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Mit TimeBudget veröffentlicht SevenOne Media die aktuellen Ergebnisse einer Studie, die das Mediennutzungsverhalten der Bundesbürger genau unter die Lupe nimmt. Da sich die Veränderungen durch den fundamentalen Wandel im Mediensystem nicht durch eine einmalige Untersuchung feststellen lassen, ist TimeBudget als Langzeituntersuchung angelegt: Seit 1999 befragt das Forschungsinstitut forsa jeden Sommer eine repräsentative Zahl von Deutschen im Alter zwischen 14 und 49 Jahren (insgesamt 2487 Personen) zu relevanten Aspekten ihres Mediennutzungsverhaltens. Die Ergebnisse der drei Wellen sind jetzt verfügbar. Die Analyse erforscht unter anderem die Themenkompetenz der Medien, Themeninteressen der Nutzer sowie Parallelnutzung oder Verzichtbarkeit der Medien. Es ist die erste Studie, die solche Entwicklungen über mehrere Jahre hinweg verlässlich nachzeichnet und Hinweise auf die zukünftigen Trends gibt.
Mediennutzung: großer Gewinner Internet Insgesamt verbringt jeder Deutsche zwischen 14 und 49 Jahren jeden Tag etwa 7,5 Stunden mit der Nutzung von Medien (1999 waren es noch 6,5 Stunden). Davon entfällt der Löwenanteil auf Fernsehen (153 Minuten) und das Begleitmedium Radio (169 Minuten). Danach folgen Bücher (32 Minuten) und das Internet (30 Minuten). Für Zeitungen wendet der Durchschnittsbürger 24 Minuten auf, für Zeitschriften 15 Minuten. Die größten Zuwachsraten bei der Nutzung hat das Internet, das 1999 im Schnitt nur neun Minuten pro Tag genutzt wurde und damit um 21 Minuten zulegt hat. TV und Radio verzeichnen leichte Nutzungszuwächse, während die Nutzung der Printmedien stabil bleibt.
Reichweite: 100 Prozent über TV bei den Jüngeren Fernsehen und Radio sind die Medien mit der höchsten Reichweite. 97 Prozent aller Bundesbürger (14-49) sind über das Fernsehen zu erreichen, bei den 14- bis 29-Jährigen sind es knapp 100 Prozent. Das Radio erreicht mit 93 Prozent (14-49) ähnliche Werte. Die Printmedien haben an Reichweite verloren. Während 1999 noch 92 Prozent angaben, zumindest selten eine Zeitung zu lesen, sind es heute nur noch 88 Prozent. Die Zeitschriften sind im selben Zeitraum von 73 Prozent auf 65 Prozent abgefallen.
Der große Gewinner ist das Internet. Innerhalb der vergangenen drei Jahre hat sich die Zahl der Surfer in Deutschland mehr als verdoppelt: 1999 waren 8,2 Millionen Menschen zwischen 14 und 49 Jahren "drin", heute sind es 20,8 Millionen. Nach wie vor überwiegt der männliche Anteil mit 57 Prozent.
TV führend bei Nachrichten, Sport, Wetter und Politik Neben Nutzungsdauer und Reichweite untersucht TimeBudget, welche Themen den Bundesbürgern in den verschiedenen Medien wichtig sind. Dabei stellte sich heraus, dass für Nachrichten, Sport, Wetter und Politik Fernsehen das Medium der ersten Wahl ist. Bei Verkehrsinformationen und Musik schalten die Deutschen (14-49) zuerst das Radio ein. Lokales und Wirtschaftsnachrichten suchen sie bei den Tageszeitungen. Im Internet sind die wichtigsten Themen Reisen und Musik (hinter Radio und TV). In diesen Kernkompetenzen macht das Internet vor allem den Zeitschriften Konkurrenz.
Fernsehen und Radio auf der Beliebtheitsskala vorn Bei der Frage nach dem beliebtesten Medium steht das Fernsehen nach wie vor an erster Stelle. Die Frage nach dem totalen Verzicht auf ein Medium fällt ebenso deutlich zu Gunsten von TV aus. Zwei von fünf Deutschen zwischen 14 und 49 Jahren würden sich im Zweifel für das Fernsehen entscheiden, oder anders ausgedrückt: Über 40 Prozent der Bundesbürger wollen nicht auf das Fernsehen verzichten, das Radio nennen 20 Prozent. Das Internet liegt mit 17 Prozent bereits an dritter Stelle. Zeitungen bezeichnen rund zehn Prozent als das Medium, das sie am wenigsten entbehren könnten.
Daniel Haberfeld, Leiter Forschung bei SevenOne Media: "Im Gegensatz zu anderen Studien, die zu lange Abstände zwischen den Untersuchungszeitpunkten haben, nur einen Zeitpunkt messen oder ihre Daten aus verschiedenen Quellen zusammentragen, zeichnet TimeBudget die Entwicklung der Mediennutzung über mehrere Jahre nach. So können wir der Werbewirtschaft erstmals Daten bieten, die die aktuelle Nutzung zum jeweiligen Befragungszeitraum tatsächlich abbilden."
Katja Pichler | Quelle: ots
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