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Forschungs- und Entwicklungsprogramm "e-Learning im Strafvollzug"

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07.01.2004

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Strafvollzug: Fit für den Arbeitsmarkt durch E-Learning


An der Technischen Universität Berlin suchen Wissenschaftler nach Möglichkeiten, die Grenzenlosigkeit des Internets mit den Grenzen einer Haftanstalt zu vereinbaren. Mit dem Forschungs- und Entwicklungsprogramm "e-Learning im Strafvollzug", kurz "e-LiS" soll das Internet als Lernmittel an den Gefängnissen einführt werden. Ziel ist es, lernschwache Strafgefangene - Jugendliche, Frauen und Männer - während ihrer Haftzeit mit dem Medium Computer als Instrument der Wissensaneignung so zu fördern, dass sie bei ihrer Entlassung den veränderten Anforderungen des Arbeitsmarktes gewachsen sind und eine Chance haben, sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren.

Schwerpunkt des Projektes ist die Schulung der Lehrer. Seit anderthalb Jahren werden die "Gefängnis-Lehrer" der Brandenburger Haftanstalt in Online-Fortbildungen und in Präsenzschulungen an der Technischen Universität Berlin für ihre neue Aufgabe geschult. Die Lehrkräfte der Haftanstalten müssen sowohl über ein fundiertes technisches Wissen als auch über die nötige didaktische Kompetenz im Umgang mit neuen Medien verfügen. Durchgeführt werden diese Schulungen vom Institut für Bildung in der Informationsgesellschaft (IBI).

"Wenn wir wollen, dass Häftlinge mehr Medienkompetenz haben, dann kann das Internet im Strafvollzug nicht mehr ignoriert werden. Wir müssen deshalb auch Strafgefangene im Umgang mit diesem Medium trainieren, um sie auf die veränderten Anforderungen des modernen Arbeitsmarktes vorzubereiten", erklärt TU-Professor Wilfried Hendricks. In weiterer Folge soll sogar eine eigene technologische Infrastruktur für web-basierte E-Learning-Konzepte im Strafvollzug entwickelt werden.

Gefördert wird "e-LiS" durch das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Neben sechs beteiligten deutschen Bundesländern hat das Projekt Partner in Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Portugal, Schweden, Spanien und Österreich.

Wilhelm Bauer | Quelle: pressetext.deutschland
Weitere Informationen: www.tu-berlin.de
www.ibi.tu-berlin.de

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