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Der Global AdView Pulse-Bericht offenbart, dass die Werbewirtschaft die weltweite Wirtschaftskrise deutlich zu spüren bekommt. Die europäischen Länder sind am härtesten betroffen, insbesondere Spanien (minus 28,2 Prozent), Irland (minus 21,2 Prozent), Italien (minus 19,1 Prozent) und Großbritannien (minus 14,7 Prozent).
Insgesamt verzeichnete der europäische Werbemarkt ein Minus von 8,7 Prozent. In Nordamerika fielen die US-Werbeausgaben um 12,7 Prozent. Der Rückgang der weltweiten Werbeausgaben wurde von der Region Asia-Pazifik etwas abgemildert, die lediglich ein Minus von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnete.
Hier konnte Indonesien aufgrund der Parlamentswahl sogar ein enormes Wachstum (plus 19,1 Prozent) verzeichnen, und auch in China konnte der Werbemarkt weiter zulegen, wenngleich auch deutlich langsamer (plus 2,5 Prozent).
"Die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise sind in den aktuellsten Zahlen zum Werbemarkt deutlich erkennbar, insbesondere in Nordamerika und Europa, wo fast alle der von uns beobachteten Märkte ein negatives Wachstum verzeichneten," so Global AdView Geschäftsführer Ben van der Werf. "Sogar China, wo die Werbeausgaben normalerweise zum chinesischen Neujahr angekurbelt werden, berichtet über ein gedämpftes Wachstum von 2,5 Prozent für das erste Quartal 2009, nachdem das vierte Quartal 2008 mit plus 17,1 Prozent Wachstum abschloss."
Der Nielsen Bericht zeigt weiterhin, dass im ersten Quartal Werbung in allen vier Hauptmediengattungen (Zeitungen, TV, Zeitschriften und Radio) zurückgegangen ist. Der stärkste Rückgang war weltweit bei den Zeitschriften mit minus 17,4 Prozent zu verzeichnen. Werbeausgaben in den Zeitungen wurden um minus 9,1 Prozent reduziert, die Rückgänge bei TV und Radio sind mit minus 4,7 Prozent bzw. minus 2,5 Prozent gemäßigter ausgefallen. Der Blick auf die Weltkarte zeigt, dass die Printmedien mit Rückgängen in allen Regionen von der Krise weltweit am härtesten betroffen waren.
Insbesondere Nordamerika weist hier mit minus 22,2 Prozent weniger Werbeausgaben für Zeitschriften sowie mit einem Minus von 15,6 Prozent bei den Zeitungen im Vergleich zum Vorjahr auf. Sowohl in Europa (minus 8,6 Prozent) als auch in Nordamerika (minus 9,3 Prozent) sind die TV-Werbeausgaben gesunken, wobei ein leichter Anstieg in Asia-Pazifik (plus 1,0 Prozent) den Gesamtrückgang etwas abmindern konnte. Radio verzeichnete ein Minus von 8,2 Prozent in Nordamerika, ist aber in Europa relativ stabil geblieben (minus 0,1
Prozent) und konnte in Asia-Pazifik leicht zulegen (plus 1,4 Prozent) und dabei das Gesamtbild etwas verbessern.
"Alle Hauptmediengattungen, die wir beobachten, leiden im ersten Quartal," stellt van der Werf fest. "Aber die Verluste sind in den Printmedien am höchsten. Demzufolge haben die Printmedien zusammen ca. zwei Prozentpunkte am Mediensplitt an die anderen Mediengattungen abgeben müssen."
Bei den Wirtschaftsbereichen konnten im ersten Quartal 2009 lediglich die Branchen Handel ( plus 6,0 Prozent) und Verbrauchsgüter (plus 0,2 Prozent) ein Wachstum verzeichnen. Die Branchen Pkw, Finanzen sowie Kleidung und Accessoires waren hingegen die größten Verlierer mit minus 19,9 Prozent, minus 16,7 Prozent bzw. minus 15,7 Prozent.
"Die anhaltenden Rückgänge der Werbeausgaben für die Branchen Automobil und Finanzen sind keineswegs überraschend, da wir schon über mehrere Quartale in Folge beobachten konnten, dass diese Branchen ihre Werbeausgaben kontinuierlich reduzieren," so Ben van der Werf. "Beide Branchen sind den wirtschaftlichen Turbulenzen besonders ausgesetzt und die rückläufigen Werbeausgaben sind dafür ein Beleg."
Silke Trost | Quelle: presseportal
Weitere Informationen: www.nielsen.com
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