
Weitere Informationen: www.handling.de/Material-handling/Material-Handling---Flurfoerderantriebe.htm

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