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Bakterizidfreie Kühlschmierstoffe

17.07.2009
Henkel hat die ersten wassermischbaren, bakterizidfreien Kühlschmierstoffe entwickelt, die auch im Nachsatz keine Bakterizidzugabe benötigen. Wie erläutert wird, erleichtern diese neuen Kühlschmierstoffe Multan nicht nur das Handling in der Produktion, sondern minimieren die gesundheitliche Belastung der Mitarbeiter und ermöglichen bereits jetzt die erfolgreiche Umsetzung der EU-Biozid-Richtlinie.

Mit einer neuartigen Rohstoffkombination gelang jetzt erstmals die Umformulierung der patentierten Emulgatortechnik. Dadurch erzielte Henkel den Durchbruch bei der Entwicklung einer neuen Generation an Kühlschmierstoffen. Diese neue Kühlschmierstofftechnik bewirkt, dass Bakterien bereits ab einer gewissen Mindestkonzentration an der Nahrungsaufnahme aus dem Abbau von Emulgatoren gehindert werden, so Henkel.

Kühlschmierstoff kommt ohne Bakterizide aus

Unterhalb dieser Konzentration ist die gesetzlich vorgeschriebene biologische Abbaubarkeit wieder gewährleistet. Damit ist es gelungen, die bei der Verwendung von Kühlschmierstoffen problematische Bildung von Bakterien ohne den Zusatz von toxischen Bakteriziden zu verhindern, erklärt Henkel.

Die neuentwickelten Multan Produkte 71-2 und 77-4 kommen gänzlich ohne den Zusatz dieser gesundheitsschädlichen Bakterizide aus. Dies war bislang mit den klassischen Produktkonzepten nicht möglich.

Gesundheitliche Belastung durch Kühlschmierstoff ausgeschlossen

Der Einsatz der neuen Multan-Kühlschmierstoffe schließt eine gesundheitliche Belastung der Mitarbeiter sowohl durch Bakterien als auch durch Bakterizide aus. Und das bei gleichbleibender Qualität der Leistung. Bisher werden zwei Produkte mit der neuen Technik angeboten.

Der Kühlschmierstoff Multan 71-2 ist multifunktional einsetzbar. Wegen seiner hohen Schmierleistungen eignet er sich für schwere Grobzerspanungen. Aufgrund seiner Feindispersität ist er jedoch auch zum Schleifen einsetzbar.

Für extreme Schmierleistungen gibt es den Kühlschmierstoff Multan 77-4 für besonders schwere Edelstahl- und Aluminiumzerspanung, selbst bei niedrigen Einsatzkonzentrationen. Durch den Einsatz dieser Produkte kann bereits jetzt die EU-Biozid-Richtlinie umgesetzt werden, die ab dem Jahr 2014 in Kraft tritt und die Verwendung von Bakteriziden deutlich einschränkt.

Bernhard Kuttkat | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/spanende_fertigung/articles/206170/

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