Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Adapter integriert Standardsensoren in IO-Link

09.11.2009
Ein Adapter der Siemens-Division Industry Automation integriert Standardsensoren einfach in IO-Link, den Kommunikationsstandard der Sensor-/Aktorebene.

Damit kann ein Großteil der am Markt verfügbaren Sensortypen ohne spezielle Anpassung die Vorteile von IO-Link nutzen, zum Beispiel in die zentrale Fehlerortung und -diagnose eingebunden zu werden.


Der Adapter Simatic PX130C verfügt über eine Vielzahl Signal vorverarbeitender Funktionen und umfangreiche Diagnosefunktionen. Er eignet sich besonders gut für Antriebslösungen, etwa Drehzahlregelung und -überwachung sowie Drehrichtungserkennung, und für schnelle Zähler.

Der Adapter Simatic PX130C in hoher Schutzart IP67 fungiert als Zwischenstecker zum Anschluss von bis zu zwei binären Näherungsschaltern oder einem analogen Sensor an die Steuerungsebene. Dazu verfügt der Adapter über zwei auf pnp oder npn einstellbare Eingänge, von denen einer digital, der zweite wahlweise analog oder digital ausgelegt ist. Der analoge Eingang ist einstellbar auf 0-20 mA, 4-20 mA oder 0-10V. An den Adapter lässt sich die Großzahl der am Markt verfügbaren Sensortypen anschließen, das gilt auch für mehr als 500 Standard-Näherungsschalter aus dem Simatic-PX-Portfolio von Siemens.

Der Simatic-PX130C-Adapter verfügt über vielfältige Funktionen. Dazu gehören Signal-Vorverarbeitungsfunktionen wie A/D-Wandlung, Drehrichtungserkennung, Drehzahlüberwachung, Invertierung des Eingangs, Schaltzeitmessung und Timer mit zum Beispiel verlängertem Impuls. Die Diagnosefunktionen überwachen angeschlossene Sensoren auf Drahtbruch, Kurzschluss und Über-/Unterstrom. Die Projektierung erfolgt im Standard-Engineeringtool mittels bereitgestellter IODD (IO-Link Device Description), zum Beispiel für die Einstellung der Signal-Vorverarbeitungsfunktionen. So lassen sich im Tool beispielsweise Mittelwertbildung oder Einschalt-Muting parametrieren, und man kann auch einstellen, ob ein angeschlossener Sensor auf steigende oder fallende Flanke erfasst werden soll.

Der neue Adapter bringt besonders in anspruchsvolleren Sensorik-Anwendungen Vorteile. Zu den typischen Anwendungsgebieten gehören Drehzahlregelung und -überwachung, Stillstands- und Schlupfüberwachung oder Umschaltung und Überwachung von Anlaufvorgängen an Antrieben. Die vielfältigen Funktionen bieten Einsatzmöglichkeiten in allen Arten von Maschinen und Anlagen, beispielsweise in Wind- oder Blockheizkraftwerken, Förderbändern und Prüfständen oder an Großantrieben. Zusätzlich ermöglicht eine Kombination mit einfachen Näherungsschaltern die Erfassung der Drehrichtung, zum Beispiel. in Aufzugsanlagen, Rührwerken, Pumpen oder Lüftern, oder die Schlupfüberwachung an Riemen- und Hydraulikantrieben. Schnelle Zählvorgänge bis zu fünf Kilohertz erfasst der Sensoradapter ebenso wie Schaltfrequenzen: Damit eignet er sich auch zur Regelung und Steuerung von Rüttlern oder Schwingförderern. Mit seiner Flexibilität spart der kompakte IO-Link-Adapter PX130C im Schaltschrank zusätzliche Drehzahlwächter oder Zählerbaugruppen und bei der Drehzahl- und Drehrichtungserfassung zusätzliche Drehgeber.
Leseranfragen bitte unter Stichwort „IA2203“ an:
Siemens Industry Automation, Infoservice, Postfach 23 48, D-90713 Fürth
Fax: ++49 911 978-3321 oder E-Mail: infoservice@siemens.com

Gerhard Stauss | Siemens Industry
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/io-link

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Aufwind für die Luftfahrt: University of Twente entwickelt leistungsstarke Verbindungsmethode
23.01.2017 | University of Twente

nachricht Satellitengestützte Lasermesstechnik gegen den Klimawandel
17.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wie der Nordatlantik zum Wärmepirat wurde

23.01.2017 | Geowissenschaften

Immunabwehr ohne Kollateralschaden

23.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

23.01.2017 | Physik Astronomie