Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

3D-Druck revolutioniert Bau von Triebwerksteilen

20.12.2013
Avio-Aero-Herstellungsprozesse sparen Kosten und Emissionen ein

Die auf die Flugzeugtechnik spezialisierte Firma Avio Aero mit Sitz in Rivalta di Torino hat ein neues Werk zum Bau von Triebwerksteilen in 3D-Technik eingeweiht.


Turbine: Avio Aero punktet mit neuester Technologie (Foto: avioaero.com)

Mit ihren 2.500 Quadratmetern Arbeitsfläche handelt es sich um eine der weltweit größten und modernsten Fabriken ihrer Art.

50 Prozent geringeres Gewicht

"Das Zusammenwirken von Forschung und Innovation ist die beste Voraussetzung, schwere Krisenzeiten wie die gegenwärtige zu überwinden", unterstreicht der bei der Eröffnungszeremonie anwesende italienische Wirtschaftsminister Falvio Zanonato. Tatsächlich kommt am neuen Produktionstandort Cameri bei Novara eine zukunftsträchtige Fertigungstechnik für emissionsarme Flugzeugmotoren zum Einsatz.

Mithilfe eines 3D-Druckers können die Turbinenblätter aus einem Schicht für Schicht aufgetragenen und über Laserstrahlen verschmolzenen Leichtmetallpulver gefertigt werden. Zu den Vorteilen der aus einem Guss bestehenden Bauteile gehört vor allem das dank der Titanium-Aluminium-Legierung um 50 Prozent geringere Gewicht.

95 Prozent Materialeinsparung

Die Teile weisen eine hohe Steiffestigkeit auf und haben einen geringeren Zeitaufwand während des industriellen Herstellungsprozesses. Im Gegensatz zu herkömmlichen Produktionsverfahren werden je Kilogramm Fertigprodukt statt der vier Kilogramm nur noch 1,1 Kilogramm an Rohstoff benötigt. Die Materialeinsparung beträgt 95 Prozent und der Mindereinsatz an Energie liegt bei 90 Prozent. Das Minus an umweltschädlichen Emissionen beläuft sich ebenfalls auf 90 Prozent.

Das bis zum Jahre 2003 zum Fiat-Konzern und seit August dieses Jahres 100-prozentig zu General Electric gehörende Unternehmen hat im Zeitraum 2010 bis 2012 insgesamt 400 Mio. Euro an Investitionen getätigt. Dabei entfielen neben dem aktuellen Baukostenaufwand von 20 Mio. Euro allein 100 Mio. Euro auf Forschungs- und Entwicklungaufgaben. Neben den drei Produktionsstandorten in Italien verfügt Avio Aero auch über Werksniederlassungen in Polen, Deutschland, China, Brasilien, den USA und den Niederlanden.

Harald Jung | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://avioaero.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht CI-Maschine von EMAG ECM: Hocheffektive Lösung für das Entgraten von komplexen Bauteilen
12.04.2018 | EMAG GmbH & Co. KG

nachricht Kaltmassivumformung: auch komplexe Bauteilherstellung virtuell und kostengünstig designen
29.03.2018 | Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Software mit Grips

Ein computergestütztes Netzwerk zeigt, wie die Ionenkanäle in der Membran von Nervenzellen so verschiedenartige Fähigkeiten wie Kurzzeitgedächtnis und Hirnwellen steuern können

Nervenzellen, die auch dann aktiv sind, wenn der auslösende Reiz verstummt ist, sind die Grundlage für ein Kurzzeitgedächtnis. Durch rhythmisch aktive...

Im Focus: Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

Von einer einzigen Stammzelle zur Vielzahl hochdifferenzierter Körperzellen: Den vollständigen Stammbaum eines ausgewachsenen Organismus haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und München in „Science“ publiziert. Entscheidend war der kombinierte Einsatz von RNA- und computerbasierten Technologien.

Wie werden aus einheitlichen Stammzellen komplexe Körperzellen mit sehr unterschiedlichen Funktionen? Die Differenzierung von Stammzellen in verschiedenste...

Im Focus: Spider silk key to new bone-fixing composite

University of Connecticut researchers have created a biodegradable composite made of silk fibers that can be used to repair broken load-bearing bones without the complications sometimes presented by other materials.

Repairing major load-bearing bones such as those in the leg can be a long and uncomfortable process.

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Grösster Elektrolaster der Welt nimmt Arbeit auf

20.04.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Bilder magnetischer Strukturen auf der Nano-Skala

20.04.2018 | Physik Astronomie

Kieler Forschende entschlüsseln neuen Baustein in der Entwicklung des globalen Klimas

20.04.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics