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ABB zeigt autonome Sensoren und effizientes Fertigungsanlagen-Planungswerkzeug

17.11.2009
Im Forschungszentrum in Ladenburg hat ABB aktuelle Forschungsschwerpunkte und Projekte vorgestellt. Die Wissenschaftler des Technologiekonzerns präsentieren Neuerungen aus Automatisierungstechnik, Robotik und Energietechnik. Im Vordergrund stehen dabei Produkte und Systeme, die helfen sollen, die Produktion zu optimieren, Ressourcen effizienter zu nutzen und Kohlendioxid-Emissionen zu reduzieren.

„Die größte Herausforderung der wir uns heutzutage stellen müssen ist der Klimaschutz“, erläutert Peter Smits, Vorstandsvorsitzender der ABB AG und Leiter der Region Zentraleuropa, im Rahmen der Veranstaltung. „Forschung und Entwicklung bei ABB leisten einen wichtigen Beitrag um die Wünsche unserer Kunden nach energieeffizienten Technologien zu erfüllen.“

Autonome Sensoren versorgen sich selbst mit Energie

Die Experten am ABB Forschungszentrum in Ladenburg entwickeln beispielsweise sogenannte autonome Sensoren. Diese Messgeräte für Druck, Temperatur oder den Durchfluss übertragen nicht nur die gemessenen Daten per Funk, auch ihre Energieversorgung erfolgt drahtlos.

Da in vielen Anwendungen Batterien als Energiequelle ausscheiden, weil sie regelmäßig gewechselt werden müssen, kommen – je nach Prozess unterschiedliche – „Energy Harvesting-Technologien“ zum Einsatz. Dabei können kleine Photovoltaik-Module im Außenbereich zum Einsatz kommen, aber auch die in Prozessen entstehende Abwärme oder Vibrationen können zur Energieversorgung der autonomen Sensoren verwendet werden.

Fabrikautomation einfach und effizient planen

Ein weiteres Thema sind innovative Konzepte für die Fabrikautomation, denn automatisierte Fertigungsanlagen in Fabriken sind heute geprägt durch das Zusammenspiel einer Vielzahl komplexer Komponenten wie Motoren, Schaltelementen, Robotern, Steuerungen oder Antrieben. Entsprechend sind Planung und Inbetriebnahme solcher Anlagen sehr aufwändig und häufig fehleranfällig.

Im Roboterlabor des Forschungszentrums in Ladenburg wurde gezeigt, wie mit Hilfe effizienter Engineering-Werkzeuge und aufeinander abgestimmter Produkte die Planung vereinfacht werden kann und dadurch die Installationskosten gesenkt werden können.

800 Mio. Euro gehen im Jahr in Entwicklung und Forschung

Der ABB-Konzern investierte nach eigenen Angaben im Jahr 2008 etwa 800 Mio. Euro in Forschung und Entwicklung. Insgesamt beschäftigt ABB weltweit etwa 6000 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung, unter anderem in den sieben Forschungszentren.

In Ladenburg arbeiten derzeit etwa 110 Mitarbeiter aus zehn Ländern, meist in enger Kooperation mit Kollegen aus den operativen Einheiten.

Reinhold Schäfer | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/automatisierung/fertigungsautomatisierung/articles/238966/

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