Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Automatisierungstechniker modularisieren die Fertigung der Zukunft

07.04.2016

Werkstücke und Maschinen, die miteinander kommunizieren, aufeinander reagieren und den Anforderungen entsprechend selbstständig tätig werden – so sieht nach Ansicht von Experten die industrielle Fertigung der Zukunft aus. Noch ist Industrie 4.0 eher Vision, doch an der Helmut-Schmidt-Universität demonstriert ein Team um Professor Dr.-Ing. Alexander Fay vom Institut für Automatisierungstechnik an zwei modularen Anlagen, wie der digitale Wandel unsere industrielle Wertschöpfung revolutionieren wird.

„Wir sind in der Lage, in unseren Laboren sowohl die innovative horizontale Integration, die vertikale Integration sowie ein durchgängiges Engineering darzustellen. Das gibt es so modern und in dieser Kombination an keinem anderen Hochschulstandort der Stadt“, sagt Professor Fay.


Autonom gesteuert, verbinden die Werkstückträger die einzelnen Fertigungsstationen.

Foto: Ulrike Schröder

Dank ihres modularen Aufbaus können die Anlagen auf ganz individuelle Anforderungen bis hin zum kompletten Supply-Chain-Management zugeschnitten werden. „Wir machen Industrie 4.0 für die Wirtschaft sichtbar.“

Während der horizontalen Integration erlangen alle am Produktionsablauf beteiligten Maschinen durch ihre informations- und kommunikationstechnische Einbettung in ein Cyber-Physisches System die Fähigkeit zur Interaktion, Selbstanalyse, Selbstkonfiguration und damit zur Eigenoptimierung. Sie informieren sich gegenseitig über Defekte, Verzögerungen oder Änderungen im aktuellen Produktionsablauf und agieren oder reagieren entsprechend.

In der vertikalen Integration trägt jedes einzelne Bauteil dank Radio-Frequency Identification (RFID) alle zur Fertigung des neuen Werkstückes notwendigen Informationen in sich und gibt diese sowie alle auftretende Veränderungen und Besonderheiten an die Maschinen weiter.

Dank durchgängigem Engineering wird das Zusammenspiel aller Planungswerkzeuge von Software, Schnittstellen und die Übertragbarkeit von Daten harmonisiert.

Die hochmodernen Labore werden bereits jetzt im Rahmen der von der Hamburger Handelskammer initiierten Dialogplattform Industrie 4.0 genutzt, um interessierten Unternehmen der Metropolregion in Workshops die Facetten der modernen, digitalisierten Fertigung zu demonstrieren.

„Wir freuen uns, Teil dieser Förder-Initiative zu sein, wissen aber auch um ihre Dringlichkeit. In vielen Unternehmen der Region besteht hinsichtlich der Digitalisierung großer Nachholbedarf“, sagt Alexander Fay.

Schon jetzt häufen sich Anfragen aus dem In- und Ausland, um die innovativen Laboranlagen an der Helmut-Schmidt-Universität zu besichtigen. Den Experten wundert das nicht. „Unsere Anlagen zeigen exemplarisch, wie die Produktion der Zukunft aussehen wird.“ Und sie ist dank des modularen Ansatzes sogar bezahlbar.

Weitere Informationen
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Alexander Fay, Institut für Automatisierungstechnik, Telefon: 040 6541–2719, E-Mail: alexander.fay@hsu-hh.de

Dietmar Strey | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht CI-Maschine von EMAG ECM: Hocheffektive Lösung für das Entgraten von komplexen Bauteilen
12.04.2018 | EMAG GmbH & Co. KG

nachricht Kaltmassivumformung: auch komplexe Bauteilherstellung virtuell und kostengünstig designen
29.03.2018 | Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: BAM@Hannover Messe: Innovatives 3D-Druckverfahren für die Raumfahrt

Auf der Hannover Messe 2018 präsentiert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), wie Astronauten in Zukunft Werkzeug oder Ersatzteile per 3D-Druck in der Schwerelosigkeit selbst herstellen können. So können Gewicht und damit auch Transportkosten für Weltraummissionen deutlich reduziert werden. Besucherinnen und Besucher können das innovative additive Fertigungsverfahren auf der Messe live erleben.

Pulverbasierte additive Fertigung unter Schwerelosigkeit heißt das Projekt, bei dem ein Bauteil durch Aufbringen von Pulverschichten und selektivem...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: innovative 3D printing method for space flight

At the Hannover Messe 2018, the Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung (BAM) will show how, in the future, astronauts could produce their own tools or spare parts in zero gravity using 3D printing. This will reduce, weight and transport costs for space missions. Visitors can experience the innovative additive manufacturing process live at the fair.

Powder-based additive manufacturing in zero gravity is the name of the project in which a component is produced by applying metallic powder layers and then...

Im Focus: IWS-Ingenieure formen moderne Alu-Bauteile für zukünftige Flugzeuge

Mit Unterdruck zum Leichtbau-Flugzeug

Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden haben in Kooperation mit Industriepartnern ein innovatives Verfahren...

Im Focus: Moleküle brillant beleuchtet

Physiker des Labors für Attosekundenphysik, der Ludwig-Maximilians-Universität und des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik haben eine leistungsstarke Lichtquelle entwickelt, die ultrakurze Pulse über einen Großteil des mittleren Infrarot-Wellenlängenbereichs generiert. Die Wissenschaftler versprechen sich von dieser Technologie eine Vielzahl von Anwendungen, unter anderem im Bereich der Krebsfrüherkennung.

Moleküle sind die Grundelemente des Lebens. Auch wir Menschen bestehen aus ihnen. Sie steuern unseren Biorhythmus, zeigen aber auch an, wenn dieser erkrankt...

Im Focus: Molecules Brilliantly Illuminated

Physicists at the Laboratory for Attosecond Physics, which is jointly run by Ludwig-Maximilians-Universität and the Max Planck Institute of Quantum Optics, have developed a high-power laser system that generates ultrashort pulses of light covering a large share of the mid-infrared spectrum. The researchers envisage a wide range of applications for the technology – in the early diagnosis of cancer, for instance.

Molecules are the building blocks of life. Like all other organisms, we are made of them. They control our biorhythm, and they can also reflect our state of...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

infernum-Tag 2018: Digitalisierung und Nachhaltigkeit

24.04.2018 | Veranstaltungen

Fraunhofer eröffnet Community zur Entwicklung von Anwendungen und Technologien für die Industrie 4.0

23.04.2018 | Veranstaltungen

Mars Sample Return – Wann kommen die ersten Gesteinsproben vom Roten Planeten?

23.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Von der Genexpression zur Mikrostruktur des Gehirns

24.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Bestrahlungserfolg bei Hirntumoren lässt sich mit kombinierter PET/MRT vorhersagen

24.04.2018 | Medizintechnik

RWI/ISL-Containerumschlag-Index auf hohem Niveau deutlich rückläufig

24.04.2018 | Wirtschaft Finanzen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics