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Festnetz ist noch immer ein wichtiger Bestandteil der privaten Kommunikation der Deutschen. Das hat eine Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov Deutschland http://yougov.de für den Dynamic Communicatin Index ergeben, der vom Bundesverband Digitaler Wirtschaft (BVDW) e.V. http://bvdw.org in Auftrag gegeben wurde.
"Deutschland bleibt zumindest vorerst dem Festnetz treu", erklärt Marc Thylmann, Pressesprecher des Hightech-Verbands BITKOM http://bitkom.org , gegenüber pressetext. "Die Zahlen in Deutschland sind noch relativ stark. Länder wie Finnland und Tschechien zum Beispiel weisen im Gegensatz zur Bundesrepublik nur mehr einen geringen Anteil an Festnetz-Usern auf. Peu à peu wird sich der Trend aber auch bei uns, wenn auch nur langsam, in Richtung mobiler Endgeräte entwickeln."
Privat und beruflich
Deutsche Internetnutzer sind vor allem im privaten Bereich weiterhin von Festnetz, Mobiltelefon oder E-Mails abhängig. Während die klassischen Kommunikationsmittel über 90 Prozent genutzt werden, gebrauchen sechs von zehn Usern daneben bereits soziale Netzwerke zu Informationszwecken oder zum Austausch mit Freunden.
Rund drei Prozent der Befragten gaben an, mobile E-Mails aus rein beruflichen Gründen zu nutzen. Sowohl eine private als auch berufliche Nutzung erfolgt bei 57 Prozent. Anders sieht es bei der Nutzung von sozialen Netzwerken aus. Zu rund 81 Prozent werden diese ausschließlich privat verwendet.
Mobilität immer wichtiger
"Wir erwarten eine wachsende Bedeutung der mobilen Endgeräte. Dabei wirken sich soziale Netzwerke positiv auf die Nutzungsintensität aus. Neue, intelligente Smartphones werden dank der Kombination aus Telefonie, E-Mail und sozialer Kommunikation gerade für die Verbraucher attraktiv", meint Olav A. Waschkies, stellvertretender Vorsitzender der Fachgruppe Mobile im BVDW.
Obwohl fast 90 Prozent der unter 25-Jährigen soziale Netzwerke nutzen, sind E-Mails in dieser Altersgruppe weiterhin das meist verwendetste Kommunikationsmittel. "Parallel ist der Trend hin zu stärkerer und häufiger Nutzung von Facebook und Co als Kommunikationskanal erkennbar", erklärt YouGov-Vorstand Holger Geißler.
Rund 88 Prozent der Befragten schreiben SMS oder nutzen Kurznachrichtendienste. Soziale Netzwerke an stationären Rechnern werden von 63 Prozent genutzt. Zu 38 Prozent spielt auch die mobile Nutzung von sozialen Netzwerken eine Rolle. Während Männer im Bereich mobiler E-Mails überwiegen, erfolgt die Nutzung von E-Mails an stationären Rechnern gleichermaßen von Männern und von Frauen. Soziale Netzwerke werden auf Rechnern intensiver von Frauen genutzt. Männer nutzen diese Netzwerke eher mobil.
SMS versus Instant Messaging
Während die Nutzungsintensität beim Telefonieren über Mobiltelefon und SMS zugenommen hat, verloren Microblogs als Kommunikationsmittel zwischen vier und elf Prozentpunkte - sowohl stationär als auch mobil. Auch die Nutzungsintensität bei Instant Messaging nahm anscheinend über drei Prozentpunkte ab.
Einer BITKOM-Studie zufolge werden 2011 rund 46 Mrd. SMS verschickt. "Vor allem wegen der All-Inclusive-Pakete sind die Zahlen dieses Jahr steigend. Nächstes Jahr ist man allerdings skeptischer, da die Nutzung von WhatsApp und CO mit die SMS-Nutzung durchaus gefährden könnte", erklärt Thylmann.
Jana Seywald | Quelle: pressetext.redaktion
Weitere Informationen: bvdw.org
bitkom.org
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