Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

3D-Werkzeugmessmaschine erfasst komplette Schneidengeometrie

17.02.2010
Zwei Kameras und ein scannender Taster — dies sind die Besonderheiten der neuen Messmaschine WZM 600 zur 3D-Werkzeugmessung, die Schneider Messtechnik auf der Metav 2010 präsentiert. Uwe J. Keller, Marketingleiter von Schneider Messtechnik, erläutert: „Die WZM wurde speziell für die Werkzeugmessung entwickelt und konzipiert.“

Die Werkzeugmessmaschine verfügt über eine voll integrierte CNC-Drehachse sowie zwei getrennte Kamerasysteme: eine radial ausgerichtete CCD-Matrix-Kamera für Auf- und Durchlichtmessung und eine axial ausgerichtete CCD-Matrix-Kamera. „Somit kann neben der Erfassung der äußeren Fräserkontur auch von oben die Schneidgeometrie präzise definiert werden. Optional kann das Messsystem zudem mit dem scannenden Tastsystem SP25 ausgerüstet und dadurch zu einer vollwertigen 3D-Werkzeugmessmaschine werden“, wie Keller berichtet.

Messung von Fräsern meist auf Messgeräten mit Drehachse

Die Messung von Fräsern wird, so Schneider weiter, üblicherweise auf Geräten mit Drehachse durchgeführt. Mit Hilfe der Drehachse und der Optik sei es möglich, beispielsweise Planlauf, Rundlauf, Durchmesser, Schneidengeometrie und resultierende Schnittkontur zu messen.

Gerade beim Ermitteln der Schnittkontur kommt die sogenannte Flugkreiskurve in der Mess- und Auswertesoftware Saphir zum Einsatz. Die Flugkreis-Funktion erfasst die resultierende Schnittkontur des Werkzeugs.

Messsystem ermittelt tatsächliche Schnittkontur

Wenn in Saphir eine Stelle am Fräser mit einem Messfenster definiert wurde, wird der Fräser mit der CNC-Drehachse vor der Kamera gedreht und innerhalb des Fensters wird die tatsächliche Schnittkontur ermittelt und abgebildet. Der Drehwinkel dieser Funktion ist variabel und somit ist es auch möglich, Einzelschneiden am Werkzeug zu erfassen, heißt es weiter. Mit der resultierenden Schnittkontur kann natürlich auch wieder ein Vergleich mit einem DXF-Zeichnungsfile stattfinden.

Neu hinzugekommen in Saphir ist die Möglichkeit, ein Best-Fit nur in einer Achse zu machen anstatt wie üblich in zwei Achsen. Bei der Messung zum Beispiel eines Kugelfräsers darf nur in der Arbeitsrichtung des Fräsers gefittet werden.

Messung vor allem bei größeren Fräsern vereinfacht

Gerade bei größeren Fräsertypen, wo es eine Vielzahl von Schneiden gibt, ist eine Vereinfachung der Messung anzustreben, betont das Unternehmen. Weil sich bei den verschiedenen Fräsertypen oftmals nur Durchmesser, Höhe, Schneidenanzahl und -teilung ändern, ist grundsätzlich ein parametrisiertes Messprogramm möglich. Mit einem Parameter-Programm muss man lediglich die nötigen Angaben zum Fräser machen — mit diesen Informationen erfolgt eine dynamische Anpassung des Messprogramms.

Saphir bietet laut Schneider in diesem Rahmen eine Vielzahl von Möglichkeiten: Die Parametrisierung ist eine Unterstützung für die schnelle und einfache Programmierung von Werkzeugen innerhalb einer Produktfamilie. Dies erfolgt unter anderem mit Variablen, Schleifen, bedingten Verzweigungen, variabel anpassbaren Funktionen.

Messsystem kann Fräser-Durchmesser von 800 mm aufnehmen

Die Messung von größeren Fräsertypen, zum Beispiel Kurbelwellen- oder Nockenwellenfräsern, ist im Übrigen aufgrund des großen Durchmessers nur noch auf dem Messprojektor mit Drehachse möglich. Auch dieser kann als komplettes CNC-Gerät ausgeführt werden. So ist das ST1000 von Schneider Messtechnik in der Lage, einen Durchmesser von etwa 800 mm aufzunehmen.

„Die Messung von Wendeschneidplatten kann mit dem WZM 600 erfolgen, obwohl viele unserer Kunden diese bereits mit anderen Geräten von Schneider Messtechnik — mit den Systemen PMS, SKM, WM1, Video-CAD und dem Projektor – durchführen. Dabei werden die Messungen überwiegend optisch durchgeführt, da es gerade bei PKD-Werkzeugen auf die berührungslose Messung ankommt. Das WZM 600 hingegen erfasst die komplette Schneidengeometrie der Wendeschneidplatte, die gemessene Schneidenform kann mit 2D-Best-Fit gegen die Sollkontur aus einem DXF-File verglichen und gefittet werden“, ergänzt Uwe J. Keller.

Dr. Heinrich Schneider Messtechnik GmbH auf der Metav 2010: Halle 9, Stand D66

Udo Schnell | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/messtechnik_prueftechnik/articles/250685/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Luftturbulenzen durch Flugzeuge bald beherrschbar
08.12.2017 | Universität Rostock

nachricht Ein MRT für Forscher im Maschinenbau
23.11.2017 | Universität Rostock

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Im Focus: Realer Versuch statt virtuellem Experiment: Erfolgreiche Prüfung von Nanodrähten

Mit neuartigen Experimenten enträtseln Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und der Technischen Universität Hamburg, warum winzige Metallstrukturen extrem fest sind

Ultraleichte und zugleich extrem feste Werkstoffe – poröse Nanomaterialien aus Metall versprechen hochinteressante Anwendungen unter anderem für künftige...

Im Focus: Geburtshelfer und Wegweiser für Photonen

Gezielt Photonen erzeugen und ihren Weg kontrollieren: Das sollte mit einem neuen Design gelingen, das Würzburger Physiker für optische Antennen erarbeitet haben.

Atome und Moleküle können dazu gebracht werden, Lichtteilchen (Photonen) auszusenden. Dieser Vorgang verläuft aber ohne äußeren Eingriff ineffizient und...

Im Focus: Towards data storage at the single molecule level

The miniaturization of the current technology of storage media is hindered by fundamental limits of quantum mechanics. A new approach consists in using so-called spin-crossover molecules as the smallest possible storage unit. Similar to normal hard drives, these special molecules can save information via their magnetic state. A research team from Kiel University has now managed to successfully place a new class of spin-crossover molecules onto a surface and to improve the molecule’s storage capacity. The storage density of conventional hard drives could therefore theoretically be increased by more than one hundred fold. The study has been published in the scientific journal Nano Letters.

Over the past few years, the building blocks of storage media have gotten ever smaller. But further miniaturization of the current technology is hindered by...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einmal durchleuchtet – dreifacher Informationsgewinn

11.12.2017 | Physik Astronomie

Kaskadennutzung auch bei Holz positiv

11.12.2017 | Agrar- Forstwissenschaften

Meilenstein in der Kreissägetechnologie

11.12.2017 | Energie und Elektrotechnik