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Der Online-Werbemarkt in Deutschland wächst weiter zweistellig, für 2008 werden Werbespendings in Höhe von 3,6 Mrd. Euro erwartet, ein Zuwachs von über 25 Prozent gegenüber 2007. Der Marktanteil von Online im Gesamt-Mediamix erreicht in diesem Jahr bereits 13,5 Prozent (2005: 4,4%), teilte der Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. am Mittwoch auf der Düsseldorfer Online-Marketingmesse OMF mit.
Mit 1,8 Mrd. Euro entfällt der Großteil der Online-Werbung in Deutschland auf klassische Banner, der Rest verteilt sich auf Suchwort-Vermarktung (1,5 Mrd.) und Affiliate-Netzwerke (270 Mio. Euro). Am stärksten wächst die Sparte Werbevideos im Internet mit über 220%, so der OVK-Vorsitzende Paul Mudter gegenüber pressetext. Nach dem Rekordjahr 2007 stimmt uns auch 2008 "sehr positiv".
Mudter sieht in der Prognose ein klares Signal für die steigende Bedeutung des Internet: "Obwohl der Gesamtwerbemarkt stagniert, entwickelt sich die Online-Werbung weiter zweistellig. Und es ist davon auszugehen, dass dies so bleibt. Wir rechnen in absehbarer Zeit damit, dass das Internet 20% im Media-Mix und damit die Nummer 3 hinter TV und Tageszeitung wird, noch vor den Publikumszeitschriften."
Junge verbringen 36% ihrer Mediennutzung im Internet
Im Gespräch mit pressetext präzisierte Mudter, es gäbe eine klare Tendenz vom TV hin zu digitalen Plattformen. Das führt zwangsläufig zu einer Umschiftung der Werbebudgets. "Dieser Trend liegt aber noch vor uns." Die Gründe dafür liegen nicht nur bei der technischen Entwicklung, sondern auch in den Usergewohnheiten. Während der Anteil der Internetnutzung am Medienkonsum insgesamt bei rund 15 Prozent liegt, verbringen 14- bis 19jährige bereits über 36% ihrer Mediennutzung mit Internet. 50% der 14-24jährigen sagen überdies, sie könnten am wenigsten aber auf das Internet verzichten.
Auch der europäische Online-Werbemarkt legt massiv zu: Von 2006 auf 2007 stiegen die Online-Werbeausgaben in den 15 erhobenen EU-Ländern um 40 Prozent auf elf Mrd. Euro, wobei die sechs führenden Nationen (Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Niederlande, Italien und Spanien) 82 Prozent ausmachen. Die positive Entwicklung zeigt eine Annäherung an US-Niveau: Experten sind sich einig, dass Europa in absehbarer Zeit zum Online-Werbemarkt in den USA aufschließt. Der ist von 2006 auf 2007 von 11,5 auf 14,5 Mrd. Euro gestiegen.
Höchste Pro-Kopf-Werbeausgaben in Großbritannien
Was die Werbeaufwendungen pro Online-Nutzer anlangt, so stehen Großbritannien und Norwegen an der Spitze. Dort werden 95 bzw. 93 Euro pro Jahr und Internet-Nutzer für Werbung ausgegeben. Deutschland liegt bei 65 Euro pro User, Österreich bei 27 Euro. Mudters Fazit: "Das Internet ist derzeit das mit Abstand am stärksten wachsende Medium. Wir sind sehr optimistisch für die Zukunft."
Wilfried Seywald | Quelle: pressetext.deutschland
Weitere Informationen: www.ovk.de
www.onlinemarketingforum.de
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